Minne-Lieder. Sechs Lieder für 1 mittlere Singstimme mit Pianoforte

by Hermann Hutter

Word count: 457

1. Sommernacht [sung text not yet checked]

Die Sommernacht hat mir's angetan,
Das ist ein schweigsames Reiten,
    Leuchtkäfer durchschwirren den dunkeln Grund
    Wie Träume, die einst zu guter Stund'
    Das sehnende Herz mir erfreuten.

Die Sommernacht hat mir's angetan,
Das ist ein schweigsames Reiten,
    Die Sterne funkeln so fern und groß,
    Sie spiegeln so hell sich im Meeresschoß,
    Wie die Lieb' in der Tiefe der Zeiten.

Die Sommernacht hat mir's angetan,
Das ist ein schweigsames Reiten,
    Die Nachtigall schlägt aus dem Myrtengesträuch,
    Sie schlägt so schmelzend, sie schlägt so weich,
    Als säng' sie verklungene Leiden.

Die Sommernacht hat mir's angetan,
Das ist ein schweigsames Reiten,
    Das Meer geht wild, das Meer geht hoch;
    Was braucht's der verlorenen Tränen noch,
    Die dem stillen Reiter entgleiten?

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2. Elegie [sung text not yet checked]

O Römerin, was schauest du
Zu mir mit sengenden Blicken?
Dein Aug' ist schön, doch nimmer wird's
Den fremden Mann berücken.

Jenseits der Alpen steht ein Grab,
Gegraben am grünen Rheine,
Drei wilde Rosen blühen drauf,
Seine Liebe liegt dareine.

O Römerin, was schauest du
Zu mir mit sengenden Blicken?
Dein Aug' ist schön, doch nimmer wird's
Den fremden Mann berücken.

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3. Morgenständchen [sung text not yet checked]

Ich kniee vor Euch als getreuer Vasall,
  Pfalzgräfin, schönste der Frauen!
    Befehlet, so streit' ich mit Kaiser und Reich,
    Befehlet, so will ich für Euch, für Euch
    Die Welt in Fetzen zerhauen.

Ich hol' Euch vom Himmel die Sonn' und den Mond,
  Pfalzgräfin, schönste der Frauen!
    Ich hol' Euch die Sterne sonder Zahl,
    Wie Fröschlein sollt Ihr die funkelnden all
    Gespießt am Degen erschauen.

Befehlet, so werd' ich für Euch zum Narr,
  Pfalzgräfin, schönste der Frauen!
    Ja, Narre bin ich schon sonder Befehl,
    Das Sonn'licht blendet mich allzu hell
    Von Euren zwo Augen, den blauen.

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4. Abschied [sung text not yet checked]

Letzter Blick und letzter Gruß,
    Herz, wer kann es fassen?
Letzter Seufzer, letzter Kuß,
    Und dann dich verlassen:
Lassen dich aus diesem Arm,
    Der dich oft umfangen
In der Mainacht lind und warm,
    Da die Knospen sprangen!

Lassen dich von dieser Brust,
    Die mit heißen Schlägen
In unendlich süßer Lust
    Deiner schlug entgegen:
Aus dem Auge lassen dich,
    Sonne mir und Leben,
Und in finstre Ferne mich
    Freudelos begeben!

Aber aus der Seele, nein!
    Nicht aus meinem Herzen!
Das ist Balsam in der Pein,
    Das ist Trost in Schmerzen:
Daß, wie auch die Tage sich
    Rasch und wechselnd treiben,
Ewig dennoch du und ich
    Ewig wir uns bleiben.

Können meine Arme sich
    Nicht mehr um dich ranken,
Halten doch umklammert dich
    Sehnende Gedanken,
Und dem Aug' entschwunden zwar,
    Glänzt doch alle Stunde
Mir dein Bildniß hell und klar
    In des Herzens Grunde.

Letzter Blick und letzter Gruß,
    Herz, wer wollte weinen?
Einen Blick noch, einen Kuß
    Und noch einmal einen:
Bleibst du mir und bleib' ich dir,
    O so ist's kein Leiden,
Bleib' ich dir und bleibst du mir,
    O so ist's kein Scheiden! 

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5. Liebesglück [sung text not yet checked]

Mein Frühlingshauch, mein Rosenduft
 . . . . . . . . . .

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6. Spielmannsaugen [sung text not yet checked]

Du Liebe, du Holde, schau' nur hinein
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author