by Emanuel von Geibel (1815 - 1884)

Es saust der Wind im dunkeln Wald
Language: German (Deutsch) 
Es saust der Wind im dunkeln Wald,
Daß hoch die Wipfel schwanken;
Wohl über den Wald, wohl über die Flur
Verweht er meine Gedanken.

Er trägt sie hin zum Grafenschloß,
Da klingen Flöten und Geigen,
Bei Kerzenschimmer perlt der Wein,
Im Saale braust der Reigen.

Das ist das Fest der schönsten Maid,
Das Fest der weißen Rose;
Man bringt ihr manchen Becher dar,
Manch Sprüchlein bunt und lose.

Sie steht im Tanz und hat nicht acht,
Daß sie die Weise lerne;
Sie lächelt still in sich hinein,
Als wär' ihr Sinn in der Ferne.

Ich weiß es nicht, ist an ihr Ohr
Des Lieds ein Ton gedrungen,
Das weit von ihr im dunkeln Wald
Der Jägersmann gesungen?

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Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

  • by Adolf Jensen (1837 - 1879), "Jägers Liebe", op. 29 (Acht Lieder von E. Geibel) no. 8, published 1865 [SATB quartet], Leipzig, Senff ; note: this may be the wrong text for this title [
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  • by Walter Rabl (1873 - 1940), "Jägers Liebe", op. 7 (Drei Lieder für eine Singstimme mit Begleitung des Pianoforte) no. 1, published 1899 [voice and piano], Berlin, Simrock [
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    ]
  • by Gustav Schmidt (1816 - 1882), "Es saust der Wind im dunkeln Wald", op. 50 (Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung) no. 1a, published 1881 [voice and piano], Kassel, Voigt [
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2011-07-10 00:00:00
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