Fünf Lieder nach Texten von Ricarda Huch

Song Cycle by Gunther Martin Göttsche (b. 1953)

1. Frühlingsahnung [sung text not yet checked]

Noch bedeck ein Schnee die Wege;
Aber schon im dunklen Haus,
Ahnt mir, daß sich's knospend rege
An das süße Licht hinaus.
Wie wenn von des Sonnenblickes
Frühlingskraft hervorgeglüht,
Ich die Blume meines Glückes
Plötzlich fände aufgeblüht?!

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Annonce du printemps", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Als jüngst mein Liebling kam des Wegs daher [sung text not yet checked]

Als jüngst mein Liebling kam des Wegs daher,
Sah ich die Häuser sich vor ihm verneigen;
Das Pflaster unter ihm, so dick und schwer,
Schien wunderbar zu schwellen und zu steigen.
Du liebes, schönes, blasses Angesicht,
Zeig du dich ferner auf der Straße nicht,
Am Morgen nicht und nicht beim Abendscheine,
Denn es verlieben sich in dich die Steine.

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Quand récemment mon amour est arrivé sur ce chemin", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Wo hast du all die Schönheit hergenommen  [sung text not yet checked]

Wo hast du all die Schönheit hergenommen,
Du Liebesangesicht, du Wohlgestalt! 
Um dich ist alle Welt zu kurz gekommen. 
Weil du die Jugend hast, wird alles alt, 
Weil du das Leben hast, muß alles sterben,
Weil du die Kraft hast, ist die Welt kein Hort,
Weil du vollkommen bist, ist sie ein Scherben,
Weil du der Himmel bist, gibt's keinen dort!

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  • ENG English (John Glenn Paton) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Où as-tu puisé toute cette beauté", copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Ricarda Huch, Liebesgedichte, Insel-Verlag zu Leipzig, Druck der Spamerschen Buchdruckerei, Leipzig, 1907, page 5.


Researcher for this text: John Versmoren

4. Die Augen dein sind wohl von Samt und Seide [sung text not yet checked]

Die Augen dein sind wohl von Samt und Seiden,
Doch harter, harter Kiesel ist dein Herz,
Fühlt nichts von Liebeslust und Liebesleiden,
Ein starres, dickes, rundes Klümpchen Erz.
Schämst du dich nicht, wenn alles liebt und freit,
Ein Marmelsteinchen in der Brust zu tragen?
Ein Schleuderchen, womit in alter Zeit
David den Riesen Goliath totgeschlagen?

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

5. Eine Melodie singt mein Herz, die du gesungen [sung text not yet checked]

Eine Melodie 
Singt mein Herz, die du gesungen. 
Still auf deinem Knie 
Lag mein Haupt, von deinem Arm umschlungen.

Schwerer Duft der Nacht 
Zog mit müdem Hauch vorüber.
Bang' hab ich gedacht: 
Sterben müßt' ich, hätt' ich dich noch lieber. 

Liebst du auch so sehr? 
Warum singst du solche Lieder?
Aus verhülltem Meer 
Läuten Glocken auf und tauchen nieder.

Tief im dunklen Dom 
Schwanken Weihrauch und Choräle . . .
Wie ein Tränenstrom 
Zieht es einsam jetzt durch meine Seele.

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  • ENG English (John Glenn Paton) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Une mélodie", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: John Versmoren
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