by (Karl) Wilhelm Osterwald (1820 - 1887)

Die Schwalbe zieht, der Sommer flieht
Language: German (Deutsch) 
Die Schwalbe zieht, der Sommer flieht,
   Und Alles [muß]1 sich trennen,
Ich weiß nicht mehr, wie mir geschieht,
   Und meine Sinne brennen.
Verlaß mich nicht, verlaß mich nicht,
   Wenn alle Freuden eilen,
Und laß mein zagend Angesicht
   An deinem Herzen weilen.

O zieh nicht in die kalte Welt
   Nicht in die Welt voll Schlangen,
So lang' ein warmer Arm dich hält
   Mit [treuem]2 Druck umfangen.
Verlaß mich nicht, verlaß mich nicht,
   [Lieb, laß mich]3 nicht verderben,
Dich sehn ist Leben, [Lust]4 und Licht 
   Und dich verlieren Sterben.

[O Liebster bleib, nie kehrt zurück]5,
   Was einmal dir entschwunden,
Denn leichte Schwingen hat das Glück
   Und weilet kurze Stunden. 
Verlaß mich nicht, verlaß mich nicht,
   [Um]6 Gott! in diesen Tagen,
[Wo]7 kalter Tod die Blumen bricht
   Im Herzen und im Hagen.

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1 Franz: "will"
2 Franz: "sanftem"
3 Franz: "Und lass' mich"
4 Franz: "Lieb' "
5 Franz: "Ach! nimmer rufest Du zurück"
6 Franz: "O"
7 Franz: "Da"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Harry Joelson

This text was added to the website: 2010-11-13
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