Fünfzig Lieder

Song Cycle by Carl, Graf Nostitz

Word count: 3569

1. Reiselied [sung text not yet checked]

So muss ich denn die Stadt verlassen
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

2. Der Wirthin Töchterlein [sung text not yet checked]

Es zogen drei Bursche wohl über den Rhein,
bei einer Frau Wirthin da kehrten sie ein.
"Frau Wirthin, hat sie gut Bier und Wein?
Wo hat sie ihr schönes Töchterlein?"

"Mein Bier und Wein ist frisch und klar,
mein Töchterlein liegt auf der Todtenbahr'."
Und als sie traten zur Kammer hinein,
da lag sie in einem schwarzen Schrein.

Der Erste schlug den Schleier zurück
und schaute sie an mit traurigem Blick:
"Ach lebtest du noch, du schöne Maid!
Ich würde dich lieben von dieser Zeit!"

Der Zweite deckte den Schleier zu
und kehrte sich ab und weinte dazu:
"Ach, daß du liegst auf der Todtenbahr'!
Ich hab' dich geliebt so manches Jahr!"

Der Dritte der hub ihn wieder sogleich
und küßte sie auf den Mund so bleich:
"Dich liebt' ich immer, dich lieb' ich nocht heut'
und werde dich lieben in Ewigkeit!"

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "La jeune enfant de l'aubergiste", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Gedichte von Ludwig Uhland, Stuttgart: Fr. Henne, 1840. Appears in Balladen und Romanzen, page 237.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Melanie Trumbull

3. Das Glück [sung text not yet checked]

Es ist das Glück ein flüchtig Ding,
Und war's zu allen Tagen;
Und jagtest du um der Erde Ring,
Du möchtest es nicht erjagen.

Leg' dich lieber ins Gras voll Duft
Und singe deine Lieder;
Plötzlich vielleicht aus blauer Luft
Fällt es auf dich hernieder.

Aber dann pack' es und halt' es fest
Und plaudre nicht viel dazwischen;
Wenn du zu lang' es warten läßt,
Möcht' es dir wieder entwischen.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (John Bernhoff) , "Luck"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Hexenaugen [sung text not yet checked]

Ich wusste lange nicht
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

5. Mein Hanns [sung text not yet checked]

Wir gingen zusammen zu Wald
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

6. Und gestern Noth und heute Wein [sung text not yet checked]

Und gestern Not und heute Wein,
Das ist's, was mir gefällt;
Und morgen ein Roß, ein schnelles Roß,
Zu reiten in die Welt.

Vergangnes Leid ist kaum ein Leid,
Und süß ist Jubel im Haus,
Und dazu ein Blick, ein heller Blick
In lust'ge Zeit hinaus.

Die Welt ist jetzt so frühlingsgrün
Und hat der Blumen zu viel,
Hat Mägdlein schön wohl nah und fern
Und klingend Saitenspiel.

Und bist du nur der rechte Mann
Und greifest fröhlich drein,
So Ros' als Maid, so Lieb' als Lied
Ist alles, alles dein.

Drum gestern Not und heute Wein,
Das ist's, was mir gefällt;
Und morgen zu Roß, wohl hoch zu Roß
Reit' ich in alle Welt.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

7. St. Maria [sung text not yet checked]

Empor zur Kapelle auf waldiger Höh'
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

8. Wanderlied [sung text not yet checked]

Gebt mir vom Becher nur den Schaum,
Den leichten Schaum der Reben!
Gebt nur einen flüchtigen Liebestraum
Mir für dies flüchtige Leben!

Den vollen Zug, das sichre Gut,
Ich gönn' es jedem andern,
Der fest am eignen Herde ruht;
Ich aber muß schweifen und wandern.

Muß schweifen und wandern hin und her
Auf allen Pfaden und Wegen,
Wohl über die Lande, wohl über das Meer,
Dem ewigen Lenz entgegen.

