by Gottfried August Bürger (1747 - 1794)
Translation by Benjamin Beresford (1750 - 1819)

Lenore fuhr ums Morgenrot
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): FRE
Lenore fuhr ums Morgenrot
Empor aus schweren Träumen:
"Bist untreu, Wilhelm, oder tot?
Wie lange willst du säumen?" -
Er war mit König Friedrichs Macht
Gezogen in die Prager Schlacht
Und hatte nicht geschrieben,
Ob er gesund geblieben.

Der König und die Kaiserin,
Des langen Haders müde,
Erweichten ihren harten Sinn
Und machten endlich Friede;
Und jedes Heer, mit Sing und Sang,
Mit Paukenschlag und Kling und Klang,
Geschmückt mit grünen Reisern,
Zog heim zu seinen Häusern.

Und überall, allüberall,
Auf Wegen und auf Stegen,
Zog alt und jung dem Jubelschall
Der Kommenden entgegen.
"Gottlob!" rief Kind und Gattin laut,
"Willkommen!" manche frohe Braut;
Ach! aber für Lenoren
War Gruß und Kuß verloren.

Sie frug den Zug wohl auf und ab
Und frug nach allen Namen;
Doch die erwünschte Kundschaft gab
Nicht einer, so da kamen.
Als nun das Heer vorüber war,
Zerraufte sie ihr Rabenhaar
Und taumelte zur Erde
Mit wilder Angstgebärde.

Die Mutter lief wohl hin zu ihr:
"Ach! daß sich Gott erbarme!
Du trautes Kind! was ist mir dir?"
Und schloß sie in die Arme.
"O Mutter, Mutter! Hin ist hin!
Nun fahre Welt und alles hin!
Gott heget kein Erbarmen;
O weh, o weh mir Armen!" -

"Hilf Gott! Hilf! Sieh' uns gnädig an!
Kind, bet' ein Unser Vater!
Was Gott thut, das ist wohlgetan,
Gott, deines Heils Berater!" -
"O Mutter, Mutter! Eitler Wahn!
Gott hat an mir nicht wohlgetan!
Was half, was half mein Beten?
Nun ist's nicht mehr von nöten!" -

"Hilf, Gott! hilf! Wer den Vater kennt,
Der weiß, er hilft den Kindern.
Das hochgelobte Sakrament
Wird deinen Jammer lindern." -
"O Mutter, Mutter, was mich brennt,
Das lindert mir kein Sakrament!
Kein Sakrament mag Leben
Den Toten wiedergeben!" -

"Hör' Kind! Wie, wenn der falsche Mann
Im fernen Ungerlande
Sich seines Glaubens abgethan
Zum neuen Ehebande?
Laß fahren, Kind, sein Herz dahin!
Sein Herz hat's nimmermehr Gewinn!
Wann Seel und Leib sich trennen,
Wird ihn sein Meineid brennen!" -

"O Mutter, Mutter! hin ist hin!
Verloren ist verloren!
Der Tod, der Tod ist mein Gewinn!
O wär ich nie geboren!
Lisch aus, mein Licht! auf ewig aus!
Stirb hin! stirb hin! in Nacht und Graus!
Kein Öl mag Glanz und Leben,
Mag's nimmer wiedergeben!" -

"Hilf Gott! hilf! Geh' nicht ins Gericht
Mit deinem armen Kinde!
Sie weiß nicht, was die Zunge spricht;
Behalt' ihr nicht die Sünde!
Ach Kind, vergiß dein irdisch Leid
Und denk' an Gott und Seligkeit,
So wird doch deiner Seelen
Der Bräutigam nicht fehlen!" -

"O Mutter! Was ist Seligkeit?
O Mutter, was ist Hölle?
Bei Wilhelm nur wohnt Seligkeit;
Wo Wilhelm fehlt, brennt Hölle!
Lisch aus, mein Licht! auf ewig aus!
Stirb hin! stirb hin! in Nacht und Graus!
Ohn' ihn mag ich auf Erden,
Mag dort nicht selig werden!" - -

So wütete Verzweifelung
Ihr in Gehirn und Adern.
Sie fuhr mit Gottes Fürsehung
Vermessen fort zu hadern,
Zerschlug den Busen und zerrang
Die Hand bis Sonnenuntergang,
Bis auf am Himmelsbogen
Die goldnen Sterne zogen.

