Translation by Martin Luther (1483 - 1546)

Cantabo dilecto meo canticum patruelis...
Language: Latin 
1  Cantabo dilecto meo canticum patruelis mei vineæ suæ.
   Vinea facta est dilecto meo
   in cornu filio olei.

2  Et sepivit eam, et lapides elegit ex illa,
   et plantavit eam electam; et ædificavit turrim in medio ejus,
   et torcular exstruxit in ea; et exspectavit ut faceret uvas,
   et fecit labruscas.

3  Nunc ergo, habitatores Jerusalem
   et viri Juda, judicate inter me et vineam meam.

4  Quid est quod debui ultra facere vineæ meæ,
   et non feci ei? an quod exspectavi ut faceret uvas,
   et fecit labruscas?

5  Et nunc ostendam vobis quid ego faciam vineæ meæ:
   auferam sepem ejus, et erit in direptionem;
   diruam maceriam ejus, et erit in conculcationem.

6  Et ponam eam desertam; non putabitur et non fodietur:
   et ascendent vepres et spinæ,
   et nubibus mandabo
   ne pluant super eam imbrem.

7  Vinea enim Domini exercituum domus Israël est;
   et vir Juda germen ejus delectabile:
   et exspectavi ut faceret judicium,
   et ecce iniquitas; et justitiam, et ecce clamor.

8  Væ qui conjungitis domum ad domum,
   et agrum agro copulatis usque ad terminum loci!
   Numquid habitabitis vos soli
   in medio terræ?

9  In auribus meis sunt hæc, dicit Dominus exercituum;
   nisi domus multæ desertæ fuerint,
   grandes et pulchræ, absque habitatore.

10 Decem enim jugera vinearum facient lagunculam unam,
   et triginta modii sementis facient modios tres.

11 Væ qui consurgitis mane
   ad ebrietatem sectandam, et potandum usque ad vesperam,
   ut vino æstuetis!

12 Cithara, et lyra, et tympanum, et tibia, et vinum 
   in conviviis vestris; et opus Domini non respicitis,
   nec opera manuum ejus consideratis.

13 Propterea captivus ductus est populus meus,
   quia non habuit scientiam, et nobiles ejus interierunt fame,
   et multitudo ejus siti exaruit.

14 Propterea dilatavit infernus animam suam,
   et aperuit os suum absque ullo termino; 
   et descendent fortes ejus, 
   et populus ejus, et sublimes gloriosique ejus, ad eum.

15 Et incurvabitur homo, et humiliabitur vir,
   et oculi sublimium deprimentur.

16 Et exaltabitur Dominus exercituum in judicio;
   et Deus sanctus sanctificabitur in justitia.

17 Et pascentur agni juxta ordinem suum,
   et deserta in ubertatem versa advenæ comedent.

18 Væ qui trahitis iniquitatem
   in funiculis vanitatis, et quasi vinculum plaustri peccatum!

19 qui dicitis: Festinet, et cito veniat opus ejus,
   ut videamus; et appropiet, 
   et veniat consilium sancti Israël,
   et sciemus illud!

20 Væ qui dicitis malum bonum, et bonum malum;
   ponentes tenebras lucem, et lucem tenebras;
   ponentes amarum in dulce, et dulce in amarum!

21 Væ qui sapientes estis in oculis vestris,
   et coram vobismetipsis prudentes.

22 Væ qui potentes estis ad bibendum vinum,
   et viri fortes ad miscendam ebrietatem!

23 qui justificatis impium pro muneribus,
   et justitiam justi aufertis ab eo!

24 Propter hoc, sicut devorat stipulam lingua ignis,
   et calor flammæ exurit, sic radix eorum quasi favilla erit,
   et germen eorum ut pulvis ascendet;
   abjecerunt enim legem Domini exercituum,
   et eloquium sancti Israël blasphemaverunt.

25 Ideo iratus est furor Domini in populum suum, et extendit manum suam 
   super eum, et percussit eum: et conturbati sunt montes, 
   et facta sunt morticina eorum quasi stercus in medio platearum. 
   In his omnibus non est adversus furor ejus,
   sed adhuc manus ejus extenta.

26 Et elevabit signum in nationibus procul,
   et sibilabit ad eum de finibus terræ:
   et ecce festinus velociter veniet.

27 Non est deficiens neque laborans in eo;
   non dormitabit, neque dormiet;
   neque solvetur cingulum renum ejus,
   nec rumpetur corrigia calceamenti ejus.

28 Sagittæ ejus acutæ, et omnes arcus ejus extenti.
   Ungulæ equorum ejus ut silex,
   et rotæ ejus quasi impetus tempestatis.

29 Rugitus ejus ut leonis; rugiet ut catuli leonum:
   et frendet, et tenebit prædam,
   et amplexabitur, et non erit qui eruat.

30 Et sonabit super eum in die illa sicut sonitus maris:
   aspiciemus in terram, et ecce tenebræ tribulationis,
   et lux obtenebrata est in caligine ejus.

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This text was added to the website: 2008-02-07
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Weh denen, die Böses gut
Language: German (Deutsch)  after the Latin 
1 Wohlan, ich will meinem Lieben singen,
ein Lied meines Geliebten von seinem Weinberge:
Mein Lieber hat einen Weinberg an einem fetten Ort.

2 Und er hat ihn verzäunt und mit Steinhaufen verwahrt
und edle Reben darin gesenkt. Er baute auch einen Turm darin
und grub eine Kelter darein und wartete, 
daß er Trauben brächte; aber er brachte Herlinge.

