German (Deutsch) translations of Vier Lieder für Sopran oder Tenor, opus 18
by Ferdinand Gumbert (1818 - 1896)
Hinaus, hinaus! Die Wogen sinken,
Vertobt ist jest des Meeres Wuth.
Sie laden freundlich uns, sie winken
Dem Schifflein das im Hafen ruht.
Die Segel hinauf! Hinaus, hinaus!
Leb wohl, du geliebtes Vaterhaus!
Den Anker los! Fort aus dem Hafen!
Hinein ins blaue Meer jetzt! Fort!
Eh' sie daheim noch ausgeschlafen,
Liegt weit schon hinter uns der Port.
Da schwindet er schon der heimische Strand!
Leb wohl, du geliebtes Vaterland!
Text Authorship:
- by Otto Inkermann (1823 - 1862), as C. O. Sternau, "Einschiffung", appears in Knospen: Gedichte von C. O. Sternau
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Confirmed with Knospen: Gedichte von C. O. Sternau, Zweite stark vermehrte Auflage, Magdeburg, Verlag von Emil Baensch, page 56.
Wenn Deine Hochzeit nahet, Leg' ich ins Grab mich hinein; Dann fließt doch keine Thräne In euren Freudenwein. Dann lacht Dir Keiner ins Antlitz, Wenn Treue Du versprichst; Brauchst Dich nicht zu verstecken, Wenn Du den Brautkranz flichst. Und hast Du zu wenig Blumen, Um sie durch den Kranz zu zieh'n; Geh nur zu meinem Grabe, Da werden wohl einige blüh'n.
Text Authorship:
- by Anton Alexander, Graf von Auersperg (1806 - 1876), as Anastasius Grün, "Der Verlobten", appears in Blätter der Liebe, in Erste Liebe
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[Übern]1 Garten durch die Lüfte Hört' ich Wandervögel ziehn, Das bedeutet Frühlingsdüfte, Unten fängt's schon an zu blühn. Jauchzen möcht' ich, möchte weinen, [Ist mir's]2 doch, als könnt's nicht sein! Alte Wunder wieder scheinen Mit dem [Mondesglanz]3 herein. Und der Mond, die Sterne sagen's, Und im [Träumen]4 rauscht's der Hain, Und die Nachtigallen schlagen's: [Sie ist deine, sie ist dein]5!
Text Authorship:
- by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857), "Frühlingsnacht", appears in Gedichte, in 4. Frühling und Liebe
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View original text (without footnotes)Confirmed with Gedichte von Joseph Freiherrn von Eichendorff, Halle: Druck und Verlag von Otto Hendel, 1888, page 160.
Note: the Dover score for Schumann's song has "Alle" instead of "Alte" in stanza 2, line 3, word 1.
1 Bill, Gumbert, Sternberg: "Über'm"; further changes for Gumbert and Sternberg may exist not noted above.2 Bill: "Ist's mir"
3 Bill, Jensen: "Mondenglanz"
4 Jensen, Schumann: "Traume"
5 Bill: "Sie, ja sie ist dein, sie ist dein"
Es fliegt manch Vöglein in das Nest, Und fliegt auch [wied'r heraus;]1 Und bist du 'mal mein Schatz gewest, So ist die Liebschaft aus. Du hast mich schlimm betrogen Um schnöden Geldgewinn -- Viel Glück, viel Glück zum reichen Mann!2 Geh du nur immer hin! Viel Blümlein steh'n im hohen Korn Von roth und blauer Zier, Und hast du eins [davon verlorn]3, So such ein andres dir. Glaub' nicht, daß ich mich gräme Um deinen falschen Sinn -- Ich find' schon einen andern [Schatz]4;2 Geh du nur immer hin!
Text Authorship:
- by Emanuel von Geibel (1815 - 1884), no title, appears in Jugendgedichte, in 4. Viertes Buch, in Escheberg. Sankt Goar, in Lieder eines fahrenden Schülers, no. 2
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View original text (without footnotes)Confirmed with: Gedichte von Emanuel Geibel, Berlin: Verlag von Alexander Duncker, 1855, page 239.
1 Silcher: "wiedrum aus,"; Weins: "wieder 'raus"2 Silcher adds "Geh' du, la la la, geh' du, la la la,"
3 Weins: "verlor'n davon"
4 Blumenthal: "Mann"