by Johann Georg Jacobi (1740 - 1814)
Hochzeit‑Lied
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Language: German (Deutsch)
Will singen Euch, im alten Ton, Ein Lied von alter Treu; Es sangens unsre Väter schon; Doch bleibts der Liebe neu. Im Glücke macht es freudenvoll, Kann trösten in der Noth: Daß nichts die Herzen scheiden soll, Nichts scheiden, als der Tod; Daß immerdar mit frischem Muth Der Mann die Traute schützt, Und alles opfert, Gut und Blut, Wenns seinem Weibchen nützt. Daß er auf weiter Erde nichts Als sie allein begehrt, Sie gern im Schweiß des Angesichts Für ihren Kuß ernährt; Daß, wenn die Lerch' im Felde schlägt, Sein Weib ihm Wonne lacht, Ihm, wenn der Acker Dornen trägt, Zum Spiel die Arbeit macht, Und doppelt süß der Ruhe Lust, Erquickend jedes Brodt, Den Kummer leicht an ihrer Brust, Gelinder seinen Tod. Dann fühlt er noch die kalte Hand Von ihrer Hand gedrückt, Und sich ins neue Vaterland Aus ihrem Arm entrückt.
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Confirmed with Auserlesene Lieder Von J. G. Jacobi; Herausgegeben von Johann Georg Schlosser. Basel, bei J. J. Thurneysen, dem Jüngern, 1784, pages 23-24; with Iris. Siebenter Band. Berlin, bey Haude und Spener, 1776, pages 663-665; and with Gedichte von Johann Georg Jacobi. Zweyter Theil. Wien, 1816. Bey Ch. Kaulfuß & C. Armbruster (Meisterwerke deutscher Dichter und Prosaisten. Siebenzehntes Bändchen), pages 10-11.
Text Authorship:
- by Johann Georg Jacobi (1740 - 1814), "Hochzeit-Lied", first published 1776 [author's text checked 2 times against a primary source]
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