Und außen, horch! ging's trap trap trap,
Als wie von Rosses Hufen,
Und klirrend stieg ein Reiter ab
An des Geländers Stufen.
Und horch! und horch! den Pfortenring
Ging lose, leise, klinglingling!
Dann kamen durch die Pforte
Vernehmlich diese Worte:

"Holla! Holla! Thu' auf, mein Kind!
Schläfst, Liebchen, oder wachst du?
Wie bist noch gegen mich gesinnt?
Und weinest oder lachst du?" -
"Ach, Wilhelm! du? - So spät bei Nacht?
Geweinet hab' ich und gewacht;
Ach! großes Leid erlitten!
Wo kömmst du geritten?" -

"Wir satteln nur um Mitternacht.
Weit ritt ich her von Böhmen:
Ich habe spät mich aufgemacht
Und will dich mit mir nehmen!" -
"Ach, Wilhelm! erst herein geschwind!
Den Hagedorn durchsaust der Wind!
Herein, in meinen Armen,
Herzliebster, zu erwarmen!" -

"Laß sausen durch den Hagedorn,
Laß sausen, Kind, laß sausen!
Der Rappe scharrt! es klirrt der Sporn;
Ich darf allhier nicht hausen!
Komm, schürze, spring' und schwinge dich
Auf meinen Rappen hinter mich!
Muß heut' noch hundert Meilen
Mit dir ins Brautbett eilen." -

"Ach! wolltest hundert Meilen noch
Mich heut' ins Brautbett tragen?
Und horch! Es brummt die Glocke noch,
Die elf schon angeschlagen." -
"Komm', komm'! der volle Mond scheint hell;
Wir und die Toten reiten schnell,
Ich bringe dich, zur Wette,
Noch heut' ins Hochzeitbette." -

"Sag' an! wo? wie dein Kämmerlein?
Wo? wie das Hochzeitbettchen?"-
"Weit, weit von hier! Still, kühl und klein! -
Sechs Bretter und zwei Brettchen!" -
"Hat's Raum für mich?" - "Für dich und mich!
Komm', schürze, spring' und schwinge dich!
Die Hochzeitsgäste hoffen;
Die Kammer steht uns offen." -

Und Liebchen schürzte, sprang und schwang
Sich auf das Roß behende;
Wohl um den trauten Reiter schlang
Sie ihre Lilienhände,
Haho! Haho! ha hopp hopp hopp!
Fort ging's im sausenden Galopp,
Der volle Mond schien helle;
Wie ritten die Toten so schnelle!

Zur rechten und zur linken Hand
Vorbei vor ihren Blicken
Wie flogen Anger, Heid' und Land!
Wie donnerten die Brücken!
"Graut Liebchen auch? - Der Mond scheint hell!
Hurra! Die Toten reiten schnell!
Graut Liebchen auch vor Toten?" -
"Ach nein! doch laß die Toten!"

Was klang dort für Gesang und Klang?
Was flatterten die Raben?
Horch, Glockenklang! Horch, Totensang!
"Laßt uns den Leib begraben!"
Und näher zog ein Leichenzug,
Der Sarg und Totenbahre trug.
Das Lied war zu vergleichen
Dem Unkenruf in Teichen.

"Nach Mitternacht begrabt den Leib
Mit Klang und Sang und Klage!
Erst führ' ich heim mein junges Weib;
Mit, mit zum Brautgelage!
Komm', Küster, hier! Komm mit dem Chor
Und gurgle mir das Brautlied vor!
Komm', Pfaff', und sprich den Segen,
Eh' wir zu Bett uns legen!"-

Still Klang und Sang - Die Bahre schwand. -
Gehorsam seinem Rufen
Kam's, hurre! hurre! nachgerannt
Hart hinters Rappen Hufen,
Haho! haho! ha! hopp, hopp, hopp!
Fort ging's im sausenden Galopp;
Der volle Mond schien helle;
Wie ritten die Toten so schnelle! -

