Zwölf Lieder für 1 mittlere Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Josef Reiter (1862 - 1939)

Word count: 715

1. Frühlingstraum [sung text not yet checked]

Mir träumte einst ein schöner Traum:
Mich liebte eine blonde Maid;
Es war am grünen Waldesraum,
Es war zur warmen Frühlingszeit:

Die Knospe sprang, der Waldbach schwoll,
Fern aus dem Dorfe scholl Geläut - 
Wir waren ganzer Wonne voll,
Versunken ganz in Seligkeit.

Und schöner noch als einst [im]1 Traum
Begab es sich in Wirklichkeit --
Es war am grünen Waldesraum,
Es war zur warmen Frühlingszeit:

Der Waldbach schwoll, die Knospe sprang,
Geläut erscholl vom Dorfe her --
Ich hielt dich fest, ich hielt dich lang --
Und lasse dich nun nimmermehr!

[O, frühlingsgrüner]2 Waldesraum!
Du lebst in mir durch alle Zeit --
Dort ward die Wirklichkeit zum Traum,
Dort ward der Traum zur Wirklichkeit!

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Peter Low) , "I once had a beautiful dream", copyright © 2002, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Un rêve", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Juan Henríquez Concepción) , "Un sueño", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Friedrich Bodenstedt’s Gesammelte Schriften, Gesammt-Ausgabe in zwölf Bänden, Neunter Band, Berlin: Verlag der Königlichen Geheimen Ober-Hofbuchdruckerei (R. v. Decker), 1867, page 203

1 Grieg: "der"
2 Moeller: "O! Frühlings grüner"
Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Untreue [sung text not yet checked]

Du hast mir Treu versprochen
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Minnelied [sung text not yet checked]

Die du bist so schön und rein,
[Wunnevolles]1 Magedein,
Deinem Dienste ganz allein
Möcht' ich wohl mein Leben weihn.

Deine süßen Äugelein
Glänzen mild wie Mondesschein;
Helle Rosenlichter streun
Deine rothen Wängelein.
 
Und aus deinem Mündchen klein
Blinkt's hervor wie Perlenreihn;
Doch den schönsten Edelstein
Hegt dein stiller Busenschrein.
 
Fromme Minne mag es sein,
Was mir drang ins Herz hinein,
Als ich weiland schaute dein,
[Wunnevolles]1 Magedein!

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (John Sullivan Dwight) , "Thou that art so pure and bright"

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Confirmed with Buch der Lieder von Heinrich Heine, Achtundvierzigste Auflage, Hamburg: Hoffmann und Campe, 1882, page 267; in this edition the poem has no title.

1 Franz: "wonnevolles"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

4. Vöglein, wohin so schnell? [sung text not yet checked]

Vöglein, wohin so schnell?
"Nach Norden, nach Norden!
Dort scheint die Sonne nun so hell,
Dort ist's nun Frühling [geworden]1."
O Vöglein mit den Flügeln bunt,
Und wenn du kommst zum Lindengrund,
Zum Hause meiner Liebe,
Dann sag' ihr daß ich Tag und Nacht
von ihr geträumt an sie gedacht,
und daß ich treu geblieben.
Und die Blumen im Tal,
Grüss' tausend Mal!

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  • ENG English (Emily Ezust) , "Little bird, where are you going so quickly?", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Petit oiseau, où vas-tu si vite ?", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

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1 Heidingsfeld: "worden"

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5. Liebeslust und Leid [sung text not yet checked]

Wie flüchtig [rinnt]1 die Stunde,
Da in verschwieg'ner Glut
Sich neiget Mund zu Munde,
Und Herz am Herzen ruht!

Der Mond hört auf zu scheinen,
Kühl geht des Morgens Hauch -
Kurz Lachen, langes Weinen,
Das ist der Liebe Brauch.

Und doch, wiewohl sie Leiden
Allzeit zum Lohne gibt,
Nie mag von Liebe scheiden,
Wer einmal recht geliebt.

Er trägt die heißen Schmerzen
Viel lieber in der Brust,
Als dass er nie im Herzen
Von solchem Glück gewusst.

