by Karl Isidor Beck (1817 - 1879)

Eine Thräne
Language: German (Deutsch) 
  Rinne, rinne leise
  Meine Thräne du
  Im gewohnten Gleise
  Meinem Busen zu.
Auf meinen Wangen magst du sehn, 
Ob frisch noch da die Rosen stehn?
  Rinne, rinne leise
  Meine Thräne du!

  Thräne, nicht vergebens
  Bist du voll und groß:
  Schwimmt doch meines Lebens
  Glück in deinem Schooß.
Es schwimmt in dir so viel, so viel, 
Mein Lieben und mein Saitenspiel --
  Thräne, nicht vergebens
  Bist du voll und groß!

  Immer magst du fallen,
  Bist die letzte nicht:
  Meine Lippen lallen
  Wohl noch manch Gedicht,
Und meine Liebe sinnt und wacht,
Und träumt von ihr bei Tag und Nacht --
  Bist du schon gefallen?
  Bist die letzte nicht!

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2010-03-04 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:02:13
Line count: 24
Word count: 106