Wie flogen rechts, wie flogen links
Die Hügel, Bäum' und Hecken!
Wie flogen links und rechts und links
Die Dörfer, Städt' und Flecken!
"Graut Liebchen auch? Der Mond scheint hell!
Hurra! Die Toten reiten schnell!
Graut Liebchen auch vor Toten?" -
"Ach! Laß sie ruhn, die Toten!" -

Sieh' da! Juchhei! Am Hochgericht
Tanzt um des Rades Spindel,
Halb sichtbarlich, bei Mondenlicht,
Ein luftiges Gesindel.
"Sa! sa! Gesindel, hier! komm' hier!
Gesindel, komm und folge mir!
Tanz' uns den Hochzeitreigen,
Wann wir das Bett besteigen!" -

Und das Gesindel, husch, husch, husch!
Kam hinten nach geprasselt,
Wie Wirbelwind am Haselbusch
Durch dürre Blätter rasselt.
Haho! haho! ha! hopp, hopp, hopp!
Fort ging's im sausenden Galopp;
Der volle Mond schien helle;
Wie ritten die Toten so schnelle! -

Wie flog, was rund der Mond beschien,
Wie flog es in die Ferne!
Wie flogen oben überhin
Der Himmel und die Sterne!
"Graut Liebchen auch? Der Mond scheint hell!
"Hurra! die Toten reiten schnell!
Graut Liebchen auch vor Toten?" -
"O weh! Laß ruhn die Toten!" - - -

"Rapp'! Rapp'! Mich dünkt, der Hahn schon ruft, -
Bald wird der Sand verrinnen. -
Rapp'! Rapp'! Ich wittre Morgenluft,
Rapp'! Tummle dich von hinnen! -
Vollbracht! Vollbracht ist unser Lauf!
Das Hochzeitsbette thut sich auf;
Wir sind, wir sind zur Stelle;
Ha! reiten die Toten nicht schnelle?" -

Rasch auf ein eisern Gitterthor
Ging's mit verhängtem Zügel;
Mit schwanker Gert' ein Schlag davor
Zersprengte Schloß und Riegel.
Die Flügel flogen klirrend auf,
Und über Gräber ging der Lauf;
Es blinkten Leichensteine
Ringsum im Mondenscheine.

Ha sieh'! ha sieh'! Im Augenblick,
Hu! hu! ein gräßlich Wunder!
Des Reiters Koller, Stück für Stück,
Fiel ab wie mürber Zunder,
Zum Schädel ohne Zopf und Schopf,
Zum nackten Schädel ward sein Kopf;
Sein Körper zum Gerippe
Mit Stundenglas und Hippe.

Hoch bäumte sich, wild schnob der Rapp'
Und sprühte Feuerfunken;
Und hui! war's unter ihr hinab
Verschwunden und versunken!
Geheul! Geheul aus hoher Luft,
Gewinsel kam aus tiefer Gruft;
Lenorens Herz, mit Beben,
Rang zwischen Tod und Leben.

Nun tanzten wohl bei Mondenglanz
Rundum herum im Kreise
Die Geister einen Kettentanz
Und heulten diese Weise:
"Geduld! Geduld! Wenn's Herz auch bricht!
Mit Gottes Allmacht hadre nicht!
Des Leibes bist du ledig;
Gott sei der Seele gnädig!"

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Authorship

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Lénore", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRI Frisian (Jan Cornelis Pieters Salverda) , "Lenore", in Hiljuwns Uwren, first published 1834


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2004-01-15 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:02:03
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Leonora
Language: English  after the German (Deutsch) 
From sickly dream sad Leonor' 
Upstarts at morning's ray:
"Art faithless, William? - or no more?
How long wilt bide away?"
He march'd in Fred'rick's war-like train,
And fought on Prague's ensanguin'd plain;
Yet no kind tidings tell,
If William speeds him well.

The king and fair Hungaria's queen
At length bid discord cease;
Each other eye with milder mien,
And hail the grateful peace.
And now the troops, a joyous throng,
With drum and uproar, shout and song,
All deck'd in garlands fair,
To welcome home repair.

