5 Lieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Franz Mikorey (1873 - 1947)

Word count: 305

1. Wunderbar ist mir gescheh'n [sung text not yet checked]

Wunderbar ist mir gescheh'n;
Als ich ging die Welt beseh'n,
Fragt' ich mich bei jedem Ort,
Ob ich möchte wohnen dort,
Ich mit meinem Liebchen.

Durch kein Dörfchen konnt' ich geh'n,
Ohne drum es anzuseh'n;
Ja, ich dacht' an jedem Haus,
Ob ich möchte schau'n heraus,
Ich mit meinem Liebchen.

Wunderbar ist mir gescheh'n:
Kaum ein Fleckchen mocht' ich seh'n
So gering und noch so klein,
Wollte drin zufrieden sein,
Ich mit meinem Liebchen. 

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2. Wann ich dich nicht zu küssen habe [sung text not yet checked]

Wann ich dich nicht zu küssen habe,
Dann will ich singen von dem Kuß.
O wie ich diese Liedergabe 
Dann segne, die mich trösten muß.

Entweder küssen oder dichten,
Am schönsten Beides allzugleich.
Doch muß ich schon auf Eins verzichten,
So macht mich auch das And're reich.

Nur wann er kommt, uns zu umringen,
Der ungelegne Menschenschwarm,
Daß ich nicht küssen darf noch singen,
Dann fühl' ich mich verwirrt und arm.

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3. Ich liebe dich, weil ich dich lieben muss [sung text not yet checked]

Ich liebe dich, weil ich dich lieben muß;
Ich liebe dich, weil ich nicht anders kann;
Ich liebe dich nach einem Himmelsschluß;
Ich liebe dich durch einen Zauberbann. 

Dich [lieb]1 ich, wie die Rose ihren Strauch;
Dich lieb ich, wie die Sonne ihren Schein;
Dich lieb ich, weil du bist mein Lebenshauch;
Dich lieb ich, weil dich lieben ist mein Sein.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Emily Ezust) , "I love you", copyright ©
  • ENG English [singable] (John Bernhoff) , "I love but thee"
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

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1 Bachlund, Liszt: "liebe" (passim in this stanza)

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4. Ach, hinunter in die Tiefen [sung text not yet checked]

[Ach]1, hinunter in die Tiefen
Dieser sel'gen Augen schau'n!
Die von Himmelsfrieden triefen,
Die von Frühlingswonnen thau'n;
Ist es doch, als ob sie riefen:
Fass', o blödes Herz, Vertrau'n!
Steig' herunter ohne Grau'n
Zu den stillen Friedensgau'n;
Hier auf Paradieses Au'n,
Wo nur Unschuldsträume schliefen,
Sollst du nun die Hütten bau'n
Unter'm Schatten der Oliven.

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1 Hausmann: "Auch"; further changes may exist not noted above.

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5. Liebste! Nein, nicht lustberauscht [sung text not yet checked]

Liebste! Nein, nicht lustberauscht,
Sondern ruhig nüchtern, 
Hat sich Herz um Herz getauscht,
Innig stark und schüchtern.

Keine wilde schwärmende 
Sinnesübermeistrung,
Eine milde wärmende 
Haltende Begeistrung.

Wie mein Dichten von Natur,
Liebste! so mein Lieben.
Niemals trunken hab' ich nur 
Auch ein Wort geschrieben. 

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