by Marie Jean Léon, Marquis d'Hervey-Saint-Denys (1823 - 1892)
Translation by Hans Bethge (1876 - 1946)
Wenn nur ein Traum das Dasein ist
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Language: German (Deutsch)  after the French (Français)
Wenn nur ein Traum das Dasein ist, Warum denn Müh und Plag? Ich trinke, bis ich nicht mehr kann, Den ganzen, lieben Tag! Und wenn ich nicht mehr trinken kann, Weil Leib und Kehle voll, So tauml' ich hin vor meiner Tür Und schlafe wundervoll! Was hör ich beim Erwachen? Horch! Ein Vogel singt im Baum. Ich frag ihn, ob schon Frühling sei, Mir ist als wie im Traum. Der Vogel zwitschert: "Ja! Der Lenz Sei kommen über Nacht!" Ich seufze tief ergriffen auf Der Vogel singt und lacht! Ich fülle mir den Becher neu Und leer ihn bis zum Grund Und singe, bis der Mond erglänzt Am schwarzen Firmament! Und wenn ich nicht mehr singen kann, So schlaf ich wieder ein, Was geht denn mich der Frühling an!? Laßt mich betrunken sein!
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- by Hans Bethge (1876 - 1946), "Der Trinker im Frühling", appears in Die chinesische Flöte [an adaptation] [author's text checked 1 time against a primary source]
Based on:
- a text in French (Français) by Marie Jean Léon, Marquis d'Hervey-Saint-Denys (1823 - 1892), "Un jour de printemps" [an adaptation]
Based on:
- a text in Chinese (中文) by Li-Tai-Po (701 - 762), "春日醉起言志"
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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]
This text was added to the website: 2004-01-16
Line count: 24
Word count: 139