LiederNet logo

CONTENTS

×
  • Home | Introduction
  • Composers (20,594)
  • Text Authors (20,395)
  • Go to a Random Text
  • What’s New
  • A Small Tour
  • FAQ & Links
  • Donors
  • DONATE

UTILITIES

  • Search Everything
  • Search by Surname
  • Search by Title or First Line
  • Search by Year
  • Search by Collection

CREDITS

  • Emily Ezust
  • Contributors (1,122)
  • Contact Information
  • Bibliography

  • Copyright Statement
  • Privacy Policy

Follow us on Facebook

Vier Gesänge , opus 21

by Walther von Goethe (1818 - 1885)

Translations available for the entire opus: ENG

1. Abschied
 (Sung text)

Language: German (Deutsch) 
Als ich zum letzten Mal dich sah,
Da sprach mein Mund kein Wort, 
Kein' Thräne fiel aus meinem Aug',
Stillschweigend ging ich fort.

Ich habe mich nicht umgekehrt,
Dich noch einmal zu sehn;
Der weite Weg, er liegt vor mir,
Ich muß ihn einsam gehn.

An keines Freundes Busen wein'
Ich meine Schmerzen aus;
Allein kam ich zum Thor herein, 
Allein geh' ich hinaus.

Der Wald ergrünt nicht mehr für mich,
Die Quelle bleibt mir stumm,
Die Nachtigall, sie ruft mir nach,
Ich kehre mich nicht um.

 ... 

Dein Weg ist dort, der meine hier;
Einst trafen sie sich fast.
Geh immer hin, so leicht und frei!
Vergiß den finstern Gast!

Seh' ich dich einst nach manchem Jahr,
So spricht mein Mund kein Wort,
Kein' Thräne fällt aus meinem Aug',
Stillschweigend geh' ich fort.

Text Authorship:

  • by (Friedrich) Viktor von Strauss und Torney (1809 - 1899), "Abschied", appears in Gedichte, in Lieder

Go to the general single-text view

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Farewell", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission

Note to stanza 2, line 3: the Walther von Goethe score contains an error ("von" instead of "vor") which has been corrected above.

2. Der Schlaf unter der Eiche
 (Sung text)

Language: German (Deutsch) 
O rausche nur sanft und leise
  Du schattiger Eichenbaum, 
Daß du die arme Waise 
  Nicht weckest aus ihrem Traum!

Ihre Ältern sind schlafen gegangen
  Ins letzte Kämmerlein; 
Mit stummer Liebe Verlangen 
  Ist sie auf Erden allein. 

Empor aus dem Todtenreiche 
  Ihr alter Vater wallt; 
Der Traum verwandelt die Eiche 
  In seine liebe Gestalt. 

Mit seinen Armen vertauschen
  Die Äste sich, streicheln das Kind;
Als Wörtlein der Liebe rauschen
  Die grünen Blätter im Wind.

Noch schlafend giebt sie ihm Antwort: 
  "Ach, mache den Heinrich mir gut, 
Sonst nimm mich in's Todtenland fort, 
  Weil so weh mein Herze mir thut!"

Was knistert da? geht doch leiser, 
  Sonst wird ihr Schlummer gestört. 
Heinrich schleicht über die Reiser; 
  Der hat wol Alles gehört? 

Er beugt sich behutsam nieder 
  Auf seinen köstlichen Fund 
Und drückt auf die Augenlieder sic
  Ihr sanft den glühenden Mund. 

"Ach! Heinrich!" -- Rausche nur, Eiche!
  Sie schweigen stille vor Lust:
Sind offen die Himmelreiche, 
  Dann schweigt ja das Herz in der Brust.

Text Authorship:

  • by Wilhelm Jordan (1819 - 1904), "Der Schlaf unter der Eiche"

Go to the general single-text view

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Asleep under the oak tree", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission

3. Die goldene Schnur
 (Sung text)

Language: German (Deutsch) 
Als Waise kamst du in unser Haus,
Als Waise sollst du nicht ziehn hinaus, 
Nicht ohne Gabe von hinnen gehn, 
Daß Fraun dich kennen, das soll man sehn.

Nimm drum die Kraus' und die goldene Schnur, 
Und nimm es an für den Willen nur:
Sehn's ferne die Mädchen, wol nennen sie's fein, 
Und denken, das mag von der Schwester sein. 