On ev'ry road, on ev'ry way,
As now the crowd appears,
See young and old their path belay,
And greet with friendly tears.
"Praise God!" each child and matron cry'd,
And "Welcome", many a happy bride:
But ah! for Leonor'
No kiss remains in store!

From rank to rank, now see her rove,
O'er all the swarming field;
And ask for tidings of her love;
But none could tidings yield.
And when the bootless task was o'er,
Her beauteous ravenlocks she tore;
And low on earth she lay,
And rav'd in wild dismay.

With eager speed the mother flies:
"God shield us all from harms!
What ails my darling child?" she cries,
And snatch'd her to her arms.
"Ah! mother, see a wretch undone!
What hope for me beneath the sun!
Sure heav'n no pity knows!
Ah! me, what cureless woes!"

"Celestial pow'rs, look gracious on!
Haste, daughter, haste to pray'r.
What heav'n ordains is wisely done,
And kind its parents care."
"Ah, mother, mother, idle tales!
Sure heav'n to me no kindness deals.
O, unavailing vows!
What more have I to lose?"

"O, trust in God! - Who feels aright,
Must own his fost'ring care;
And holy sacramental rite,
Shall calm thy wild despair."
"Alas! the pangs my soul invade,
What pow'r of holy rite can aid?
What sacrament retrieve
The dead, and bid them live?"

"Perchance, dear child, he loves no more;
And, wand'ring far and wide,
Has chang'd his faith on foreign shore,
And weds a foreign bride.
And let him rove and prose untrue!
Erelong his gainless crimes he'll rue.
When soul and body part,
What pangs shall wring his heart!"

"Ah, mother, mother, gone is gone!
The past shall ne'er return!
Sure death were now a welcome boon:
O had I ne'er been born!
No more I'll bear the hateful light;
Sink, sink, my soul, in endless night!
Sure heav'n no pity knows.
Ah! me, what endless woes!"

"Help, heav'n, nor look with eye severe,
On this deluded maid;
My erring child in pity spare,
She knows not what she said.
Ah! child, all earthly cares resign,
And think of God and joys divine.
A spouse celestial, see: --
In heav'n he waits for thee."

"Oh, mother, what are joys divine?
What hell, dear mother, say?
'Twere heav'n, were dearest William mine;
'Tis hell, now he's away.
No more I'll bear the hateful light:
Sink, sink, my soul, in endless night!
All bliss with William flies;
Nor earth, nor heav'n I prize!"

Thus rav'd the maid, and mad despair
Shook all her tender frame;
She wail'd at providential care,
And tax'd the heav'ns with blame.
She wrung her hands and beat her breast,
Till parting daylight streak'd the west;
Till brightest starlight shone
Around night's darksome throne.

Now hark! a courser's clatt'ring tread,
Alarms the lone retreat;
And straight a horseman slacks his speed,
And lights before the gate.
Soft rings the bell; the startled maid,
Now lists, and lifts her languid head;
When lo, distinct and clear,
These accents reach her ear: 

"What, ho! what, ho! ope wide the door!
Speak, love; -- dost wake or sleep?
Think'st on me still? -- or think'st no more?
Dost laugh, dear maid, or weep?"
"Ah! William's voice! so late art thou here?
I've wept and watch'd with sleepless care,
And wail'd in bitter woe!
Whence com'st thou mounted so?"

"We start at midnight's solemn gloom;
I come, sweet maid, from far.
In haste and late I left my home;
And now I'll take thee there!"
"O, bide one moment first my love,
Chill blows the wind athwart the grove;
And here, secure from harm,
These arms my love shall warm."

"Let blow the wind and chill the grove;
Nor wind, nor cold I fear.
Wild stamps my steed; come, haste, my love: -
I dare not linger here.
Haste, tuck thy coats, make no delay;
Mount quick behind, for e'en to-day,
Must ten-score leagues be sped
To reach our bridal bed!"

"What, ten-score leagues! canst speed so far,
Ere morn the day restore?
Hark! hark! the village clock I hear: -
How late it tells the hour!"
"See there, the moon is bright and high,
Swift ride the dead! - we'll bound, we'll fly,
I'll wager, love, we'll come,
Ere morn, to bridal home."

