Zwei Lieder für Alt mit Pianoforte

Song Cycle by Karl Heinrich Carsten Reinecke (1824 - 1910)

Word count: 269

1. Schlummerlied [sung text not yet checked]

Draußen [blinket in silbernem]1 Schein
Schon der Mond mit den Sternelein,
Und [der Tag ist wieder entfloh'n]2,
Blumen und Vögel [sie]3 schlafen schon.
   [Su su su!
   Schlaf auch du!
Schlafe, mein Kindchen, in süßer Ruh!]3

Leid und Freude, Kummer und Qual
Ziehen [noch]4 über Berg und Thal,
Suchen Herberg' im Abendschein,
Schleichen in Haus und [Herzen]5 ein.
   [Su su su!]6
   Schlaf auch du!
Schlafe, mein Kindchen, in süßer Ruh!

Kommt die [Freude]7, wir lassen sie ein,
Leid und Kummer soll draußen sein.
Nur die [Freude halte]8 die Wacht
[Fröhlich]9 bei dir die [lange]10 Nacht!
   [Su su su!
   Schlaf auch du!
Schlafe, mein Kindchen, in süßer Ruh!]3

Schleicht das Leid sich [dennoch]11 ein,
[Heißt, mein Kindchen, dich weinen und schrei'n]12,
[Eilt die Mutterliebe]13 herzu,
Sitzt an der Wieg' und [singet im Nu]14:
   [Su su su!]6
   Schlaf auch du!
Schlafe, mein Kindchen, in süßer Ruh!

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (Sharon Krebs) , "Slumber song", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Kinderlieder von Hoffmann von Fallersleben. Erste vollständige Ausgabe besorgt durch Dr. Lionel von Donop, Zweite Auflage, Berlin, G. Grote'sche Verlagsbuchhandlung, 1878, pages 27-28.

1 Reinecke: "blickt im silbernen"
2 Gumbert: "wieder ist der Tag entfloh'n"
3 Omitted by Reinecke.
4 Gumbert: "all' "
5 Gumbert: "in Herzen"
6 Reinecke: "Alles schläft, so"
7 Reinecke: "Freud'"
8 Gumbert: "Freude, die halte"
9 Reinecke: "Treulich"
10 Gumbert: "ganze"
11 Reinecke: "doch bei dir"
12 Reinecke: "Heißt dich weinen, süss' Kindchen mein"
13 Reinecke: "Mutterliebe, sie eilt"
14 Reinecke: "singt dazu"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Sharon Krebs [Guest Editor]

2. Abendreih'n [sung text not yet checked]

"Guten Abend, lieber Mondenschein!
Wie blickst mir so traulich ins Herz hinein!
Nun sprich, und laß dich nicht lange fragen,
Du hast mir gewiß einen Gruß zu sagen,
    Einen Gruß von meinem Schatz!" --
 
"Wie [sollt']1 ich bringen den Gruß zu dir?
[Du hast ja]2 keinen Schatz bei mir;
Und was mir da unten die [Burschen]3 sagen,
Und was mir die Frauen und Mädchen klagen,
    Ei, das versteh' ich nicht." --
 
"Hast Recht, [mein]4 lieber Mondenschein,
Du darfst auch Schätzchens Bote nicht sein;
Denn thätst [du zu tief]5 ihr ins Auge sehen,
Du könntest ja nimmermehr untergehen,
    Schienst ewig nur für sie.“
 
Dies Liedchen ist ein Abendreih'n,
Ein Wandrer sang's im Vollmondschein;
Und die es lesen bei Kerzenlicht,
Die Leute verstehen das Liedchen nicht,
    Und ist doch kinderleicht.

Authorship

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  • ENG English (Michael P. Rosewall) , copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Chant du soir", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed withGedichte von Wilhelm Müller, mit Einleitung und Anmerkungen herausgegeben von Max Müller, Erster Theil, Leipzig: F.A. Brockhaus, 1868, page 34

1 Draeseke, Fischhof: "soll"
2 Draeseke, Fischhof: "Hab' ich doch"
3 Draeseke: "Bursche"
4 Draeseke, Fischhof: "du"
5 Gade: "zu tief du"

Research team for this text: Sharon Krebs [Guest Editor] , Andrew Schneider [Guest Editor]