Tafelgesänge für Männerstimmen, Heft II: Sechs Lieder für die Liedertafel zu Berlin

Song Cycle by Gustav Reichardt (1797 - 1884)

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1. Bundeslied [sung text not yet checked]

In allen guten Stunden,
Erhöht von Lieb' und Wein,
Soll dieses Lied verbunden
Von uns gesungen seyn!
[Uns hält der Gott zusammen,
Der uns [hierher]2 gebracht.
Erneuert unsre Flammen,
Er hat sie angefacht.]1

So glühet fröhlich heute,
Seid recht von Herzen eins!
Auf, trinkt erneuter Freude
Dieß Glas des echten Weins!
Auf, in der holden Stunde
Stoßt an, und küsset treu,
Bei jedem neuen Bunde,
Die alten wieder neu!

Wer lebt in unserm Kreise,
Und lebt nicht selig drin?
Genießt die freie Weise
Und treuen Brudersinn!
So bleibt durch alle Zeiten
Herz Herzen zugekehrt;
Von keinen Kleinigkeiten
Wird unser Bund gestört. 

Uns hat ein Gott gesegnet
Mit freiem Lebensblick,
Und alles, was begegnet,
Erneuert unser Glück. 
Durch Grillen nicht gedränget,
Verknickt sich keine Lust;
Durch Zieren nicht geenget,
Schlägt freier unsre Brust.

Mit jedem Schritt wird weiter
Die rasche Lebensbahn,
Und heiter, immer heiter
Steigt unser Blick hinan.
Uns wird es nimmer bange,
Wenn alles steigt und fällt,
Und bleiben lange, lange!
Auf ewig so gesellt.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Cançó de germanor", copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Lied van verbondenheid", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Comrade's Song", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Chant d'union", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, pages 130-131.

Note: this is a later version of Bundeslied.

1 omitted by Nägeli.
2 Schubert: "hieher"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Melanie Trumbull , Peter Rastl [Guest Editor]

2. Die Frauen [sung text not yet checked]

Sechs Tage brauchte Gott, der Herr
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3. Die Pinzgauer Wallfahrt [sung text not yet checked]

Die Pinzgauer wollten wallfahrten gehn
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  • by Anonymous / Unidentified Author

4. Fischerlied [sung text not yet checked]

Fischer hat ein schönes Sein
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5. Der Mann [sung text not yet checked]

O wie selig ist der Mann
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  • by Anonymous / Unidentified Author

6. Der Feldmarschall [sung text not yet checked]

Was blasen die Trompeten? Husaren heraus!
Es reitet der Feldmarschall in fliegendem Saus,
Er reitet so freudig sein mutiges Pferd,
Er schwinget so schneidig sein blitzendes Schwert!
      Juchheißaßaßaßa!
      Und die Deutschen sind da,
      Die Deutschen sind lustig
      Und rufen Hurrah! 

O schauet, wie ihm leuchten die Augen so klar!
O schauet, wie ihm wallet sein schneeweißes Haar!
So frisch blüht sein Alter wie greifender Wein,
Drum kann er Verwalter des Schlachtfeldes sein.
      Juchheißaßaßaßa! . . . .

Der Mann ist er gewesen, als alles versank,
Der mutig auf gen Himmel den Degen noch schwank;
Da schwur er beim Eisen gar zornig und hart,
Den Welschen zu weisen die preußische Art.
    Juchheißaßaßaßa! . . . .

Den Schwur hat er gehalten. Als Kriegsruf erklang,
Hei, wie der weiße Jüngling in'n Sattel sich schwang!
Da ist er's gewesen, der Kehraus gemacht,
Mit eisernem Besen das Land rein gemacht.
    Juchheißaßaßaßa! . . . .

Bei Lützen auf der Aue er hielt solchen Strauß,
Daß vielen tausend Welschen der Atem ging aus;
Viel Tausende liefen dort hastigen Lauf,
Zehntausend entschliefen, die nie wachen auf.
    Juchheißaßaßaßa! . . . .

Am Wasser der Katzbach er's auch hat bewährt,
Da hat er euch Franzosen das Schwimmen gelehrt;
Fahrt wohl, ihr Franzosen, zur Ostsee hinab
Und nehmt, Ohnehosen, den Walfisch zum Grab.
    Juchheißaßaßaßa! . . . .

Bei Wartburg gan der Elbe, wie fuhr er hindurch!
Da schirmte die Franzosen nicht Schanze noch Burg,
Da mußten sie springen wie Hasen über's Feld,
Und hell ließ erklingen sein Hussa! der Held.
    Juchheißaßaßaßa! . . . .

Bei Leipzig auf dem Plane, o herrliche Schlacht!
Da brach er den Franzosen das Glück und die Macht;
Da lagen sie sicher nach blutigem Fall,
Da ward der Herr Blücher ein Feldmarschall.
    Juchheißaßaßaßa! . . . .

Drum blaset, ihr Trompeten! Husaren, heraus!
Du reite, Herr Feldmarschall, wie Winde im Gaus!
Dem Siege entgegen, zum Rhein, übern Rhein!
Du tapferer Degen, in Frankreich hinein!
    Juchheißaßaßaßa! . . . . 

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]