"Say, where is deck'd the bridal hall?
How laid the bridal bed?"
"Far, far from hence, still, cool and small;
six planks my wants bestead."
"Hast room for me?" - "For me and thee!
Come, mount behind, and haste and see
E'en now the bride-mates wait,
And open stands the gate."

With graceful ease the maiden sprung
Upon the coal-black steed,
And round the youth her arms she flung,
And held with fearful heed.
And now they start and speed amain,
Tear up the ground and fire the plain;
And o'er the boundless waste,
Urge on with breathless haste.

Now on the right, now on the left,
As o'er the waste they bound,
How flies the heath! the lake! the clift!
How shakes the hollow ground!
"Art frighted, love? The moon rides high.
What, ho! the dead can nimbly fly!
Dost fear the dead, dear maid?"
"Ah! no, - why heed the dead!"

Now knell and dirges strike the ear;
Now flaps the raven's wing;
And now a sable train appear;
Hark! "Dust to dust," they sing.
In solemn march, the sable train
With bier and coffin cross the plain.
Harsh float their accents round;
Like night's sad bird the sound.

"At midnight's hour, the corpse be laid
In soft and silent rest!
Now home I take my plighted maid,
To grace the wedding feast!
And, sexton, come with all thy train,
And tune for me the bridal strain.
Come, priest, they pray'r bestow,
Ere we to bride-bed go!"

The dirges cease - the coffin flies,
And mocks the cheated view;
Now rattling dins around him rise,
And hard behind pursue.
And on he darts with quicken'd speed:
How pants the man! - How pants the steed!
O'er hill, o'er dale they bound;
How sparks the flinty ground!

On right, on left, how swift the flight
Of mountains, woods, and downs!
How fly on left, how fly on right,
The hamlets, spires and towns!
"Art frighted love? The moon rides high.
What ho! the dead can nimbly fly!
Dost fear the dead, dear maid?"
"Ah! leave, ah! leave the dead!"

Lo, where the shadowy mob, by moon's pale light,
Disports with lightsome heel.
"Ho! hither, rabble, hither come,
and haste with me to bridal home.
There dance in grisly row,
When we to bride-bed go.
There dance in grisly row,
When we to bride-bed go.

He spoke, and o'er the cheerless waste,
The rustling rabble move;
So sounds the whirlwind's driving blast,
Athwart the wither'd grove.
And on he drives with fiercer speed;
How pants the man! how pants the steed!
O'er hill and dale they bound;
How sparks the flinty ground!

And all the landscape, far and wide,
That 'neath the moon appears;
How swift it flew, as on they glide!
How flew the heav'ns, the stars!
"Art frighted love? The moon rides high.
What ho! the dead can nimbly fly!
Dost fear the dead, dear maid?"
"Oh heav'ns! - Ah! leave the dead!"

"The early cock, methinks I hear:
My fated hour is come!
Methinks I scent the morning air:
Come, steed, come haste thee home!
Now ends our toil, now cease our cares: -
And, see, the bridal house appears.
How nimbly glide the dead!
See, here, our course is sped!"

Two folding grates the road belay,
And check his eager speed;
He knocks, the pond'rous bars give way,
The loosen'd bolts recede.
The grates unfold with jarring sound;
See, new-made graves bestrew the ground,
And tomb-stones faintly gleam,
By moonlight's pallid beam.

And now, O frightful prodigy!
(As swift as lightning's glare)
The rider's vestments piecemeal fly,
And melt to empty air!
His poll a ghastly death's head shews.
A skeleton his body grows;
His hideous length unfolds,
And scythe and glass he holds!

High rear'd the steed, and sparks of fire
From forth his nostrils flew;
He paw'd the ground in frantic ire,
And vanish'd from the view.
Sad howling fill the regions round;
With groans the hollow caves resound;
And death's cold damps invade 
The shudd'ring hapless maid!

And lo, by moonlight's glimm'ring ray,
In circling measures hie
The nimble sprites, and as they stray,
In hollow accents cry:
"Though breaks the heart, be mortals still;
Nor rail at heav'n's resistless will.
And thou, in dying pray'r,
Call heav'n thy soul to spare!"

Authorship

Based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2007-08-16 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:02:26
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