Und wo ein Blick mir freundlich glänzt,
Und wo auf meiner Reise
Ein Gastfreund mir den Wein kredenzt,
Da sing' ich die alte Weise:

«Gebt mir vom Becher nur den Schaum,
Den leichten Schaum der Reben,
Gebt nur einen flüchtigen Liebestraum
Mir für dies flüchtige Leben!»

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9. Das wahre Glück [sung text not yet checked]

Der Eine stirbt, der Andre lacht
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

10. Auf dem Dorf [sung text not yet checked]

Auf dem Dorf in den Spinnstuben
Sind lustig die Mädchen.
Hat jedes seinen Herzbuben,
Wie flink geht das Rädchen!

Spinnt jedes am Brautschatz,
Daß der Liebste sich freut.
Nicht lange, so gibt es
Ein Hochzeitsgeläut!

Kein' Seel', die mir gut ist,
Kommt mit mir zu plaudern;
Gar schwül mir zu Mut ist,
Und die Hände zaudern.

Und die Tränen mir rinnen
Leis übers Gesicht.
Wofür soll ich spinnen,
Ich weiß es ja nicht!

Authorship

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De spinster", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , "In the village in the spinning rooms", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "La fileuse", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission

First appeared in the Deutscher Musenalmanach für 1852.


Researcher for this text: Ted Perry

11. Und wenn die Sonne sinket [sung text not yet checked]

Und wenn die Sonne sinket
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

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12. Lied des Rattenfänger von Hameln [sung text not yet checked]

Und [habe]1 ich gestern zu viel getrunken,
So trinke ich heute noch mehr,
Und bin ich gestern in's Bächlein gesunken,
So stürz' ich mich heute in's Meer,
Ihr Tropfen und Wellen, heraus und herein,
Das Wasser sieht grün aus und gülden der Wein,
Ob unter dem Regen, ob unter der Traufe,
Lieb Brüderlein, haltet mich über die Taufe:
  Willekumm heiß' ich.

Hab' ich gestern zu tief in dein Auge gesehn,
Heut guck' ich erst recht mal hinein,
Wenn ich gestern nicht wußte, wie mir geschehn,
Heut weiß ich es: Schatz, ich bin dein!
Und wenn du nun denkst, daß du Nein sagen wirst,
Wenn ich komme und frage, so sag' ich: du irrst,
Du liebst mich ja schrecklich mit Zittern und Beben,
Gesteh' es doch, kannst ja nicht ohne mich leben,
  Willekumm bin ich.

Was soll nun draus werden? ich sollte mich bessern?
Ach! Liebchen, ich bin doch so gut!
Bei niedlichen Mädchen und neidlichen Fässern
Wächst mir wie ein Riese der Muth,
Ich wanke nicht, schwanke nicht, fühl' auch kein' Reu-,
Ich glaube wahrhaftig, ich bleibe dir treu
Und thue vielleicht auch, laß mir nur Muße,
In deinen Armen zerknirscht einmal Buße,
  Willekumm bleib' ich.

Und wenn einmal nichts mehr zu haben ist,
Kein Bissen, kein Kuß und kein Trunk,
Wenn der Todtengräber begraben ist,
So thu' ich den letzten Sprung;
Und kommt dann der Tod um die Ecke herum
Und wackelt und fiedelt Hop-Heidideldum!
So sag' ich: Gevatter, ich komme schon eben,
Aber hübsch war es doch, Gevatter, das Leben!
  Willekumm! sag ich.

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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1 Gottschall: "hab' " ; further changes may exist not shown above.

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13. Lied vom schwarzen Meere [sung text not yet checked]

Die Gletscher leuchten 
Im Mondenlicht, 
Und Thränen feuchten 
Mein Angesicht.
Die Stürme sausen,
Die Möven schrein,
Die Wogen brausen,
Ich denke dein!