3 Nun richtet, ihr Bürger zu Jerusalem
und ihr Männer Juda's, zwischen mir und meinem Weinberge.

4 Was sollte man doch noch mehr tun an meinem Weinberge,
das ich nicht getan habe an ihm? Warum hat er denn Herlinge gebracht, 
da ich erwartete, daß er Trauben brächte?

5 Wohlan, ich will euch zeigen, was ich meinem Weinberge tun will. 
Seine Wand soll weggenommen werden, daß er verwüstet werde; 
sein Zaun soll zerrissen werden, daß er zertreten werde.

6 Ich will ihn wüst liegen lassen, 
daß er nicht beschnitten noch gehackt werde, 
sondern Disteln und Dornen darauf wachsen, 
und will den Wolken gebieten, daß sie nicht darauf regnen.

7 Des HERRN Zebaoth Weinberg aber ist das Haus Israel, 
und die Männer Juda's seine Pflanzung, daran er Lust hatte. 
Er wartete auf Recht, siehe, so ist's Schinderei, 
auf Gerechtigkeit, siehe, so ist's Klage.

8 Weh denen, die ein Haus an das andere ziehen 
und einen Acker zum andern bringen, 
bis daß kein Raum mehr da sei, 
daß sie allein das Land besitzen!

9 Es ist in meinen Ohren das Wort des HERRN Zebaoth: 
Was gilt's, wo nicht die vielen Häuser sollen wüst werden 
und die großen und feinen öde stehen?

10 Denn zehn Acker Weinberg soll nur einen Eimer geben 
und ein Malter Samen soll nur einen Scheffel geben.

11 Weh denen, die des Morgens früh auf sind, 
des Saufens sich zu fleißigen, und sitzen bis in die Nacht, 
daß sie der Wein erhitzt,

12 und haben Harfen, Psalter, Pauken, Pfeifen und Wein 
in ihrem Wohlleben und sehen nicht auf das Werk des HERRN 
und schauen nicht auf das Geschäft seiner Hände!

13 Darum wird mein Volk müssen weggeführt werden unversehens, 
und werden seine Herrlichen Hunger leiden 
und sein Pöbel Durst leiden.

14 Daher hat die Hölle den Schlund weit aufgesperrt 
und den Rachen aufgetan ohne Maß, daß hinunterfahren beide, 
ihre Herrlichen und der Pöbel, ihre Reichen und Fröhlichen;

15 daß jedermann sich bücken müsse 
und jedermann gedemütigt werde 
und die Augen der Hoffärtigen gedemütigt werden,

16 aber der HERR Zebaoth erhöht werde im Recht und Gott, 
der Heilige, geheiligt werde in Gerechtigkeit.

17 Da werden die Lämmer sich weiden an jener Statt, 
und Fremdlinge werden sich nähren in den Wüstungen der Fetten.

18 Weh denen, die am Unrecht ziehen mit Stricken der Lüge 
und an der Sünde mit Wagenseilen

19 und sprechen: Laß eilend und bald kommen sein Werk, 
daß wir's sehen; laß herfahren 
und kommen den Anschlag des Heiligen in Israel, 
daß wir's innewerden.

20 Weh denen, die Böses gut und Gutes böse heißen, 
die aus Finsternis Licht und aus Licht Finsternis machen, 
die aus sauer süß und aus süß sauer machen!

21 Weh denen, die bei sich selbst weise sind 
und halten sich selbst für klug!

22 Weh denen, die Helden sind, Wein zu saufen, 
und Krieger in Völlerei;

23 die den Gottlosen gerechtsprechen um Geschenke willen 
und das Recht der Gerechten von ihnen wenden!

24 Darum, wie des Feuers Flamme Stroh verzehrt 
und die Lohe Stoppeln hinnimmt, also wird ihre Wurzel verfaulen 
und ihre Blüte auffliegen wie Staub. 
Denn sie verachten das Gesetz des HERRN Zebaoth 
und lästern die Rede des Heiligen in Israel.

25 Darum ist der Zorn des HERRN ergrimmt über sein Volk, 
und er reckt seine Hand über sie und schlägt sie, 
daß die Berge beben und ihre Leichname wie Kot auf den Gassen sind. 
Und in dem allen läßt sein Zorn nicht ab, 
sondern seine Hand ist noch ausgereckt.

26 Denn er wird ein Panier aufwerfen fern unter den Heiden 
und dieselben locken vom Ende der Erde. Und siehe, 
eilend und schnell kommen sie daher,

27 und ist keiner unter ihnen müde 
oder schwach, keiner schlummert noch schläft; 
keinem geht der Gürtel auf von seinen Lenden, 
und keinem zerreißt ein Schuhriemen.

28 Ihre Pfeile sind scharf und alle ihre Bogen gespannt. 
Ihrer Rosse Hufe sind wie Felsen geachtet 
und ihre Wagenräder wie ein Sturmwind.

29 Ihr Brüllen ist wie das der Löwen, 
und sie brüllen wie junge Löwen; sie werden daherbrausen 
und den Raub erhaschen und davonbringen, daß niemand retten wird,

30 und werden über sie brausen zu der Zeit wie das Meer. 
Wenn man dann das Land ansehen wird, siehe, so ist's finster vor Angst, 
und das Licht scheint nicht mehr oben über ihnen.

H. Fleischer sets lines 20-24

Authorship

Based on

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Hans Fleischer (1896 - 1981), "Weh denen, die Böses gut", op. 111 (4 Gesänge nach Worten der Heiligen Schrift für Baßbariton und Klavier) no. 3 (1939), lines 20-24. [bass-baritone and piano] [
     text not verified 
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

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