German (Deutsch) translations of Sechs Gesänge, opus 18
by Robert Franz (1815 - 1892)
1. Marie
by Robert Franz (1815 - 1892), "Marie", op. 18 (Sechs Gesänge) no. 1, published 1853 [ voice and piano ], Leipzig, Whistling
Language: German (Deutsch)
Marie, am Fenster sitzest du, Du liebes, süßes Kind, Und siehst dem Spiel der Blüthen zu, Verweht im Abendwind. Der Wand'rer, der vorüber geht, Er lüftet fromm den Hut. Du bist ja selbst, wie ein Gebet, So fromm, so schön, so gut. Die Blumenaugen seh'n empor Zu deiner Augen Licht! Die schönste Blum' im Fensterflor Ist doch dein Angesicht. Ihr Abendglocken, grüßet sie Mit süßer Melodie! O brech' der Sturm die Blumen nie, Und nie dein Herz, Marie!
Text Authorship:
- by Rudolph von Gottschall (1823 - 1909), "Marie", appears in Die Göttin. Ein Hoheslied vom Weibe, in Das Weib. Eine Dithyrambe, in Die Göttin, in Liebesstudien
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by Rudolph von Gottschall (1823 - 1909)
2. Im Rhein, im heiligen Strome
by Robert Franz (1815 - 1892), "Im Rhein, im heiligen Strome", op. 18 (Sechs Gesänge) no. 2, published 1853 [ voice and piano ], Leipzig, Whistling
Language: German (Deutsch)
Im Rhein, im heiligen Strome, Da spiegelt sich in den Well'n Mit seinem großen Dome Das große, heil'ge Köln. Im Dom da steht ein Bildnis, Auf goldenem Grunde gemalt; In meines Lebens Wildnis Hat's freundlich hineingestrahlt. Es schweben Blumen und Eng'lein Um unsre liebe Frau; Die Augen, die Lippen, die Wänglein, Die gleichen der Liebsten genau.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 11
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Note: in the first version of the poem, Heine has "heiligen" in stanza 1, line 1, word 4.
by Heinrich Heine (1797 - 1856)
3. Nun hat das Leid ein Ende
by Robert Franz (1815 - 1892), "Nun hat das Leid ein Ende", op. 18 (Sechs Gesänge) no. 3, published 1853 [ voice and piano ], Leipzig, Whistling
Language: German (Deutsch)
Nun hat das Leid ein Ende, Der Frühling kommt gezogen, Und mit ihm ist behende Die Lieb' herbeigeflogen, Sie wird sich bald, die lose, Im grünen Busch verstecken, Und die verschlafne Rose Zum Leben auferwecken. Und blüht die Rose wieder, Dann hat sie leichtes Siegen, Wenn lustig auf und nieder Die gold'nen Wünsche fliegen. Doch wirst du meine Schritte Du Liebesfrühling segnen, Wenn ich mit leiser Bitte Ihr suche zu begegnen?
Text Authorship:
- by (Karl) Wilhelm Osterwald (1820 - 1887), "Mit leiser Bitte", appears in Gedichte, in 1. Erstes Buch: Lieder, no. 31, first published 1848
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by (Karl) Wilhelm Osterwald (1820 - 1887)
4. Meerfahrt
by Robert Franz (1815 - 1892), "Meerfahrt", op. 18 (Sechs Gesänge) no. 4, published 1853 [ voice and piano ], Leipzig, Whistling
Language: German (Deutsch)
Mein Liebchen, wir sassen beisammen, Traulich im leichten Kahn. Die Nacht war still, und wir schwammen Auf öder Wasserbahn. Die Geisterinsel, die schöne, Lag dämm'rig im Mondenglanz; Dort klangen liebe Töne, Und wogte der Nebeltanz. Dort klang es lieb und lieber, Und wogt' es hin und her; Wir aber schwammen vorüber, Trostlos auf weitem Meer.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Buch der Lieder, in Lyrisches Intermezzo, no. 42
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by Heinrich Heine (1797 - 1856)
5. Möcht wissen, was sie schlagen
by Robert Franz (1815 - 1892), "Möcht wissen, was sie schlagen", op. 18 (Sechs Gesänge) no. 5, published 1853 [ voice and piano ], Leipzig, Whistling
Language: German (Deutsch)
Möcht wissen, was sie schlagen So schön bei der Nacht, 's ist in der Welt ja doch niemand, Der mit ihnen wacht. Und die Wolken, die reisen, Und das Land ist so blaß, Und die Nacht wandelt leise Durch den Wald übers Gras. Nacht, Wolken, wohin sie gehen, Ich weiß es recht gut, Liegt ein Grund hinter den Höhen, Wo meine Liebste jetzt ruht. Zieht der Einsiedel sein Glöcklein, Sie höret es nicht, Es fallen ihre Löcklein Übers ganze Gesicht. Und daß sie niemand erschrecket, Der liebe Gott hat sie hier Ganz mit Mondschein bedecket, Da träumt sie von mir.
Text Authorship:
- by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857), "Die Nachtigallen", appears in Gedichte, in 5. Totenopfer
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by Joseph Karl Benedikt, Freiherr von Eichendorff (1788 - 1857)
6. Mit schwarzen Segeln
by Robert Franz (1815 - 1892), "Mit schwarzen Segeln", op. 18 (Sechs Gesänge) no. 6, published 1853 [ voice and piano ], Leipzig, Whistling
Language: German (Deutsch)
Mit schwarzen Segeln segelt mein Schiff wohl über das wilde Meer; du weißt, wie sehr ich traurig bin, und kränkst mich doch so sehr. Dein Herz ist treulos wie der Wind und flattert hin und her; mit schwarzen Segeln segelt mein Schiff wohl über das wilde Meer.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Verschiedene, in Seraphine, no. 11
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by Heinrich Heine (1797 - 1856)