Das Land entschwindet 
Schon fern dem Blick,
Doch zu dir findet 
Mein Herz zurück;
Ich will ihm Schwingen
Des Liedes leihn,
Es soll dir singen: 
Ich denke dein!

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  • ENG English (Emily Ezust) , "The glaciers shine", copyright © 2012

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14. Es regnet, jedoch es regnet Küsse [sung text not yet checked]

Es regnet, regnet, regnet,
Jedoch es regnet Küsse! 
O meinen durstigen Lippen
Behagen diese Güsse! 

Inmitten doch des Regens
Nunmehr auch Blitzen funkeln;
Es strahlen deine Augen
Mein Täubchen, so im Dunkeln!

Wie, auch ein Donnerwetter?
Das gilt wohl mir, dem Falter? 
Ich will nun laufen, Täubchen!
Denn, hu!  dort kommt dein Alter! 

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Based on

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Confirmed with Karl Maria Kertbeny, Dichtungen von Alexander Petöfi, Leipzig: F. A. Brockhaus, 1858. Appears in Volkslieder, page 20.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

15. Frisch gesungen [sung text not yet checked]

Hab' oft im Kreise der Lieben
  [In duftigem]1 Grase geruht,
Und mir ein [Liedlein]2 gesungen,
  Und alles war hübsch und gut.

Hab' einsam auch mich gehärmet
  [In bangem, düsterem Muth,
Und habe wieder gesungen,
  Und alles war wieder gut.]3

Und manches, was ich erfahren,
  Verkocht' ich in stiller Wuth,
[Und]4 kam ich wieder zu singen,
  War alles auch wieder gut.

[Sollst nicht uns]5 lange klagen,
  Was alles dir wehe thut,
Nur frisch, nur frisch gesungen!
  Und alles wird wieder gut.

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "Vigorously sung", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Bruch: "Im duftigen"
2 Bruch: "Liedchen"
3 Bruch: "Und hatte nicht Sinn und Muth/ Doch kam ich wieder zu singen/War Alles auch wieder gut."
4 Bruch: "Doch"
5 Bruch: "Drum sollst nicht"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

16. Guten Abend, gut Nacht [sung text not yet checked]

Guten Abend, [gute]1 Nacht, 
Mit Rosen bedacht,
Mit Näglein besteckt,
Schlupf' unter die Deck,
Morgen früh, [wenns]2 Gott will,
Wirst du wieder geweckt.

Authorship

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  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Goedenavond, goedenacht", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Good evening, good night", copyright ©
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Bonsoir, bonne nuit", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Buonasera, buonanotte", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Axel Bergstedt) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (unknown or anonymous translator)

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Confirmed with Achim von Arnim und Clemens Brentano, Des Knaben Wunderhorn, Band 3, Stuttgart, 1979, page 304.

1 Brahms: "gut' "
2 Brahms: "wenn"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

17. Am Grenzwall [sung text not yet checked]

Ein Römer stand in finstrer Nacht
am deutschen Grenzwall Posten,
fern vom Kastell war seine Wacht,
das Antlitz gegen Osten.
Da regt sich feindlich 'was im Fluß,
da schleicht und hallt was leise...
Kein Päan von Horazius,
ganz wildfremd war die Weise:
"Ha', hamm', hammer dich emol,
emol, emol an dei'm verriss'ne Kamisol,
du schlechter Kerl, du schlechter Kerl!"

An eine Jungfrau Chattenstamms
hat er sein Herz vertändelt
und war ihr oft im Lederwams
als Kaufmann zugewandelt.
Jetzt kam die Rache ... ein, zwei drei!
Jetzt war der Damm erklettert . .
Jetzt kam's wie wilder Katzen Schrei
und Keulenschlag geschmettert:
"Ha, hamm usw."

Er zog sein Schwert, er blies sein Horn,
focht als geschulter Krieger,
fruchtlos war Mut und Römerzorn,
die Wilden blieben Sieger.
Sie banden ihn und trugen ihn
wie einen Sack von dannen;
als die Kohort am Platz erschien,
scholl's fern schon durch die Tannen:
Ha, hamm usw."

