Drei Gedichte als Duette für Sopran und Alt mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Henry Mansfeldt

Word count: 267

1. Die Tänzerin [sung text not yet checked]

Castagnetten lustig schwingen
Seh' ich Dich, Du zierlich Kind!
Mit der Locken schwarzen Ringen
Spielt der sommerlaue Wind.
Künstlich regst Du schöne Glieder,
Glühendwild
Zärtlichmild
Tauchest in Musik Du nieder,
Und die Woge hebt Dich wieder.

Warum sind so blaß die Wangen,
Dunkelfeucht der Augen Glanz,
Und ein heimliches Verlangen
Schimmert glühend durch den Tanz?
Schalkhaft lockend schaust Du nieder,
Liebesnacht
Süß erwacht,
Wollüstig erklingen Lieder --
Schlag nicht so die Augen nieder!

Wecke nicht die Zauberlieder
In der dunklen Tiefe Schoos,
Selbst verzaubert sinkst Du nieder,
Und sie lassen Dich nicht los.
Tödtlich schlingt sich um die Glieder
Sündlich Glüh'n,
Und verblühn
Müssen Schönheit, Tanz und Lieder,
Ach, ich kenne Dich nicht wieder!

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

Note: sometimes titled "An eine Tänzerin"

Confirmed with Joseph Freiherrn von Eichendorff, Gedichte, Berlin, Verlag von M. Simion, 1841, page 262.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Der Bote [sung text not yet checked]

Am [Himmelsgrund schießen]1
So lustig die Stern',
Dein Schatz läßt dich grüßen
Aus weiter, weiter Fern' !

Hat eine Zither gehangen
An der Tür unbeacht't,
Der Wind ist gegangen
Durch die Saiten bei Nacht.

Schwang sich auf dann vom Gitter
Über die Berge, übern Wald --
Mein Herz ist die Zither,
Gibt ein'n fröhlichen Schall.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Le messager", copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 Bohm: "Himmelsgrunde schienen"; further changes may exist not shown above.

Researcher for this text: John Versmoren

3. Die Nachtigallen [sung text not yet checked]

Möcht wissen, was sie schlagen
So schön bei der Nacht,
's ist in der Welt ja doch niemand,
Der mit ihnen wacht.

Und die Wolken, die reisen,
Und das Land ist so blaß,
Und die Nacht [wandert]1 leise
Durch den Wald übers Gras.

Nacht, Wolken, wohin sie gehen,
Ich weiß es recht gut,
Liegt ein Grund hinter den Höhen,
Wo meine Liebste jetzt ruht.

Zieht der Einsiedel sein Glöcklein,
Sie höret es nicht,
Es fallen ihre Löcklein
Übers ganze Gesicht.

Und daß sie niemand erschrecket,
Der liebe Gott hat sie hier
Ganz mit Mondschein bedecket,
Da träumt sie von mir.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Jakob Kellner) , "I would like to know what they sing", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (John Glenn Paton) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Les rossignols", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)
1 some versions of Eichendorff (and Franz and Pfitzner): "wandelt"

Researcher for this text: Jakob Kellner