by Rudolph Baumbach (1840 - 1905)

Scheiden
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Fahr wohl mein Lieb, der Morgen graut, 
Fahr wohl, wir müssen uns trennen.
Das Scheiden ist ein bittres Kraut,
Von heissen Thränen ist's bethaut,
Und seine Blätter brennen.

Es spriessen Blumen ohne Zahl,
Wo Minne und Jugend werben.
Wo zwei in stummer Herzensqual
Beisammen stehen zum letztenmal,
Die Gräser und Blumen sterben.

Schau mich noch einmal lächelnd an,
Das will ich zum [letzten bitten]1.
Du hast mir viel zulieb gethan,
Und treulich wollt' ich zu dir [stahn]2;
Die Welt hat's nicht gelitten.

Dort drüben am Bach [eine]3 Weide steht,
Die Äste neigen sich nieder.
Ein Blatt sich wirbelnd zur Erde dreht, 
Wer weiss, wohin es der Wind verweht,
Zurück kehrt's nimmer wieder.

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Confirmed with Von der Landstrasse. Lieder von Rudolf Baumbach, Leipzig, Verlag von A. G. Liebeskind, 1882, pages 83-84.

1 Flügge: "letzten Mal bitten"
1 Flügge: "stehn" (likely a typo in the score)
1 Flügge: "die"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Parting", copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Johann Winkler

This text was added to the website: 2016-08-04
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