10 Lieder [opp. 60 and 61]

Song Cycle by Franz Wilhelm Abt (1819 - 1885)

Word count: 828

1. Immer bei Dir [sung text not yet checked]

In deine Augen will ich schauen,
Wenn ich dir nahe bin;
Auf [diesen]1 Himmel will ich bauen,
Und diesen Sternen will ich trauen,
In deine Augen will ich schauen,
Wenn ich dir nahe bin.

Dein liebes Bild soll mich umschweben,
Wenn ich dir ferne bin.
Ich will mich nicht dem Schmerz ergeben,
In deiner Nähe will ich leben,
Dein liebes Bild soll mich umschweben,
Wenn ich dir ferne bin.

Und jauchzend will ich dich umfangen,
Wenn ich dich [wiederseh']2,
Es naht das Ziel, nach dem wir rangen,
Gestillt ist jegliches Verlangen,
Und jauchzend will ich dich umfangen,
Wenn ich dich [wiederseh']2.

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  • ENG English [singable] (Anonymous/Unidentified Artist) , "Ever with thee"

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1 Raff: "diesem"
2 Raff: "wieder seh'"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Haidevöglein [sung text not yet checked]

Auf einsam stiller Haide
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Gebet der Jungfrau [sung text not yet checked]

Herr, treuer Hirt
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

4. Ach wäre mein Liebster todt [sung text not yet checked]

Ach wäre mein Liebster todt
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

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5. Sei still [sung text not yet checked]

Es weht ein sanfter Abendwind
Liebtosend in den Bäumen;
Ob Vögel, die entschlafen sind,
Von sel'ger Liebe träumen?
Sei still! Es rauscht in Gipfeln leise
Nie eines Mährchens traute Weise:
  Ade, ade, mein Lieb,
  Noch einen Kuß mir gib!

Es schlägt im Wald die Nachtigall
Gar träumerische Lieder,
Und auch des Abendglöckleins Schall
Hallt schwermuthsbange wieder.
Sei still! Die Welt ist traumeslüstern
Und Millionen Lippen flüstern:
  Ade, ade, mein Lieb,
  Noch einen Kuß mir gib!

Die Erde ist vom Mondenlicht
Mit Silberglanz umgössen;
O stör' die Braut, die sel'ge, nicht,
Ihr Aug' ist liebumflossen.
Sie schauet in die Nacht mit Lauschen
Und hört des Baches Wellen rauschen:
  Ade, ade, mein Lieb,
  Noch einen Kuß mir gib!

Dort brennt ein Licht im Kämmerlein;
Ein Jüngling liegt im Sterben.
Ist dieser Erdenball zu klein,
Daß Blüthen auch verderben?
Sei still! Die Augen wollen brechen,
Ich hör' die Lippen lächelnd sprechen:
  Ade, ade, mein Lieb,
  Noch einen Kuß mir gib! 

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Der deutsche Knabe [sung text checked 1 time]

Vom Gebirge kommt der Knabe
mit der Leier in der Hand;
so mit seiner einz'gen Habe
wandert er durchs deutsche Land,
und überall auf seiner Reise
tönt sein Gesang nach deutscher Weise:
Deutschen Himmel, deutsche Flur,
alles Deutsche preist er nur.

Doch es will ihm gar nicht glücken
mit der Leier in der Hand;
weinend wendet er den Rücken
und verlässt das Vaterland.
Lenkt nun nach Frankreich seine Schritte
und preist auch dort in jeder Hütte
Deutschlands Himme, deutsche Flur;
deutsche Lieder singt er nur.

Und so muss er weiter reisen,
rastlos weiter in die Welt;
Deutschland höret man ihn preisen
von der Seine bis zum Belt.
Und legt am Abend er sich nieder,
ertönt noch eines seiner Lieder:
Deutschland, deine lichten Höh'n
werde ich einst wiederseh'n.

Müder werden seine Glieder,
und umflorter wird sein Sinn;
schwankend lenket er nun wieder
seinen Fuß zur Heimat hin.
Und am Ziel, erschöpft von Leiden,
singt er, noch lächelnd im Verscheiden:
Deutschland, deine lichten Höh'n
hab' ich wieder doch geseh'n!