Versammelt war im heil'gen Hain
der Chatten Landgemeinde,
ihr Odinsjulfest einzuweihn
mit Opferblut vom Feinde.
Der fühlt sich schon als Bratenschmor
in der Barbaren Zähnen,
da sprang sein blonder Schatz hervor
und rief mit heißen Tränen:
"Ha, hamm usw."

Und alles Volk sprach tiefgerührt
ob solcher Wiederfindung:
"Man geb' ihn frei und losgeschnürt
der Freundin zur Verbindung!
Nimmt sie ihn hier vom Fleck als Frau,
sei alle Schuld verziehen.
"Und heut noch wird im ganzen Gau
als Festbardit geschrieen:
"Ha, hamm usw."

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

18. Ständchen [sung text not yet checked]

Gute Nacht, Liebchen in dem Kämmerlein
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

19. Immer schaust du in die Ferne [sung text not yet checked]

Immer schaust du in die Ferne,
wie die Wolken flieg'n,
wie am Himmel goldne Sterne,
ihre Bahnen zieh'n!

Und die hohen Gipfel locken
dich bergauf, bergab.
Knabe mit den braunen Locken,
nahmst den Wanderstab.

Hat ja nimmer dich gelitten
in des Vaters Haus;
stürmest fort mit raschen Schritten,
an dem Hut den Strauß.

Sprachst zu mir beim Hände drücken:
"Kind, die Welt ist weit!"
und ich gab dir bis zur Brücken,
weinend das Geleit.

Rosen hab' ich dir gebrochen,
wie der Dorn auch sticht,
was beim Abschiek du versprochen,
o vergiß es nicht!

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Researcher for this text: Peter Donderwinkel

20. Rothhaarig ist mein Schätzelein [sung text not yet checked]

Rothhaarig ist mein Schätzelein,
Rothhaarig wie ein Fuchs,
Und Zähne hat's wie Helfenbein
Und Augen wie ein Luchs.

Und Wangen wie ein Rosenblatt
Und Lippen wie ein Kirsch,
Und wenn es ausgeschlafen hat,
So schreitet's wie ein Hirsch.

Im Köpfchen sitzt ihm ein Kobold,
Ein Grübchen in dem Kinn,
Ein Herzchen hat es klar wie Gold 
Und kreuzfidelen Sinn.

Wie Silberglöcklein spricht's und lacht's,
Wie eine Lerche singt's,
Und tanzen kann's und Knixe macht's,
Und wie ein Heuschreck springt's.

Und lieben thut's mich, Zapperlot! 
Das weiss was Lieben heisst,
Und küsst es mich -- Schockschwerenoth! 
Ich denk' manchmal, es beisst.

Doch weiter kriegt ihr nichts heraus,
Und fragt ihr früh und spat,
Es kratzt mir sonst die Augen aus,
Wenn ich noch mehr verrath.

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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21. Kukuk im Gregoriwald [sung text not yet checked]

Kukuk im Gregoriwald
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

22. Alle Blumen möcht' ich binden [sung text not yet checked]

Alle Blumen möcht' ich binden,
Alle dir in einen Strauß
Und mit Kränzen dich umwinden,
Daß du lachend säh'st heraus.

Alle Vögel möcht' ich fangen,
Alle dir nach meinem Sinn,
Wenn sie in den Zweigen sangen,
Wies ich stets zu dir sie hin.

Alle Schätze möcht' ich heben,
Alle aus der Tiefe Schoß,
Daß ich dir sie könnte geben
Und du würdest reich und groß.

Ach! was kann ich, und was hab' ich!
Bin ich doch so arm wie du,
Was ich hatte, ach! das gab ich,
Und mich selbst, mich selbst dazu.

