by Johann Peter Uz (1720 - 1796)
Was sorgest du? Sey stille, meine Seele!
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Language: German (Deutsch)
Was sorgest du? Sey stille, meine Seele! Denn Gott ist ein getreuer Hirt, Der mir, auch wenn ich mich nicht quäle, Nichts mangeln lassen wird. Er weidet mich auf bluhmenreicher Aue, Und führt mich frischen Wassern zu, Und bringet mich, im kühlen Thaue, Zur sichern Abendruh. Er hört nicht auf, mich liebreich zu beschirmen, Im Schatten vor des Tages Glut, In seinem Schooße vor den Stürmen Und schwarzer Bosheit Wuth. Auch wenn er mich durch finstre Thäler leiten, Mich durch die Wüste führen wird, Will ich nichts fürchten! Mir zu Seiten Geht dieser treue Hirt. Ich sehe schon, daß mir von meinem Freunde Ein reicher Tisch bereitet ist, Im Angesichte meiner Feinde, Trotz ihrer Hinterlist. Sie sehn den Schutz des Höchsten, und sie schämen Sich ihrer schwach erfundnen Macht. Wie sollten mir die Menschen nehmen, Was Gott mir zugedacht! Ich aber will ihn preisen und ihm danken! Ich halt an meinem Hirten fest; Und mein Vertrauen soll nicht wanken, Wenn alles mich verläßt.
F. Schubert sets stanzas 1-4, 7
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View text with all available footnotesConfirmed with Sämtliche Poetische Werke von J. P. Uz. Erster Band. Leipzig in der Dykischen Buchhandlung. 1768, pages 335-336; and with Poetische Werke von Johann Peter Uz. Zweyter Band. Nach seinen eigenhändigen Verbesserungen herausgegeben von Christian Felix Weisse. Wien. Bey J. V. Degen, Buchdrucker und Buchhändler. 1805, pages 267-268.
Note: The poem's title is Der gute Hirt in the 1805 edition.
Text Authorship:
- by Johann Peter Uz (1720 - 1796), "Der gute Hirte" [author's text checked 1 time against a primary source]
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