German (Deutsch) translations of Vier Lieder für gemischten Chor, opus 26
by Hans Harthan (1855 - 1936)
Kein' [schöner]1 Zeit auf Erden ist, Als wie die Zeit im Maien; Kein höher Freud auf Erden ist, Als gehn im Mai zu Zweien, zu Zweien, Im Herzen lauter Sonnenschein Durchwandern Wiese, Feld und Hain Und gar nichts weiter üben Als lieben, nur lieben! Schon ist der holde Mai gekehrt, Die Lüftlein wehen linde, Und ward dir noch kein Lieb beschert, So such dir eins geschwinde, geschwinde! Die Vöglein singens früh und spat: So ist's bestimmt in Gottes Rath, Im Mai soll man nichts üben, Als lieben, nur lieben!
Text Authorship:
- by Julius Karl Reinhold Sturm (1816 - 1896), "Mailiedchen"
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View original text (without footnotes)Confirmed with Harfe und Leyer. Jahrbuch lyrischer Originalien, herausgegeben von Karl Barthel und Ludwig Grote, Hannover: Karl Rümpler, 1854, page 204.
1 Samson: "schönre'"; further changes may exist not shown above.Sah ein Knab' ein Röslein stehn, Röslein auf der Heiden, War so jung und morgenschön, Lief er schnell es nah zu sehn, Sah's mit vielen Freuden. Röslein, Röslein, Röslein [roth]1, Röslein auf der Heiden. Knabe sprach: ich breche dich, Röslein auf der Heiden! Röslein sprach: ich steche dich, Daß du ewig denkst an mich, Und ich will's nicht leiden. Röslein, Röslein, Röslein roth, Röslein auf der Heiden. Und der wilde Knabe brach 's Röslein auf der Heiden; Röslein wehrte sich und stach, Half [ihr]2 doch kein Weh und Ach, Mußt' es eben leiden. Röslein, Röslein, Röslein roth, Röslein auf der Heiden.
Text Authorship:
- by Johann Wolfgang von Goethe (1749 - 1832), "Heidenröslein", written 1771, first published 1772
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View original text (without footnotes)Confirmed with Goethe's Werke, Vollständige Ausgabe letzter Hand, Erster Band, Stuttgart und Tübingen, in der J.G.Cotta'schen Buchhandlung, 1827, page 17.
First published in a different version by Johann Gottfried Herder in 1772 with the title "Fabelliedchen", and again in 1779 with the title "Röschen auf der Heide" (see below).
1 Lang: "schön"2 Reichardt: "ihm"
Eia popeia, Schlief lieber [wie]1 du! Willst mirs nicht glauben, So sieh mir nur zu. Sieh mir nur zu, Wie schläfrig ich bin! Schlafen, zum Schlafen, Da steht mir mein Sinn! Eia popeia! Hab ich mein Kindele Schlafen gelegt, Hab ich's mit Walte- Gott Vater! zudeckt. Des walt Gott Vater, Sohn, heiliger Geist, Der mir mein Kindele Tränket und speist! Eia popeia!
Text Authorship:
- from Volkslieder (Folksongs) , appears in Des Knaben Wunderhorn
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View original text (without footnotes)1 Hermann: "als"; further changes may exist not noted above.
Neig' [schöne]1 Knospe, dich zu mir, Und was ich bitte das tu' mir! Ich will dich [pflegen und]2 halten; [Du sollst bei mir erwarmen Und sollst in meinen Armen Zur]3 Blume dich entfalten.
Text Authorship:
- by Friedrich Martin von Bodenstedt (1819 - 1892), no title, appears in Die Lieder des Mirza-Schaffy, in Hafisa, no. 4
Based on:
- a text in Azerbaijani (Azərbaycan dili) by Mirzə Şəfi Vazeh (1794 - 1852) [text unavailable]
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View original text (without footnotes)1 Quilter: "schön' "
2 M. Hauptmann: "pflegen, will dich"
3 M. Hauptmann: "Bei mir sollst du erwarmen, in meinen Armen;/ Bei mir sollst du zur"