Sechs deutsche Lieder in Musik gesezt von Vincenzo Righini, Heft III

Song Cycle by Vincenzo Righini (1756 - 1812)

Word count: 0

1. Frühlingslied [sung text not yet checked]

Unsre Wiesen grünen wieder,
Blumen duften überall;
Fröhlich tönen Finkenlieder,
Zärtlich schlägt die Nachtigall.
Alle Wipfel dämmern grüner,
Liebe girrt und lockt darin;
Jeder Schäfer wird nun kühner,
Sanfter jede Schäferin.

Blüten, die die Knosp' entwickeln,
Hüllt der Lenz in zartes Laub;
Färbt den Sammet der Aurikeln,
Pudert sie mit Silberstaub.
Sieh! das holde Maienreischen
Dringt aus breitem Blatt hervor,
Beut sich zum bescheidnen Sträußchen
An der Unschuld Busenflor.

Auf den zarten Stengeln wanken
Tulpenkelche, rot und gelb,
Und das Geißblatt flicht aus Ranken
Liebenden ein Laubgewölb'.
Alle Lüfte säuseln lauer
Mit der Liebe Hauch uns an;
Frühlingslust und Wonneschauer
Fühlet, was noch fühlen kann.

Authorship

See other settings of this text.

Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani

2. Hoffnung und Erinnerung [sung text not yet checked]

Schön und köstlich ist das Leben
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

3. Gesang verschönt das Leben [sung text not yet checked]

Gesang verschönt das Leben, 
Denn Freude liebt Gesang. 
Er weiht den Saft der Reben
Zum reinen Göttertrank,
Er wiegt in bangen Herzen,
Den Geist des Grams zur Ruh;
Er singt in muntern Scherzen
Uns heit're Weisheit zu.  

Uns lehrt den Reiz der Lieder
Die Sprache der Natur.
Kaum kehrt der Frühling wieder,
So füllt Gesang die Flur,
Dann schluchzet Philomele
Ihr Lied am Wiesenbach,
Und jedes Hörers Seele
Hallt ihre Klagen nach. 

Der Zauber süßer Töne
Veredelt das Gefühl;
Den zarten Sinn fürs Schöne
Weckt Lied und Saitenspiel,
Ihr Ton weckt mild're Triebe
Für fremdes Mißgeschick,
Gesang nährt Menschenliebe
Und fördert Menschenglück. 

Hier in der Freundschaft Kreise,
Der Tugend zugesellt,
Hier ist Gesang, für Weise
Ein Ruf aus bess'rer Welt.
Hier, wo er manche Bürde
Der Menschheit leichter macht;
Ja, hier sei seiner Würde
Dies Festlied dargebracht.

Authorship

See other settings of this text.

Confirmed with Liederbuch der Freunde des Gesanges in Reval, zweyte sehr vermehrte Auflage, Reval: gedrückt bey Lindfors Erben, 1834. pages 93 - 94.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

4. Ich denke dein [sung text not yet checked]

Ich denke dein, wenn mir der Sonne Schimmer
[Vom Meere]1 strahlt;
Ich denke dein, wenn sich des Mondes [Flimmer]2
In Quellen mahlt.

Ich sehe dich, wenn auf dem fernen Wege
Der Staub sich hebt;
In tiefer Nacht, wenn auf dem schmalen [Stege]3
Der Wandrer bebt.4

Ich höre dich, wenn dort mit dumpfem Rauschen
Die Welle steigt.
Im [stillen]5 [Haine]6 geh' ich oft [zu]7 lauschen,
Wenn alles schweigt.

Ich bin bei dir, du seyst auch noch so ferne,
Du bist mir nah!
Die Sonne sinkt, [bald]8 leuchten mir die Sterne.
O wärst du da!

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Nabijheid van de beminde", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright ©
  • ENG English [singable] (Shula Keller) , "Nearness to the Beloved", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Edgar Alfred Bowring) , appears in The Poems of Goethe, first published 1853
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Proximité du bien-aimé", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • IRI Irish (Gaelic) [singable] (Gabriel Rosenstock) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Presenza della persona amata", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Margarida Moreno) , "Penso em ti", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

View original text (without footnotes)

Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cottaschen Buchhandlung, 1827, page 65, and with Musen-Almanach für das Jahr 1796, herausgegeben von Schiller. Neustrelitz, bei dem Hofbuchhändler Michaelis, page 5.

1 Beethoven: "Von Meeren"
2 Schubert (Neue Gesamtausgabe): "Schimmer"
3 Schubert: "Wege"
4 Backer-Grøndahl inserts "Ich sehe dich."
5 Lang: "dunklen"
6 Schubert: "Hain, da"
7 Lang: "um zu"
8 Schubert (Neue Gesamtausgabe): "es"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor] , Peter Rastl [Guest Editor]

5. Betrogen und verlassen [sung text not yet checked]

Betrogen und verlassen
 . . . . . . . . . .

— The rest of this text is not
currently in the database but will be
added as soon as we obtain it. —

Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

6. Das Grab ist tief und stille [sung text not yet checked]

Das Grab ist tief und stille,
Und schauderhaft sein Rand.
Es deckt mit schwarzer Hülle
Ein unbekanntes Land.

Das Lied der Nachtigallen
Tönt nicht in seinem Schooß.
Der Freundschaft Rosen fallen
Nur auf des Hügels Moos.

Verlaßne Bräute ringen
Umsonst die Hände wund;
Der [Waise]1 Klagen dringen
Nicht in der Tiefe Grund.

Doch sonst an keinem Orte
Wohnt die ersehnte Ruh;
Nur durch die [dunkle]2 Pforte
Geht man der Heimat zu. 

Das arme Herz, hienieden
Von manchem Sturm bewegt,
Erlangt den wahren Frieden
Nur [wo]3 es nicht mehr schlägt.

Authorship

See other settings of this text.

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

View original text (without footnotes)

Confirmed with Gedichte von J. G. von Salis. Gesammelt durch seinen Freund Friedrich Matthisson. Zürich, bey Orell, Gessner, Füssli und Compagnie. 1793, pages 35-36; and with Gedichte von J. G. von Salis. Neueste Auflage. Wien 1815. Bey B. Ph. Bauer, pages 36-37.

First published in a different version in Göttinger Musenalmanach 1788, see below.

1 Schubert (D.643A): "Waisen"
2 Westenholz: "enge"
3 Westenholz: "wenn"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]