Sechs Gesänge mit Begleitung des Piano-Fortes, 14e Sammlung

Song Cycle by Johann Xaver Sterkel (1750 - 1817)

Word count: 430

1. Lebensgenuß [sung text not yet checked]

Uns winket im Lenze des Lebens
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author ( Müller? )

2. Mein Frühling [sung text not yet checked]

Sonst weil ich so gern in der freien Natur
 . . . . . . . . . .

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3. Die Sinnenweihe [sung text not yet checked]

Die Schlafende hab' ich belauscht
 . . . . . . . . . .

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4. Die Sterne [sung text not yet checked]

Wie wohl ist mir im Dunkeln!
Wie weht die laue Nacht!
Die Sterne Gottes funkeln
In feyerlicher Pracht!
Komm, [Ida]1, komm ins Freye,
Und laß in jene Bläue
Und laß zu jenen Höhn
Uns staunend aufwärts sehn.

Sieh, wie die Leyer schimmert!
Sieh, wie der Adler glüht!
Sieh, wie die Krone flimmert,
Und Gemma Funken sprüht!
Die hellen Wächter winken,
Die goldnen Wagen blinken,
Und stolz durchschwimmt der Schwan
Den blauen Ocean.

O Sterne Gottes, Zeugen
Und Boten beßrer Welt,
Ihr heißt den Aufruhr schweigen,
Der [unsern]2 Busen schwellt.
Ich seh' hinauf, ihr Hehren,
Zu euren lichten Sphären,
Und [Ahnung beßrer]3 Lust
Stillt die empörte Brust.

O Ida, wenn die Schwermuth
Dein sanftes Auge hüllt,
Wenn dir die Welt mit Wermuth
Den Lebensbecher füllt;
So geh hinaus im Dunkeln,
Und sieh die Sterne funkeln,
Und leiser wird dein Schmerz,
Und freyer schlägt dein Herz.

[Und wenn im öden Staube
Der irre Geist erkrankt;
Wenn tief in dir der Glaube
An Gott und Zukunft schwankt;]4
Schau auf zu jenen Fernen
Zu jenen ew'gen Sternen!
Schau auf und glaub an Gott,
Und segne Grab und Tod.

O Ida, wenn die Strenge
Des Schicksals einst uns trennt,
Und wenn das Weltgedränge
Nicht Blick noch Kuß [uns gönnt]5;
So schau hinauf ins Freye,
In jene weite Bläue!
In jenen lichten Höhn,
Dort, dort ist Wiedersehn!

Und wenn ich einst, o Theure,
Von allem Kampf und Krieg
Im stillen Grabe feyre,
So schau empor und sprich:
»In jenen hohen Fernen,
Auf jenen goldnen Sternen,
Dort, wo's am hellsten blitzt,
Wallt mein Verlorner itzt.« 

O Sterne Gottes, Boten
Und Bürger beßrer Welt,
Die ihr die Nacht der Todten
Zu milder Dämmrung hellt!
Umschimmert sanft die Stätte,
Wo ich aus stillem Bette
Und süßem Schlaf erwach
Zu Edens schönerm Tag!

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Les estrelles", copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De sterren", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Malcolm Wren) , "The stars", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Les étoiles", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with L.T.Kosegarten's Poesieen, Neueste Auflage, Zweyter Band, Berlin 1803, pages 6-9; and with Ludwig Theoboul Kosergarten's Poesieen. Zweiter Band. Leipzig bei Heinrich Gräff. 1798, pages 301-304. Kosegarten's poem is slightly different in later editions (see below).

First published (only stanzas 1-4 and 6) in Musen-Almanach für das Jahr 1796. Herausgegeben von Schiller. Neustrelitz, bei dem Hofbuchhändler Michaelis, pages 174-176.

1 Harder, Zumsteeg: "Mädchen"
2 Schiller's Musenalmanach, and Harder: "meinen"
3 Schiller's Musenalmanach: "Ahndung ewger"; Harder: "Ahnung ew'ger"
4 omitted by Harder.
5 Schiller's Musenalmanach, and Harder: "vergönnt"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Peter Rastl [Guest Editor]

5. Die Blumen [sung text not yet checked]

Kinder der [verjüngten]1 Sonne,
  Blumen der geschmückten Flur,
Euch erzog zu Lust und Wonne,
  Ja, euch liebte die Natur.
Schön das Kleid mit Licht gesticket,
Schön hat Flora euch geschmücket
  Mit der Farben Götterpracht.
Holde Frühlingskinder, klaget!
Seele hat sie euch versaget,
  Und ihr selber wohnt in Nacht.

Nachtigall und Lerche singen
  Euch der Liebe selig Los,
Gaukelnde Sylphiden schwingen
  Buhlend sich auf eurem Schoß.
Wölbte eures Kelches Krone
Nicht die Tochter der Dione
  Schwellend zu der Liebe Pfühl?
Zarte Frühlingskinder, weinet!
Liebe hat sie euch verneinet,
  Euch das selige Gefühl.

Aber hat aus Nannys Blicken
  Mich der Mutter Spruch verbannt,
Wenn euch meine Hände pflücken
  Ihr zum zarten Liebespfand,
Leben, Sprache, Seelen, Herzen,
Stumme Boten süßer Schmerzen,
  Goß euch dies Berühren ein,
Und der mächtigste der Götter
Schließt in eure stillen Blätter
  Seine hohe Gottheit ein.

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1 Sterkel: "vergnügten"; further changes may exist not shown above.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

6. Liebe und Treue [sung text not yet checked]

Auf dürrem blumenlosen Land
 . . . . . . . . . .

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