by Moritz Hartmann (1821 - 1872)

Es treibt mich hinaus, hinaus
Language: German (Deutsch) 
Es treibt mich hinaus, hinaus, 
Zu enge wird Stub' und Haus, 
Ich muß hinunter, den Garten befragen,
Wie es so wundersam geschieht,
Daß es in diesen sonnigen Tagen
Gewaltig mich treibt und lockt und zieht 
Hinaus, hinaus! 

Ach, aber die Knospen sind stumm,
Ich frage vergebens: warum, warum? 
Ich kann ihre Antwort nimmer erwarten,
Bei Blüthen und Knospen wird mir so eng,
Ich muß hinaus aus dem schweigenden Garten 
Hinaus in's sprossende, freie Gedräng,
Hinaus, hinaus! 

Da steh' ich im grünenden Wald, 
Es duftet und singet und schallt,
Und mir ist zu Muthe noch immer, 
Als säß' ich gefangen, geängstigt zu Haus
Auf meinem dunklen, schweigenden Zimmer. 
Ich möchte noch immer hinaus, hinaus,
Hinaus, aus der singenden Welt hinaus! 

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Confirmed with Neuere Gedichte von Moritz Hartmann, Leipzig, Georg Wigand's Verlag, 1847, pages 265-266.


Authorship:

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive):

Settings in other languages, adaptations, or excerpts:

  • Also set in French (Français), a translation by Anonymous/Unidentified Artist ; composed by Caroline Unger, as Caroline Sabatier-Ungher.

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

This text was added to the website: 2015-05-05
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