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

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23. Schmiedelied [sung text not yet checked]

Mit Gunst zum Ersten! Eisen in Noth,
Füge dich, krümme dich meinem Gebot,
Biege dich, schmiege dich, Eisen so roth!
Unter dem Pfluge als stählerne Hand
Brich die Scholle mir wacker,
Rode die Wurzeln, zieh Furchen im Land,
Stürze den dampfenden Acker.
Sause, brause, Wind in Flammen,
Eisen glühe, Funken sprühe,
Hammer, Hammer, schmeiß zusammen!
  Schmied, schlage hierher!

Mit Gunst zum Zweiten! Eisen in Noth,
Füge dich, krümme dich meinem Gebot,
Biege dich, schmiege dich, Eisen so roth!
Sollst einem Roß an den klingenden Huf,
Daß es den Reiter in Wettern
Trage dahin, wenn des Heerhorns Ruf
Bläst zum Sturme mit Schmettern.
Sause, brause, Wind in Flammen,
Eisen glühe, Funken sprühe,
Hammer, Hammer, schmeiß zusammen!
  Schmied, schlage hierher!

Mit Gunst zum Dritten! Eisen in Noth,
Füge dich, krümme dich meinem Gebot,
Biege dich, schmiege dich, Eisen so roth!
Werde zur Spitze an Lanze und Speer,
Fordre den Feind in die Schranken,
Schlage ihm Wunden, blutig und schwer,
Ohne im Sattel zu wanken.
Sause, brause, Wind in Flammen,
Eisen glühe, Funken sprühe,
Hammer, Hammer, schmeiß zusammen!
  Schmied, schlage hierher!

Mit Gunst zum Letzten! Eisen in Noth,
Füge dich, krümme dich meinem Gebot,
Biege dich, schmiege dich, Eisen so roth!
Lege dich fest um mein jammerndes Herz
Und umpanzre sein Klopfen,
Drück es in Stücken, gefühlloses Erz,
Laß nicht heraus einen Tropfen.
Sause, brause, Wind in Flammen,
Eisen glühe, Funken sprühe,
Hammer, Hammer, schmeiß zusammen!
  Schmied, schlage hierher! 

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24. Sie war doch sonst ein wildes Kind [sung text not yet checked]

[Das]1 macht, es hat die Nachtigall
Die ganze [Nacht]2 gesungen;
Da sind von ihrem süssen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.
 
Sie war doch sonst ein wildes [Kind]3,
Nun geht sie tief in Sinnen,
Trägt in der Hand den Sommerhut
Und duldet still der Sonne Glut
Und weiß nicht, was beginnen.

Das macht, es hat die Nachtigall
Die ganze Nacht gesungen;
Da sind von ihrem süssen Schall,
Da sind in Hall und Widerhall
Die Rosen aufgesprungen.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "El rossinyol", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , no title, copyright ©
  • ENG English (Elisabeth Siekhaus) , "The nightingale", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Ferdinando Albeggiani) , "L'usignolo", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • POR Portuguese (Português) (Elke Beatriz Riedel) , "O rouxinol", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Watkinson: "Es"; further changes may exist not noted above.
2 Hasse: "Tag" (from Hofmeister); further changes may exist not noted above.
3 Berg: "Blut"

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25. Ich kenne ein Mädchen [sung text not yet checked]

Ich kenne ein Mädchen, das schaute tief
In's Aug' einem lockigen Knaben,
Und ob sie wachte, und ob sie schlief,
Sie mochte in Armen ihn haben.
Sie sprach: Du nahmst mir dahin die Ruh,
Mein Haupt muß in Sorgen ich lehnen,
Denn alle mein Sinnen und Denken bist du
Und alle mein Träumen und Sehnen.

Ich kenn' auch den Knaben, er wuchs zum Mann,
Er spielet und singet zur Geigen,
Und ehe der lustige Sommer verrann,
Da wurde das Mägdlein sein eigen.
Sie sprach: Und wenn mich dein Arm umschlingt,
Und du drückst mich wieder und wieder,
So ist mir, als wenn seine Flügel schwingt
Ein Engel vom Himmel hernieder.