So schied der Bursch mit Lieb' aus dem Haus,
Und wanderte nun in die Fremd' hinaus.
Der Alte bracht' ihn bis an das Thor,
Sie sah ihm nach, bis sie ihn verlor.

Drei Bursche gingen vorbei danach,
Zu den Wandrern so das Mädchen sprach:
Geht schnell, so holt ihr noch einen ein, 
Der wird ein lieber Genoß euch sein. 

Eine Goldschnur trägt er auf seiner Brust,
In feiner Krause das Haupt mit Lust, 
Und trefft ihr ihn, grüßet ihn noch von mir. 
Die drei Bursche die versprachen es ihr.

Und wieder kamen nach einem Jahr
Die drei Bursche, da es Abend war,
Da stand das Mädchen vor ihrer Thür,
Sie fragte: Grüßtet ihr ihn von mir?

Und trägt er noch die goldene Schnur,
Und sagt mir, ob er viel Gutes erfuhr.
Da sagten sie: Räuber ergriffen ihn,
Weil er von uns allen der feinste schien.

Und alles gern er den Räubern bot,
Nur eins nicht, und ging drum in den Tod:
Das war ein fein goldenes Schnürelein,
Das mochte von seiner Liebsten sein.

Da weinte das Mädchen ach viele Jahr:
O warum schnitt ich nicht ab mein Haar
Und flocht aus dem Haar nicht die Schnur für ihn, 
So hätten ihn die Mörder lassen ziehn.

Doch hätt es verrathen mein Herz zu laut, 
Ach, schmücken durft' ich ja nur mein Traut, 
Und den schönsten Schmuck den ich ihm bot, 
Der brachte dem Liebsten so den Tod.

Text Authorship:

  • by Otto Friedrich Gruppe (1804 - 1876), "Die goldene Schnur", appears in Gedichte, in 2. Zweites Buch, no. 1

Go to the general single-text view

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "The golden cord", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission

4. Trost
 (Sung text)

Language: German (Deutsch) 
Als ich jüngst am frühen Morgen 
  Von der Quelle wiederkam 
  Und des braunen Rosses Wiehern
  Aus dem Stalle her vernahm, 

Hab' ich meinen blanken Eimer
  Vor die Thüre hingesetzt. 
  Drinnen fand ich meinen Selmas, 
  Doch sein Auge war benetzt. 

"Sprich, was weinst Du, lieber Jüngling? 
  Schöner Reiter, sag' es mir! 
  Meine Liebe wend' ich nimmer, 
  Nimmer wieder ab von Dir!"

"Mädchen, wie die Lilie bist Du, 
  Die im offnen Garten steht, 
  Welche Jeder, dem es einfällt, 
  Unbarmherzig pflücken geht. 

Ach, sie haben dich verläumdet
  Und gesagt: sie hat beim Tanz
  Ihren Ring verschenkt, im Gasthaus
  Gar verloren ihren Kranz!"

"Sieh, die Hand, die jetzt Dich streichelt, 
  Glänzt am Finger nicht Dein Ring? 
  Frag', ob in der Mutter Kammer 
  Wohlverwahrt mein Kranz nicht hing. 

Wasser in der reinen Quelle
  Bleibet ja doch immer rein: 
  Wird nicht immer treu die Liebe 
  In dem treuen Herzen sein?"

Text Authorship:

  • by Wilhelm Jordan (1819 - 1904), "Trost"

Go to the general single-text view

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Comfort", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Litthauische Volkslieder und Sagen bearbeitet von Wilhelm Jordan, Berlin: Verlag von Julius Springer, 1844, pages 26-27.


Gentle Reminder

This website began in 1995 as a personal project by Emily Ezust, who has been working on it full-time without a salary since 2008. Our research has never had any government or institutional funding, so if you found the information here useful, please consider making a donation. Your help is greatly appreciated!
–Emily Ezust, Founder

Donate

We use cookies for internal analytics and to earn much-needed advertising revenue. (Did you know you can help support us by turning off ad-blockers?) To learn more, see our Privacy Policy. To learn how to opt out of cookies, please visit this site.

I acknowledge the use of cookies

Contact
Copyright
Privacy

Copyright © 2026 The LiederNet Archive

Site redesign by Shawn Thuris