by Christian Schreiber (1781 - 1857)

Worte der Sehnsucht
Language: German (Deutsch) 
So [ferne]1 dir, du Holde,
Durchglüht mich stiller Schmerz;
Hält sehnliches Verlangen 
Den Busen mir gefangen, 
In Wehmuth stirbt das Herz.  

Doch fern auch noch umschwebet 
Mich stets dein freundlich Bild; 
Möcht' ich dir einsam klagen, 
Möcht' ich den Schmerz dir sagen, 
Der meine Brust erfüllt!   
 
Hin ist das süße Leben, 
Der holde Traum verglüht; 
Der Freude Silberwelle 
Zerrann mit Windesschnelle, 
Und  --  keine Hoffnung blüht!  

Nur in des Liedes Tönen 
Verstummt der wilde Schmerz; 
Da schmilzt das starre Sehnen, 
Da hebt ein süßes Wähnen
Mir auf das stumme Herz. 

Da schwebt ein mildes Hoffen 
Mir leis' um meine Brust, 
Und in Erinnerungen 
Der Tage, die verklungen, 
Versink' ich unbewußt!  

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Confirmed with Gedichte von Christian Schreiber, erster Band, Berlin: Heinrich Frölich, 1805, pages 285 - 286.

1 Methfessel: "fern von"; further changes may exist not shown above.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2019-03-31
Line count: 25
Word count: 109