by Heinrich Stieglitz (1801 - 1849)

Dort am nackten Hügelrücken
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
   Dort am nackten Hügelrücken
Liegt ein Pilger matt im Sande,
Ausgezehrt vom heißen Brande
Fühlt er gläubiges Entzücken.
 
   "Allahs Gnade ist mein Schatten,"
Spricht der Pilger, still ergeben;
"Seinem Dienst weiht' ich mein Leben,
Er auch kühlt den Todesmatten.
 
   Einmal Mekka noch zu sehen,
War mein Wunsch, bevor ich sterbe,
Dann wollt' ich als Mahoms Erbe
Ein in seine Pforten gehen.
 
   Doch die müden Kräfte sinken,
Ruhe sucht' ich, kann nicht weiter,
Ferne dort ziehn die Begleiter,
Mekka's heil'ge Luft zu trinken. -- --
 
   Ist die Seele schon geschieden
Von dem müden Erdenstaube? --
Allah, deine Schattenlaube
Sendet Kühlung mir und Frieden."

J. Loewe sets stanzas 3-5

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Confirmed with Bilder des Orients von Heinrich Stieglitz, Erster Band, I. Arabien, Leipzig, bei Carl Cnobloch, 1831, pages 94-95.


Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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