Treue Liebe
Language: German (Deutsch) 
[Wie ist es]1 möglich dann, 
daß ich dich lassen kann, 
hab dich von Herzen lieb, 
das glaube mir!  
Du hast das Herze mein 
[So sehr]2 genommen ein, 
daß ich kein Andern mehr 
liebe so sehr.  

Es soll kein Andrer sein, 
der mich soll nehmen ein, 
als du, o [schönes]3 Kind, 
dir bleib ich treu. 
[Dir will ich]4 jederzeit 
[zu Diensten sein]5 bereit, 
bis daß ich kommen werd 
Unter die Erd. 

Stoß mir das Herz entzwei, 
[wann eine]6 falsche Treu, 
oder nur falsche Lieb' 
[bei mir verspürst]7! 
Obschon das Glück nicht wollt, 
daß ich dein werden sollt, 
so lieb ich dennoch dich, 
glaubs sicherlich!  

Nach meinem Tod alsdann, 
Damit man sagen kann, 
Auf meiner Todtenbahr 
die Grabschrift steh: 
Hier liegt begraben ein, 
Den ich geliebt so sein, 
Den ich geliebet hat 
Bis in das Grab.

F. Hiller sets stanzas 1-3

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Confirmed with Sämmtliche Werke, neue Ausgabe, einundzwanzigster Band, Nachlaß fünfter Band, ed. by Ludwig Erk, Berlin: Arnim'sche Verlag, 1854. Appears in Des Knaben Wunderhorn, vierter Band, nach A. V. Arnim's handschriftlichem Nachlaß, pages 207 - 208. Editor's note on source material: Fliegendes Blatt: "Drei schöne neue Lieder," no. 2, c. 1800.

See also Chézy's poem, which quotes the first stanza.

1 Hiller: "Ach, wie ist's"
2 Hiller: "also"
3 Hiller: "schönstes"
4 Hiller: "Ich will zu"
5 Hiller: "dir sein zu"
6 Hiller: "wenn du ein'"
7 Hiller: "spürest an mir"

Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):


Researcher for this text: Melanie Trumbull

This text was added to the website: 2021-11-11
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