Authorship

Researcher for this text: Johann Winkler

7. Schweizers Heimweh [sung text checked 1 time]

Dorten wo im Schneegewande,
tausend Silberhörner blinken;
wo von dunklem Felsenrande
leuchtend grüne Matten winken,
wo die eis'gen Gletscher wallen 
und die sumpfen Donner hallen;
dorten dorten nur allein
werd' ich wieder glücklich sein.

Künntest du die Hüttlein schauen, 
die da hoch von Berges Rücken
nach den See'n, den ewig blauen,
lieblich lächelnd niederblicken;
hörtest du die Wasser brausen,
die da rings hernieder sausen;
würdest rufen: dort allein
lässt sich's froh und glücklich sein.

Liebchen sähest du die Höhen, 
wo die Alpenrosen glühen;
Dunkle Fichten schattend wehen 
und die bunten Heerden ziehen;
Hörtest du der Glöcklein Tönen 
und der Schneelawine Dröhnen,
Würdest lispeln: dort allein 
lass, o lass uns glücklich sein.

Knabe ruft es unter Thränen, 
aber, ach! die Liebste schweiget,
Und der Wehmuth heisses Sehnen 
wird zur Qual, die fäglich steiget,
Da verlässt er Lieb' und Habe, 
wandert fort am leichten Stabe;
In der Heimath nur allein,
kann er wieder glücklich sein.

Authorship

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (C Everest) [an adaptation]

Researcher for this text: Andrew Schneider [Guest Editor]

8. Morgengruss [sung text checked 1 time]

Morgenwind so frisch und freudig
Zieht entgegen meinem Gang,
Trag' zum Liebchen meine Grüsse,
Bring ihr meines Liedes Klang!
Liebchen ruh'st wohl noch im Schlafe 
Schau'st im Traum vielleicht mein Bild,
Ob es fröhlich, ob es traurig,
Nur von Liebe sei's erfüllt.

Spreche dir von meiner Liebe 
Wie ich bin von Herzen dein,
Und verschwindend ruf dir's leise:
O Geliebte bleibe mein!
Morgenwind so frisch und freudig, 
Brause, brause deinen Gang,
Trag' zum Liebchen meine Grüsse,
Gruss und Kuss und Liedesklang.

Authorship

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (Irenaus Dielsechristo Foulon)

Researcher for this text: Andrew Schneider [Guest Editor]

9. Gruss [sung text not yet checked]

Ich ruhte im Grase
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

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10. Auf der Reise zur Liebsten [sung text not yet checked]

Schmettere frisch, lieber Postillon,
Recht hell in dein funkelndes Erz!
Ha, wie durchzuckt mir der goldene Ton
Mit seligem Beden das Herz!
Ist nicht der Frühling aus eisiger Nacht
Wieder zum blühenden Leben erwacht?
Tausend Herolde
Hält er im Solde
Und vom Gebirg, aus dem Wald, aus dem Thal,
Ruft mir die Liebe: So komm doch einmal!

Schmettere frisch, lieber Postillon,
O schmettre dein fröhlichstes Lied!
Bald ist die letzte der Schranken geflohn,
Die noch von der Liebsten mich schied;
Liege bald wieder im treuesten Arm,
Presse mein Herz an das ihre so warm,
Daß uns dann Beide
Niemand mehr scheide!
Schwager, so fahre, so fahre doch zu!
Ei welch ein langsamer Kutscher bist du!

Schmettere frisch, lieber Postillon,
Und knalle zum Tacte recht laut,
Daß sie von Ferne dich kennet am Ton
Und gleich aus dem Fensterlein schaut!
Dann mit der Liebe beflügeltem Lauf
Eil' ich die zierliche Treppe hinauf --
Kliffe um Küsse,
Herzensergüsse!
Aber mein Schwager, wie langsam bist du,
Wärst du verliebt, du führst eiliger zu! 

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]