Rosenlieder

Song Cycle by Philipp, Fürst zu Eulenburg-Hertefeld (1847 - 1921)

Word count: 537

1. Monatsrose [sung text checked 1 time]

Aus des Nachbars Haus
Trat mein Lieb hinaus,
Hielt ein Röslein in der Hand.
Und ich stand am Zaun,
Konnt' nicht satt mich schau'n,
Nicht ein Wort zum Gruß ich fand!
Und sie sprach zu mir:
"Sieh' dies Röslein hier,
Sieh', das soll dein eigen sein."
In der Rosenzeit
Ward das Herz so weit,
Ward das schönste Röslein mein!

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Damask rose", copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

Research team for this text: Martin Stock , Sharon Krebs [Guest Editor]

1. Down the village street[sung text checked 1 time]

Down the village street
Trips my Lady sweet,
Blooming roses in her hand.
And my heart beats fast
As she comes at last,
Yet in silence here I [stand.]1
Then she speaks to me:
"Look, a rose for thee!
Take and keep it, it is thine!"
In the time of flow'rs
Wak'ning love is ours,
And the sweetest rose is mine.

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From a score of the setting by Philipp, Fürst zu Eulenburg-Hertefeld
1 In one score the word is given as "mine" in error.
Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Wilde Rose [sung text checked 1 time]

Bei dem Waldessaum im Wiesenhang
Stand am Rosenstrauch mein Lieb und sang.
Sang ein Lied von einer wilden Ros',
Hielt ein Dornenzweiglein in dem Schoß.
 
"Dornen", [sang]1 sie, "Dornen rings umher[.]
Wenn die Lieb' doch ohne Dornen wär!
Seine Lippen sind die Rosen rot,
Seine Küsse bringen Dornennot!"
 
Und sie schwieg; da trat ich leis' zu ihr,
Sprach: "Vergieb, mein Lieb', ich lauschte dir!
Dornen, Dornen! acht' der Dornen nicht,
Wenn die Blüte aus der Knospe bricht!"

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Wild rose", copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission

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1 "sprach" in one publication

Research team for this text: Martin Stock , Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Where the forest and the meadows meet [sung text checked 1 time]

Where the forest and the meadows meet
Stood my love among the roses sweet.
And her song came floating down the breeze,
While the briars clung about her knees.
 
"Thorns," sang she, "thorns all around I see[.]
Oh, if love without a thorn could be!
For his lips are like the roses soft,
But beneath his kisses thorns lurk oft!"
 
And she ceased; then I came gently near,
Said: "Forgive, unseen I listened, dear!
Thorns! Thorns! Oh who for thorns would care,
When the briar trails such roses bear!"

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Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

3. Rankende Rose [sung text checked 1 time]

Sagt, ihr weißen Rankröselein,
was treibt ihr am Hause des Liebchens mein?
Ihr klettert zu ihrem Fenster hinauf?
Gebt Acht! und weckt mir das Mädchen nicht auf!

Wie schlingt ihr euch schmiegend! schaut ihr hinein?
Seht ihr sie schlafen im Mondenschein?
Zittert sein kosendes Silberlicht
auf ihrem freundlichen Angesicht?

Gleitet es über die Wangen hin?
über das Grübchen in ihrem Kinn?
Spielt es mit ihren Goldlöckelein?
Rosen! Rosen! Wollt ihr hinein?
Das Fenster steht auf es rührt sich kein Laut
und leise lächelt die rosige Braut!

Authorship

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Climbing rose", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Martin Stock

4. Seerose [sung text checked 1 time]

Der Abend ist still und dunkel der See,
im Schilfe leuchten die Rosen wie Schnee.
Wir träumen zusammen im schwebenden Boot
und schweigen in lastender Herzensnot.

Es kommen die silbernen Sternelein
und tauchen ihr Licht in das Wasser hinein;
da kühlt ihr Händchen mein Lieb' in dem See
ach! kühlte das Wasser auch unser Weh!

Es hat keine Dornen die Wasserros'
sie trägt den Frieden in ihrem Schoß.
Bei ihr auf dem leuchtenden Seesgrund,
da werden die Herzen alle gesund!

Authorship

Researcher for this text: Martin Stock

5. Weiße und rote Rose [sung text checked 1 time]

Mein Schatz der liegt auf der Todtenbahr',
hat weiße Rosen in seinem Haar,
und weiße Rosen auf seiner Wang',
das Leid, das Leid das trag' ich nicht lang!

Und weiße Rosen, so still und rein,
die werden auch meine Zierde bald sein.
Doch sind wohl die weißen Rosen für mich?
Die roten schmücken mich sicherlich!

Die roten, die roten, die kleiden mich gut,
die sind so rot wie mein Herzeblut!
Das wallet und fließt und strömt hinaus!
mein Lieb, mein Lieb! das Märchen ist aus!

Authorship

Researcher for this text: Martin Stock