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Lieder und Gesänge , opus 1

by Johann Heinrich Stuckenschmidt (1819 - 1870)

1. Die Abendglocke tönet  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Die Abendglocke tönet,
Vom Himmel sinkt die Ruh;
Das Auge grambetränet
Nur schließet sich nicht zu.

Daß meine Jugend fliehet
Allein und ungeliebt,
Daß jeder Kranz verblühet,
Das ist, was mich betrübt.

Und als ich sie gefunden,
War Herz und Welt nur Lust,
Und seit sie mir entschwunden,
Ist Atmen ein Verlust.

Der Strom aus Felsen quillend,
Die Berge lieben nicht;
Nur's arme Herz, das fühlend,
So leicht von Kummer bricht.

O töne, sanft Geläute,
In's stille Tal [hinaus]1,
Der Morgen deckt das Heute,
Den Gram das Grabeshaus.

Text Authorship:

  • by Heinrich Hüttenbrenner (1799 - 1830)

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Melangia", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Verdriet", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Malcolm Wren) , "Melancholy", copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Mélancolie", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Note: Schubert received Hüttenbrenner's poem in handwritten form. It has not been published independently from Schubert's song.

1 Schubert (Neue Gesamtausgabe): "hinab"

2. Da droben auf jenem Berge  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Da droben auf jenem Berge,
Da steh' ich tausendmal,
An meinem Stabe [gebogen]1
Und [schaue]2 hinab in das Thal.

Dann folg' ich der weidenden Herde,
Mein Hündchen bewahret mir sie.
Ich bin herunter gekommen
Und weiß doch selber nicht wie.

Da [stehet]3 von schönen Blumen
[Die]4 ganze Wiese so voll.
Ich breche sie, ohne zu wissen,
Wem ich sie geben soll.

Und Regen, Sturm und Gewitter
[Verpass']5 ich unter dem Baum.
Die Thüre dort bleibet verschlossen;
[Doch]6 alles ist leider ein Traum.

Es stehet ein Regenbogen
Wohl über jenem Haus!
Sie aber ist [weggezogen]7,
[Und weit]8 in das Land hinaus.

Hinaus in das Land und weiter,
Vielleicht gar über die See.
Vorüber, ihr Schafe, [vorüber]9!
Dem Schäfer ist gar so weh.

Text Authorship:

  • by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), "Schäfers Klagelied", written 1801, first published 1804

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Klaaglied van de herder", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "High upon that mountain", copyright ©
  • ENG English (Leon Malinofsky) , "Shepherd's lament", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Complainte du berger", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "Su quella montagna lassù", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Elegia del pastore", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • RUS Russian (Русский) (Elena Kalinina) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 94-95, and with Taschenbuch auf das Jahr 1804, Herausgegeben von Wieland und Goethe, Tübingen, in der Cotta'schen Buchhandlung, pages 113-114.

1 Schubert: "hingebogen"; Zelter: "bogen"
2 Schubert (only second version): "sehe"
3 Schubert (only second version): "steht"
4 Schubert: "Da steht die"
5 Zelter: "Vergeß'"
6 Schubert (only second version): "Und"
7 Schubert: "fortgezogen"; Zelter: "weg gezogen"
8 Schubert (only second version): "Gar weit"; Naumann: "Weit"
9 Schubert: "nur vorüber"

3. Willkommen liebe dunkle Nacht

Language: German (Deutsch) 
Willkommen liebe dunkle Nacht
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Text Authorship:

  • by Anonymous / Unidentified Author

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4. Mönch und Schäfer  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
Mönch:
Was stehst du so in stillem Schmerz?
O Schäfer, sag es mir!
Wohl schlägt auch hier ein wundes Herz,
Das ziehet mich zu dir.

Schäfer:
Du fragest noch! o sieh umher
In meinem trauten Tal!
Die weite Au ist blumenleer,
Und jeder Baum ist fahl.

Mönch:
Du klage nicht! Was ist dein Weh?
Was, als ein schwerer Traum?
Bald glänzt die Blume aus dem Klee,
Die Blüte von dem Baum.

Dann steht das Kreuz, davor ich knie,
Im grünen Baumgefild;
Doch ach! es grünt und blühet nie,
Trägt stets ein sterbend Bild.

Text Authorship:

  • by Johann Ludwig Uhland (1787 - 1862), "Mönch und Schäfer", appears in Lieder

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5. An dem Fenster gegenüber  [sung text not yet checked]

Language: German (Deutsch) 
An dem Fenster gegenüber
blinkt des Abends helles Licht,
aus dem Fenster gegenüber
schaut ein holdes Angesicht.
Nach dem Fenster gegenüber
schau' ich unverwendet hin,
nach dem Fenster gegenüber
steht mein Denken, steht mein Sinn.

Nach dem Fenster gegenüber
hab' ich manchen Gruß geschickt,
von dem Fenster gegenüber
ward mir mancher heimgenickt.
An dem Fenster gegenüber
wird ein jeder Strauß gepflegt,
den in schönen Frühlingstagen
nur für sie mein Gärtchen trägt.

An dem Fenster gegenüber
konnt' ich oft bei allem Späh'n
vor der großen Blumenmenge
kaum mehr meine Liebste seh'n;
Doch bei näherem Betrachten
ward den Irrtum ich gewahr,
dass die allerschönste Rose
meine Liebste selber war.

An dem Fenster gegenüber
mustr' ich nun die Rosen nur,
finde hinter allen Blumen
von der Liebsten keine Spur.
Darum tadle nicht so strenge,
dass vor allem in der Welt
nur das Fenster gegenüber
meinen Sinn gefesselt hält.

Text Authorship:

  • by G. Röhr

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