by Friedrich Konrad Müller von der Werra (1823 - 1881)
Im weißen Kreuz da kehr' ich ein
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Language: German (Deutsch)
Im weißen Kreuz da kehr' ich ein, Das hat wohl seinen Grund! Schön Anna schenkt mir dort den Wein Mit rosenrothem Mund. Sie ist so wonnig, nett und flink Und stets voll frohem Muth, Behend dazu bei jedem Wink, Das liebe junge Blut! Der Wein von ihr, der mundet mir, Als wär's ein Göttertrank! Es hat gewundert oft mich schier, Daß ich vom Stuhl nicht sank! Sie hat der Augensterne zwei, Wie sie sein Mensch gesehn, Man möcht', wie vor der Loreley, In Liebe untergehn! Gar süß ist ihrer Stimme Klang, Voll Zauber ist ihr Wort, Das Jedem noch zum Herzen drang, Der froh gezechet dort! Drum zürnet mir so sehr doch nicht, Komm' ich zu spät nach Haus; Ich leiste ja so gern Verzicht Auf euren Abendschmaus! Ich fühl' mich in Elysium Und trink in süßer Ruh'; Dreh', guter Welt, dich nur herum, Ich sing' dein Lied dazu: Im weißen Kreuz da kehr' ich ein, Das hat wohl seinen Grund! Schön Anna schenkt mir dort den Wein Mit rosenrothem Mund!
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View text with all available footnotesConfirmed with Im weißen Kreuz, Das Buch der Liebe, Leipzig: Ludwig Denicke, 1866. Appears in Liebe und Leid, pages 214 - 215.
Text Authorship:
- by Friedrich Konrad Müller von der Werra (1823 - 1881), "Im weißen Kreuz", appears in Das Buch der Lieder, in 4. Liebe und Leid [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Melanie Trumbull
This text was added to the website: 2018-04-19
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