Durch die Lüfte, schmerzbeklommen
Language: German (Deutsch) 
Durch die Lüfte, schmerzbeklommen,
Kommt der bleiche Mond geschwommen:
Weil er keine Ruhe findet,
Wandelt stets der Liebentfachte
Sachte, sachte,
Und verschwebet und verschwindet,
Als er just zu ruhn gedachte.

Über goldner Erdenaue
Schwebt der Frühlingswind, der laue,
Und er fächelt mit Gekose
Primel erst und Pulsatille
Stille, stille,
Aber eh sich zeigt die Rose,
Treibt ihn fort ein fremder Wille.

Auf smaragdnen, grünen Wogen
Kommt der schöne Schwan gezogen,
Und mit schmerzlichem Behagen
Furcht er Linien und Kreise
Leise, leise,
Und vergeht in seinen Klagen,
Eh' er kommt an's Ziel der Reise.

About the headline (FAQ)

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2011-06-12 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:04:25
Line count: 21
Word count: 93