6 Liebeslieder von Hoffmann von Fallersleben für Alt (oder Bariton)

Song Cycle by Heinrich August Marschner (1795 - 1861)

Word count: 595

1. Ja, du bist mein [sung text checked 1 time]

    Ja, du bist mein!
Ich will's dem blauen Himmel sagen,
Ich will's der [dunkeln]1 Nacht vertrau'n,
Ich will's als frohe Botschaft tragen
Auf Bergeshöh'n, durch Heid' und Au'n.
Die ganze Welt soll Zeuge sein:
    Ja, du bist mein!
    Und ewig mein!

    Ja, du bist mein!
In meinem Herzen sollst du leben,
Sollst haben was sein Liebstes ist,
Du sollst von Lieb' und Lust umgeben
Ganz fühlen, daß du glücklich bist.
Schließ mich in deine Arme ein!
    Ja, du bist mein!
    Und ewig mein!

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  • ENG English (John H. Campbell) , "Yes, you are mine!", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte von Hoffmann von Fallersleben, Auswahl von Frauenhand. Hannover, Carl Rümpler, 1862, page 319.

1 Marschner: "dunklen"

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2. Wenn die Lerche singt [sung text not yet checked]

Wenn die Lerche singt, wenn das Veilchen sprießt,
Wenn der Gießbach sich in das Tal ergießt
Wenn im Frühthau die Knospen sich dehnen,
Dann erbebt in Bangen und Sehnen,
In Leib und in Lust
Mir das Herz in der Brust,
Und es möchte fliehn mit dem Sonnenstrahl
Ueber Berg und Thal,
Durch Wald und Feld
Hinaus in die weite unendliche Welt.

Und so war's in jedem Frühling:
Immer zog mein Herz hinaus,
Mit der alten Sehnsucht kam es
Immer wieder heim nach Haus.
Herz, wie bist du still geworden!
Was du suchtest, wurde dein:
Ja, es ist dein erster Frühling,
Wo du nicht mehr bist allein.
Sei gegrüßt, du Frühlingssonne!
Neues Leben, neue Wonne!
Ich darf kein Fremdling hienieden mehr sein --
Die weite unendliche Welt ist mein!

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3. Die Bäume grünen überall [sung text checked 1 time]

Die Bäume [grünen]1 überall,
Die Blumen blühen wieder,
Und wieder singt die Nachtigall
Nun ihre alten Lieder.
[O glücklich, wer noch singt und lacht,
Dass auch der Frühling sein gedacht!]2

[ ... ]

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , "My springtime", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Hoffmann's von Fallersleben Gesammelte Werke; Erster Band : Lyrische Gedichte: Dichterleben, Liebesleben, Berlin, F. Fontane, 1890, p. 344

1 Piutti (and some editions of Hoffmann von Fallersleben): "blühen"
2 omitted by Dresel.
3 omitted by Marschner and Dresel.

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4. Auf die Berge muß ich gehen [sung text checked 1 time]

Auf die Berge muß ich gehen, 
muß nach deinem Fenster sehen, 
muß dir winken, muß dir nicken, 
muß dir tausend Grüße schicken, 
Glück dir wünschen, Dank dir sagen,
denn in diesen Frühlingstagen:
O Johanna, gabst nur Du 
Freude mir und Glück und Ruh.
Von den Bergen steig ich nieder, 
der mich sandte meine Lieder, 
all die schönsten die ich habe, 
die als duftge Frühlingsgabe, 
diese Botschaft dir zu sagen, 
ja, in diesen Frühlingstagen:
O Johanna, gabst nur du 
Freude mir und Fried und Ruh.

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  • ENG English (John H. Campbell) , "On the mountains, I must go", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission

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5. O der Liebe süsse Leiden [sung text not yet checked]

O der Liebe süße Leiden!
O der Liebe sel'ge Lust!
Muß ich darum dich nur meiden,
Muß ich darum heute scheiden,
Daß ich werde ganz bewußt
Nur der Liebe füßen Leiden,
Nur der Liebe sel'gen Lust!

Lebe wohl! und stiller Frieden
Sei mit dir und heitre Ruh!
Ist dir Alles einst beschieden,
Was dein Herz sich wünscht hienieden,
Denke mein und sag auch du:
Lebe wohl! und stiller Frieden
Sei mit dir und heitre Ruh! 

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6. Hast du nicht einen Gruss für mich? [sung text not yet checked]

Ich möchte mit den Vögeln ziehn,
Ich möchte mit den Wolken fliehn,
Ich möchte auf des Windes Flügel
Enteilen über Thal und Hügel,
Daß ich Dich sah' und fragte Dich,
Und fragte Dich herzinniglich:
Hast Du nicht einen Gruß für mich?

Still ruh' ich hier im kühlen Klee,
Es fällt auf mich der Blüthenschnee;
Ein Turteltäubchen hör' ich girren.
Ich lasse meine Blicke irren
Ins grüne Land, weit übern Rhein,
Weit in die blaue Fern' hinein,
Und denke Dein, und denke Dein.

Und mit den Vögeln möcht' ich ziehn,
Und mit den Wolken möcht' ich fliehn,
Ich möchte auf des Windes Flügel
Enteilen über Thal und Hügel,
Daß ich Dich säh' und fragte Dich,
Und fragte Dich herzinniglich:
Hast Du nicht einen Gruß für mich? 

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