by Johann Ludwig Tieck (1773 - 1853)
Sind es Schmerzen, sind es Freuden
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Language: German (Deutsch)
Sind es Schmerzen, sind es Freuden, Die durch meinen Busen ziehn? Alle alten Wünsche scheiden, Tausend neue Blumen blühn. Durch die Dämmerung der Tränen Seh' ich ferne Sonnen stehn, - Welches Schmachten! welches Sehnen! Wag' ich's? soll ich näher gehn? Ach, und fällt die Träne nieder, Ist es dunkel um mich her; Dennoch kömmt kein Wunsch mir wieder, Zukunft ist von Hoffnung leer. So schlage denn, strebendes Herz, So fließet denn, Tränen, herab, Ach, Lust ist nur tieferer Schmerz, Leben ist dunkeles Grab, - Ohne Verschulden Soll ich erdulden? Wie ist's, daß mir im Traum Alle Gedanken Auf und nieder schwanken! Ich kenne mich noch kaum. O, hört mich, ihr gütigen Sterne, O höre mich, grünende Flur, Du, Liebe, den heiligen Schwur: Bleib' ich ihr ferne, Sterb' ich gerne. Ach, nur im Licht von ihrem Blick Wohnt Leben und Hoffnung und Glück!
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Text Authorship:
- by Johann Ludwig Tieck (1773 - 1853), no title, appears in Liebesgeschichte der schönen Magelone und des Grafen Peter von Provence, no. 4, chapter heading: "Peter sieht die schöne Magelone" [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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Word count: 151