by Eduard Maria Oettinger (1808 - 1872)
Du liebes Aug', Du lieber Stern See original
Language: German (Deutsch)
Our translations: ENG
Ich kenn' ein Auge, das, so mild,
Und glänzend wie ein Sternenbild,
Voll Huld auf mich hernieder sieht
Und mich hinauf zum Himmel zieht.
Dort prangt ein Stern so hell und rein
Wie jenes Auges Sonnenschein . . .
Du liebes Aug', Du lieber Stern,
Du bist mir nah' und doch so fern.
Dies Aug' ist süß und veilchenblau,
Drin spiegelt sich der Thräne Thau,
Und wenn ich dieses Auge seh',
Erfüllt mich Lust, erfüllt mich Weh.
Versenken möcht' ich mich hinein
Und dieses Auges Apfel sein . . .
Du liebes Aug', Du lieber Stern,
Du bist mir nah' und doch so fern.
...
Doch schließt einmal dies Auge sich,
Dann wird es nie mehr Tag für mich;
Wenn jener Stern mir nicht mehr lacht,
Dann ist es ewig für mich Nacht;
Denn diese beiden Sterne hold
Sind Mondenglanz und Sonnengold . . .
Du liebes Aug', Du lieber Stern,
Du bist mir nah' und doch so fern!
Composition:
- Set to music by Ferdinand Gumbert (1818 - 1896), "Du liebes Aug', Du lieber Stern", op. 54 (Fünf Lieder für Sopran oder Tenor) no. 2, published 1853, stanzas 1,2,5 [ soprano or tenor and piano ], Berlin: Schlesinger
Text Authorship:
- by Eduard Maria Oettinger (1808 - 1872), "Zwölftes Lied", appears in Neues Buch der Liebe
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This text was added to the website: 2011-09-04
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