by Moritz Hartmann (1821 - 1872)
Ich kenn' ein Aug und einen Blick
NOTE: the footnotes have been removed from this text; return to general view
Language: German (Deutsch)
Ich kenn' ein Aug und einen Blick, Die sind so lieb und hold und gut; Wie dankbar segn' ich mein Geschick, Daß solch ein Blick Manchmal in Gnaden aus mir ruht. O, wüßte sie, wie wohl er thut, Wie er zerstreuet jedes Leid, Wie er mir höhet Herz und Muth, Sie ist so gut, Sie säh' mich an zu jeder Zeit. Er tauchet nicht in Trunkenheit Wie alter oder neuer Wein, Er gibt so stille Freudigkeit Wie Maienzeit, Wie Blumendust, wie Mondenschein. Und Alles scheint ein Wahn zu sein, Was bis zur Stunde Unglück hieß; Du blickst in dieses Aug hinein Und kehrest ein. In dein verlornes Paradies. O, daß mein Leben, holder Blick, Hinflöße stets in deiner Hut -- Doch dankbar segn' ich mein Geschick, Daß solch ein Blick Manchmal in Gnaden aus mir ruht.
About the headline (FAQ)
View text with all available footnotesText Authorship:
- by Moritz Hartmann (1821 - 1872), "Ein Blick" [author's text checked 1 time against a primary source]
Go to the general view
Research team for this page: Emily Ezust [Administrator] , Andrew Schneider [Guest Editor]
This text was added to the website: 2011-11-15
Line count: 25
Word count: 137