by Johann Georg Keil (1781 - 1857)

Es ist doch gar ein süßes Ding
Language: German (Deutsch) 
[Es]1 ist doch gar ein süßes Ding,
Das Küssen!
'S ist längst bekannt im ganzen Land,
[Weiß aber nicht]2, wer es erfand
Das Küssen. 

Ich glaub', man lernt' 's den Täubchen ab,
Den Täubchen!
Die küssen sich von früh bis spat,
Und werden's doch mein Tag nicht satt,
Die Täubchen.

Doch kenn' ich etwas [Süß'res]3 noch,
Das Lieben! 
Es kam von selbst mir in den Sinn,
Und bald war ich ein Meister drin,
Im Lieben. 

Im Grabe läg' ich lange schon,
Im Grabe!
Schlöß' sich mein Herz der Liebe zu.
Ich glaub', ich fänd' im Grab' nicht Ruh',
Im Grabe.

O du, mein Liebstes auf der Welt,
Mein Mädchen!
Reich' mir zum Kuß den süßen Mund,
Laß' schließen uns der Liebe Bund,
Mein Mädchen! 

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Confirmed with Lyra und Harfe: Liederproben von Georg Keil, Leipzig: Friedrich Fleischer, 1834. Appears in Lieder, page 34.

1 Stegmayer: "Das"; further changes may exist not shown above.
2 Reissiger: "Doch weiss ich's nicht"
3 Ressiger: "süsser's"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2019-07-29
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