Zehn Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by (Johann Hermann) Heinrich Böie (1825 - 1879)

Word count: 541

1. Gondellied (auf dem Lago di Como) [sung text not yet checked]

Klinge leise,
Klinge sacht,
Kleine Weise
Durch die Nacht!

Horch! es rauschet
Well' am Kahn.
Liebchen lauschet
Vom Altan.

Luna schleiert
Sanft den Blick.
Alles feiert --
Komm', mein Glück!

Klinge leise,
Klinge sacht,
Kleine Weise
Durch die Nacht!

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2. Die Zauberin [sung text not yet checked]

Du zartes, holdes Mägdelein
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Mein Platz [sung text not yet checked]

Nicht Haus, noch Stein
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

4. Lebewohl [sung text not yet checked]

Man weiss es nicht
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

5. Und die Waldsteig sind dunkel [sung text not yet checked]

Und die Waldsteige sind dunkel,
Und die Bäume wehn kühl.
Ueberm Felde da funkelt
Die Sonne so schwül.

Wer ein'n Schatz hat im Sommer
Und herzen ihn möcht',
Zum Walde nur komm' er;
Da find't er's nit schlecht.

Die Lieb' und die Sonne
Die find allebeide schwül,
Und allebeid' auf Einmal
Das brennt gar zu viel.

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6. O Welt, du bist so wunderschön [sung text not yet checked]

[Nun]1 [bricht]2 aus [allen]3 Zweigen
Das [maienfrische Grün]4,
Die ersten Lerchen steigen,
Die [ersten]5 Veilchen blüh'n;
Und golden liegen Tal und Höh'n --
O Welt, du bist so wunderschön
Im Maien!
 
Und wie die Knospen springen,
Da regt sich's allzumal;
Die [muntren]6 Vögel singen,
Die Quelle rauscht [in's]7 Tal;
Und freudig [schallt]8 das Lustgetön:
O Welt, du bist so wunderschön
Im Maien!
 
Wie sich die Bäume wiegen
Im lieben Sonnenschein!
Wie hoch die Vögel fliegen,
Ich möchte hinterdrein;
Möcht' jubeln über Tal und Höh'n:
O Welt, du bist so wunderschön,
Im Maien!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Julius Rodenberg, Lieder, Neue wohlfeile Ausgabe, Hannover: Carl Rümpler, 1862, pages 113-114.

1 Gericke, Schwantzer, Sieber: "Es"; Högg: "Noch"; further changes may exist not shown above.
2 Högg: "blüht"; further changes may exist not shown above
3 I. Lachner: "vollen"; further changes may exist not noted above.
4 Hiller: "frische Maiengrün"
5 Billeter: "kleinen"
6 Hiller, Marx: "muntern"
7 Hiller: "zu"
8 Marx: "hallt"

Research team for this text: Ferdinando Albeggiani , Sharon Krebs [Guest Editor]

7. Abendlied [sung text not yet checked]

Lächelnd sinkt der Abend nieder, 
Rings erschallen Jubellieder, 
Alles jauchzt in froher Lust; 
Und sich liebend zu vereinen  
Zählt das Vateraug' die Seinen, 
Sucht' das Kind der Mutter Brust.  

Aber aus dem Freudenkreise, 
Einsam trauernd schleicht die Waise, 
Sie vermißt kein fühlend Herz. 
Allen Stürmen Preis gegeben, 
Irrt verlassen sie durch's Leben, 
In der Brust den tiefen Schmerz.  

Da plötzlich hehr und mild, 
Naht ihr des Freundes Bild, 
Und mit gefühltern Schlägen 
Klopft ihm ihr Herz entgegen. 
Was sie in guten Stunden 
Geträumt, gehofft, empfunden: 
Was sie entbehrt, beweint: 
In ihm ist es vereint. 

Keine Hoffnung, die ihr bliebe! 
Nahmenlos ist ihre Liebe, 
Unnennbar ist ihre Pein!  --  
Jeden Tag vor ihm sich zeigen! 
Schweigend lieben, liebend schweigen! 
Scheiden!  --  und vergessen sein.  

Verschmäht, verbannt, verstoßen, 
Folgt Sturm und Ungemach, 
Der Heimath- ,  Älternlosen 
Auf allen Wegen nach. 
Die Welt kennt nicht Erbarmen, 
Sie fühlt nur eig'ne Noth.   --  
Was bleibt der trostlos Armen? 
Verzweiflung, Wahnsinn, Tod!  

Nein  --  holdlächelnd wie Aurore 
Öffnest du die gold'nen Thore 
Der Verlass'nen, heil'ge Kunst! 
Sang und Saitenspiel ertönen, 
Sanfter rinnt der Strom der Thränen 
In der Sonne deiner Gunst.  

Du erhebst das Leid zum Liede, 
Dir entblüht ein kurzer Friede,
Mild in sturmbewegter Brust; 
Und aus trüber Thränenquelle 
Hebt melodisch sich die Welle; 
Labt den Schmerz  --  wehmüth'ge Lust. 

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Confirmed with Pius Alexander Wolff, Preciosa. Schauspiel in vier Akten, Wien: Chr. F. Schade, 1825. Spoken to orchestral accompaniment by Preciosa, the titular character in erster Akt, fünfte Scene, pages 13 - 14. This Schauspiel is loosely based on a Cervantes short story called "La gitanilla", but it is in no way a translation of any specific Spanish text within the story.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

8. Am Hafen [sung text not yet checked]

Um Ufer rauscht es leise, 
Geruhig liegt der Strand,
Die Wellen ziehen Kreise 
Im weißen Meeressand.

Hinter grünenden Hügeln
Sank die Sonne gemach,
Nun folgt auf leisen Flügeln 
Der milde Abend nach.

Stimmen weit aus der Ferne 
Klingen über die See, --
Und die ewigen Sterne 
Wandeln durch die Höh! 

Authorship

Confirmed with Klaus Groth's Gesammelte Werke. Vierter Band. Plattdeutsche Erzählungen - Hochdeutsche Gedichte, Kiel und Leipzig, Verlag von Lipsius & Tischer, 1893, page 233.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

9. Die Wälder ruh'n und schlafen [sung text not yet checked]

Die Wälder ruh'n und schlafen
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  • by Anonymous / Unidentified Author

10. Wiegenlied [sung text not yet checked]

Schlaf, mein liebes Kind, schlaf ein!
Hin ist Tag und Sonnenschein.
Hast dein fröhlich Werk vollbracht,
Hast gespielt, gescherzt, gelacht.
Bist so müde, schlaf nun ein,
Mutter will auch bei dir sein!

Dunkel deckt schon Flur und Wald,
Schaurig ist die Nacht und kalt.
Fest verwahrt ist jedes Haus,
Und die Lichter löschen aus.
Alles neigt sich nun zur Ruh';
Schliess' auch du dein Äuglein zu!

Sieh, die Äuglein schlossen sich;
Schläfst so sanft, wie freu' ich mich!
Nicht ein Gliedchen mehr sich regt,
Nur das kleine Herzchen schlägt.
Gottes Vaterauge wacht,
Süsser Engel, gute Nacht!

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Note: when we manage to find the original poem and can tell which stanzas were left out, this text will be merged with the alternative text listed below.


Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]