Das ist des Mutterauges Brauch, Zu lächeln froh im Weinen auch; Denn, gilt's des Kindes Glück und Heil, Ist alles Weh verschmerzt in Eil. Ja Muttertreu' ist immer gleich, Und Mutterliebe wunderreich; Und Muttersorge nimmt kein End, Bis daß sich Leib und Seele trennt. Das ist des Mutterauges Brauch, Zu lächeln froh im Weinen auch; Nur Gottes Huld und Lieb' allein Mag tiefer noch und größer sein.
Fünf Lieder für gemischten Chor , opus 29
by Richard Müller (1830 - 1905)
1. Das ist des Mutterauges Brauch  [sung text not yet checked]
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Das ist des Mutterauges Brauch", appears in Liederbuch, in 3. Hauslieder, no. 271
Go to the general single-text view
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 241-242.
2. Abendwölkchen  [sung text not yet checked]
Gold'ne Wölkchen, weilt, o weilet Länger noch am Himmelsrand! Länger noch mit Lächeln theilet Euern Segen aus dem Land! Schimmernd kommt der Strom geronnen, Jede Welle grüßt zurück; Und die fernsten Auen sonnen Dankbar sich an euerm Blick. Weilt, o weilet! Ach! schon ziehet Her die Nachtluft durch's Gesträuch! In das Herz mir, eh' ihr fliehet, Senkt mit letztem Lächeln euch! Daß, wenn Berg und Thal im Dunkeln Euch vergessen ganz und gar, Euer Licht mag tröstlich funkeln Fort und fort mir hell und klar!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Abendwölkchen", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 125
See other settings of this text.
Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , "Evening cloudlets", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Deutsche Dichterhalle, erster Band, Leipzig: Selbst-Verlag, 1872. Appears in issue no. 8, dated 15 October 1872, page 59.
Also confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, page 111.
Note: In the earlier publication (1872) the poem was divided into four stanzas of four lines each.
3. Der Morgen ist erwacht  [sung text not yet checked]
Es steigt am Himmel Die Sonne empor, Es singt im Walde Der Vögelein Chor. -- Nun ist zu Ende gangen Die rabenschwarze Nacht -- Der Morgen, ja der Morgen, Der Morgen ist erwacht! Und immer höher Die Sonne steigt, Im Feld und Walde Der Nebel weicht. Nun wird es immer heller Ja heller und heller mit Macht -- Der Morgen, ja der Morgen, Der Morgen ist erwacht!
Text Authorship:
- by Heinrich, Freiherr von Stein (1857 - 1887), "Der Morgen ist erwacht!", appears in Aus deutschem Sängerherzen!, in Heitere Blicke
See other settings of this text.
Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , "The morning has wakened!", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Aus deutschem Sängerherzen! Gedichte von Heinrich Stein, Leipzig: Moritz Schäfer, 1865, page 55.
4. Herbstwanderung  [sung text not yet checked]
Der Nebel weicht! Die Berge schaun Auf's Land so klar, so klar! Die Sonne lacht! Die Lüfte blaun Durchsichtig, wunderbar! Die sanften, milden Tage noch, O komm! sie winken dir: Im Morgenglanz wie schön ist doch Der Auen letzte Zier! Und blühn die Bäume nimmermehr, Ei! stehn sie glühend roth! Und schied auch längst der Vögel Heer, Ist jeder Sang nicht todt! Die sanften, milden Tage noch, O komm! sie winken dir: Im Morgenglanz wie schön ist doch Der Auen letzte Zier! Geschwind! eh braust der Sturm durch's Land, Verhallt der letzte Gruß! Und bald, ach! unter'm Scheegewand Die Flur nun schlafen muß! Die sanften, milden Tage noch, O komm! sie winken dir: Im Morgenglanz wie schön ist doch Der Auen letzte Zier!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Herbstwanderung", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 139
See other settings of this text.
Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2019, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser. 1842-1874, Basel: Benno Schwabe Verlagsbuchhandlung, 1875, page 123.
5. An den Maienwind  [sung text not yet checked]
Maienwind! Halt, halt! nicht so geschwind! Nimmst ja alle Blüthen mir weg, Das es schneiet auf Weg und Steg, Wirfst mir [gar]1 den Schnee in's Gesicht Haufenweise, du böser Wicht! Maienwind! Halt, halt! nicht so geschwind! Maienwind! Halt, halt! nicht so geschwind! Fliehn ja alle Vöglein vor Schreck Tief in den Wald in's sichre Versteck, Und die zarten Blümlein der Au, Ach, wie sie zittern schau, o schau! Maienwind! Halt, halt! nicht so geschwind! Maienwind! Halt, halt! nicht so geschwind! Jagst nur von den Bergen daher Wetterwolken mir schwarz und schwer, Weh, kein einziger Sonnenstrahl Blickt mehr hinab auf das Blüthenthal! Maienwind! Halt, halt! nicht so geschwind! Maienwind! Halt, halt! nicht so geschwind! Willst du zürnen, ei denn nimm mit Lieber meine Sorgen, ich bitt, Meinethalben über das Meer Heute noch mit dem ganzen Heer! Maienwind! Fort, fort! geschwind, geschwind!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "An den Maienwind", appears in Liederbuch, in 1. Naturlieder, no. 80
See other settings of this text.
Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , "To the May wind", copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe Verlagsbuchhandlung, 1875, pages 70-71.
1 Schletterer: "ja"