by Robert Reinick (1805 - 1852)
Wellen blinkten durch die Nacht
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Language: German (Deutsch)
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Wellen blinkten durch die Nacht, Blaß der Mond am Himmel stand, Mägdlein saß an Ufers Strand, Hielt bei ihren Leinen Wacht, Sang in wilden Melodei'n In die weite Nacht hinein: Bleiche, bleiche weißes Lein, In des stillen Mondes Hut, Bist du bleich, dann bist du gut, Bist du bleich, dann bist du rein. -- Bleiche, bleiche, weißes Lein! Bleich muß alles Ende sein! Sonne gibt zu lichten Schein, Lässt dem Herzen keine Rast; Ist der Tag nur erst erblaßt, Wird das Herz auch ruhig sein. -- Bleiche, bleiche, weißes Lein! Bleich muß alles Ende sein! War ein töricht Mägdelein, Rot und frisch mein Angesicht; Rote Wangen taugen nicht, Locken Unglück nur herein. -- Bleiche, bleiche, weißes Lein, Bleich muß alles Ende sein! Bleichet denn, ihr Wangen mein! Bleiche meiner Augen Schein! Bleiche, bleiche, weißes Lein! Sollst umhüllen mein Gebein! -- Bleich muß alles Ende sein! Bist du bleich, dann bist du rein!
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View text with all available footnotesConfirmed with Deutscher Musenalamanach auf das Jahr 1834, page 268 and in the 1849 collection Deutschland's Balladen- und Romanzen-Dichter von G. A. Bürger bis auf die neueste Zeit, Karlsruhe : Verlag von Wilhelm Kreuzbauer. This is the first version of the poem.
Text Authorship:
- by Robert Reinick (1805 - 1852), "Der Bleicherin Nachtlied", appears in Lieder, in Romanzen und Balladen [formerly Bilder], first published 1844 [author's text checked 1 time against a primary source]
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Researcher for this page: Joanna Lonergan
This text was added to the website: 2005-07-04
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