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1 Reiter: "eilt"; further changes may exist not noted.

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6. Mit deinen süssen Augen [sung text not yet checked]

Mit deinen süssen Augen
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

7. Im Gebirg [sung text not yet checked]

Nun rauscht im Morgenwinde sacht,
So Busch als Waldrevier!
So rauscht meine Sehnsucht Tag und Nacht,
Rauscht immerdar nach dir.

Du merkst es nicht, du bist so weit,
Kein Laut herüber spricht;
O schlimme Zeit, einsame Zeit!
Und Flügel hab' ich nicht.

Vom höchsten Berg mein Auge sieht
Umsonst nach West und Ost,
Ein Gruß zu dir, von dir ein Lied,
Das ist mein einz'ger Trost.

So sing' ich denn durch Wald und Dorn
Meine Weis' im Wanderzug:
"Deine Lieb' das ist ein süßer Born,
Deß trink' ich nie genug."

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8. Frühlingslied [sung text not yet checked]

Tief im grünen Frühlingshag
Durch die alten Rüstern
Wandelt leis am schönsten Tag
Wundersames Flüstern.

Jedes Läublein spricht: "Gott grüß'!"
Zu dem Laub daneben,
Alles atmet tief und süß
Heil'ges Friedensleben.

Und wie Blüt' und Blatt am Strauch
Still sich wiegt im Glanze,
Wiegt sich meine [Seel']1 im Hauch,
Der durchströmt das Ganze.

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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1 Bruch: "Seele"

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9. Blumen, Vögel, duftend, singend [sung text not yet checked]

Blumen, Vögel, duftend, singend,
Seid doch nicht so ausgelassen,
Ungestüm ans Herz mir dringend;
Lasst allein mich ziehn die Straßen!

Vieles ist vorübergangen,
Seit wir uns zuletzt begegnet,
Und es hat von meinen Wangen
Meines Glückes Herbst geregnet.

Winter kam hereingeschlichen
In mein Herz, die Tränen starben,
Und schneeweiß sind mir erblichen
Alle grünen Hoffnungsfarben.

Blumen, Vögel, rings im Haine
All ihr frohen Bundgenossen,
Mahnt mich nicht, dass ich alleine
Bin vom Frühling ausgeschlossen!

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10. Genesung [sung text not yet checked]

Nach des Siechtums langer Plage
Endlich diese lichten Tage,
Blauer Himmel, stiller See;
Rebenduft in sonn'gen Lüften,
Tannen über schwarzen Klüften,
Und von fern der Gletscher Schnee!
Ach, da kommt noch einmal wieder
Innig Wohlsein auf mich nieder,
Und im warmen Born der Lieder
Löst sich auch das letzte Weh.

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11. O was bleibt dem armen Herzen [sung text not yet checked]

[O was]1 bleibt dem armen Herzen,
Wenn die schöne Liebe floh!

Heimlich zehrt an mir ein Wehe
Nach den süßen Jugendscherzen,
Da ich in der Holden Nähe
Tage lebte still und froh;
Und verwaiset im Gemüte
Fühl' ich's unter bittern Schmerzen:
Einmal bringt der Lenz die Blüte,
Aber auch nur einmal so.

O was bleibt dem armen Herzen,
Wenn die schöne Liebe floh!

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1 Busch: "Ach, was"; further changes may exist not shown above.

Researcher for this text: Harry Joelson

12. Es war ein alter König [sung text not yet checked]

Es war ein alter König,
sein Herz war schwer, sein [Haupt]1 war grau;
der arme alte König,
er nahm eine junge Frau.

Es war ein [schöner]2 Page,
blond war sein Haupt, leicht war sein Sinn;
er trug die seid'ne Schleppe
der jungen Königin.

Kennst du das alte Liedchen?
Es klingt so süß, es klingt so trüb!
Sie mußten beide sterben,
sie hatten sich viel zu lieb.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "There was an old king", copyright ©
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Il était un vieux roi", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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1 Diepenbrock: "Haar"
2 Zemlinsky: "junger"

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