Wo über dem Bache die Weide hing,
Da ruhten sie auf dem Moose,
Da war es, wo er sie heiß umfing,
Eine blühende, glühende Rose.
Sie schmiegte sich an ihn mit zitterndem Leib
In der Liebe berauschenden Freuden,
Sie lachte, sie weinte, das selige Weib
Und wollt' ihm ihr Leben vergeuden. --

Verrathen die Liebe, gebrochen die Treu, --
Er ließ sie und gab sich aufs Wandern
Und pfeifet und fiedelt hinweg sich die Reu
Und küsset und koset mit Andern.
Verwelkt ist die Rose, entblättert, entlaubt,
Es riß sie der Sturm vom Gehege,
Zerknickt und zertreten, des Duftes beraubt,
So sah ich sie liegen am Wege.

Authorship

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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26. Ich hab' mein Herz gegeben [sung text not yet checked]

Ich hab' mein Herz gegeben
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

27. Fischlein gut in der Flut [sung text not yet checked]

Fischlein gut
In der Fluth,
Hätt' es fast gefangen,
Aber schnell
Wie die Well'
Ist's davon gegangen.

Vöglein braun,
Das im Zaun
Hin und wider hüpfet,
Auf dem Nest
Hielt ich's fest,
Ist mir doch entschlüpfet.

Mägdelein,
Auf zwei Bein
Hab' ich dich erhaschet,
Kommst nicht los,
Straf' ist groß,
Denn du hast gepaschet.
Nahmst im Scherz
Mir mein Herz,
Und das ist nichts Kleines,
Schaff' es schnell
Mir zur Stell
Oder gieb mir deines!

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28. Boten sendet uns der Mai [sung text not yet checked]

Boten sendet aus der Mai,
Ob wir's nicht vergaßen,
Ladet uns zum Ringelrei,
Ruft in alle Straßen.
Spielmann setzt die Geig' ans Kinn,
Horche, liebes Magedin!

Lege dich an meine Brust,
Will schon lest dich halten,
Bei der Jungen Lieb' und Lust
Freuen sich die Alten.
Leichter Fuß hat leichten Sinn,
Springe, liebes Magedin!

Einen Kuß auch, Mündel roth,
Darfst du nicht versagen,
Wirst um kleine Herzensnoth
Mich nicht gleich verklagen.
Gieb ihn her und nimm ihn hin.
Lache, liebes Magedin!

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29. Schelmentag  [sung text not yet checked]

Das ist für mich ein Schelmentag,
Wenn ich nicht singen kann und mag
Und meine liebe Geigen,
Statt daß sie klingt zum Reigen,
Thut schweigen.

Und ob mir's auch an nichts gebricht,
Find' ich doch Lust und Laune nicht,
Mir will in Trotz und Tücken
Von meinen besten Stücken
Keins glücken.

Dann lieg' ich auf der Lotterbank,
Sag' keinem Menschen Gruß und Dank
Und wünsche Wein und Weibel
Mit Haut und Haar und Leibel
Zum Deibel! 

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30. Kukuk  [sung text not yet checked]

Kukuk, was rufst im Wald mich an? 
Was will dein lustig Schreien? 
Kommt bald ein wohlgeborner Mann,
Mich aus dem Haus zu freien? 
Kukuk! er soll nur kommen, 
Kukuk! er wird genommen.
Kukuk!

Kukuk, wie lange dauert's noch? 
Ich warte ja schon lange,
Vertraue mir's, damit ich doch 
Bald an zu nähen fange.
Kukuk! den Flachs zum Linnen
Kukuk! muß ich noch spinnen.
Kukuk! 

