Das Grab ist tief und stille
Language: German (Deutsch) 
Das Grab ist tief und stille,
Und schauderhaft sein Rand.
Es deckt mit schwarzer Hülle
Ein unbekanntes Land.

Das Lied der Nachtigallen
Tönt nicht in seinen Schooß.
Des Frühlings Blüthen fallen
Nur auf des Hügels Moos.

Verlaßne Liebe ringet
Umsonst die Hände wund;
Ihr lautes Rufen dringet
Nicht in der Tiefe Grund.

Doch sonst an keinem Orte
Wohnt die ersehnte Ruh:
Und nur durch seine Pforte
Geht man der Heimath zu.

Das arme Herz hienieden,
Von manchem Sturm bewegt,
Find't nirgends wahren Frieden,
Als wo es nicht mehr schlägt.

About the headline (FAQ)

Confirmed with Poetische Blumenlese, aufs Jahr 1788. Göttingen, bey Johann Christian Dieterich, pages 118-119.

This is the initial version of the poem. For the later version see below.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Johann Anton André (1775 - 1842), "Das Grab ist tief und stille", op. 51b (Vier ausgewählte Duette für Sopran und Alt mit Pianoforte) no. 4, published 1880 [ vocal duet for soprano and alto with piano ], Offenbach, André [sung text not yet checked]

Set in a modified version by Gustav Flügel, J. G. Hübner, Carl Theodor Moritz, Friedrich Johann Albrecht Muck, Johann Friedrich Reichardt, Vincenzo Righini, Franz Xaver Schnyder von Wartensee, Othmar Schoeck, Franz Peter Schubert, Johann Xaver Sterkel, Sophia Maria Westenholz, née Fritscher, Johann Rudolf Zumsteeg.


Researcher for this text: Peter Rastl [Guest Editor]

This text was added to the website: 2017-09-26
Line count: 20
Word count: 89