Kukuk, mir geht es von der Hand,
Wie du die Flügel schwenkest,
Ich schaffe mir das Brautgewand
Viel schneller, als du denkest. 
Kukuk! du Guter, Weiser, 
Kukuk! du schreist dich heiser! 
Kukuk! 

Kukuk, ich wollt' du schwiegest erst 
Auf deinem Baum verstohlen,
Wenn du nicht selbst der Kukuk wärst, 
Sollt' dich der Kukuk holen! 
Kukuk! in Kukuks Namen! 
Kukuk! flieg in den Samen! 
Kukuk! Kukuk! Kukuk! 

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31. Kosacken Wiegenlied [sung text not yet checked]

Schlaf, mein Kind
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

32. Der Phönix [sung text not yet checked]

Es kommt ein Vogel geflogen aus Westen,
Er fliegt gen Osten,
Nach der östlichen Gartenheimat,
Wo Spezereien duften und wachsen,
Und Palmen rauschen und Brunnen kühlen -
Und fliegend singt der Wundervogel:

"Sie liebt ihn! sie liebt ihn!
Sie trägt sein Bildnis im kleinen Herzen,
Und trägt es süß und heimlich verborgen,
Und weiß es selbst nicht!
Aber im Traume steht er vor ihr,
Sie bittet und weint und küßt seine Hände
Und ruft seinen Namen,
Und rufend erwacht sie und liegt erschrocken,
Und reibt sich verwundert die schönen Augen -
Sie liebt ihn, sie liebt ihn!"

               *

An den Mastbaum gelehnt, auf dem hohen Verdeck,
Stand ich und hört ich des Vogels Gesang.
Wie schwarzgrüne Rosse mit silbernen Mähnen,
Sprangen die weißgekräuselten Wellen;
Wie Schwanenzüge schifften vorüber,
Mit schimmernden Segeln, die Helgolander,
Die kecken Nomaden der Nordsee;
Über mir, in dem ewigen Blau,
Flatterte weißes Gewölk
Und prangte die ewige Sonne,
Die Rose des Himmels, die feuerblühende,
Die freudvoll im Meer sich bespiegelte; -
Und Himmel und Meer und mein eigenes Herz
Ertönten im Nachhall:
"Sie liebt ihn! sie liebt ihn!"

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

33. Ungarisches Liedchen [sung text not yet checked]

Mütterchen sagt immerdar
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

34. Der Zaunpfahl trug ein Hütlein weiss [sung text not yet checked]

Der Zaunpfahl trug ein Hütlein weiß,
Die Sonn' hat's ihm genommen,
Nach Lichtmeß traut kein Fuchs dem Eis,
Der Frühling ist gekommen.

Voll Blüthen steht der Dornenstrauch,
Laut summt es in der Linde,
Und Rosenduft und Aehrenrauch
Ziehn mit dem Abendwinde.

Wird schon im Feld das Korn gemäht,
Darfst du nach Früchten greifen,
Doch was nur selbst, mein Herz, gesät,
Das laß du ruhig reifen. 

Es ist und bleibt doch immerdar
Ein Kommen und ein Wandern
Von einem Jahr zum andern Jahr,
Von einem Tag zum andern.

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

35. Ungarisches Volkslied [sung text not yet checked]

Hatte Liebchen zwei
dort im Dorf der Heide;
hatt' nicht Brot dabei,
starben alle Beide.

Grub die eine ein
unter Gartenblüten,
und die Liebste mein
mir in Herzens Mitten.

Gieß' das eine Grab
nun mit Donaufluten,
und aufs andre Grab
lass mein Herz ich bluten.

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Researcher for this text: Rudi Spring

36. Ich will meine Seele tauchen [sung text not yet checked]

Ich will meine Seele tauchen
In den Kelch der Lilie hinein;
Die Lilie soll klingend hauchen
Ein Lied von der Liebsten mein.

Das Lied soll schauern und beben
Wie der Kuß von ihrem Mund,
Den sie mir einst gegeben
In wunderbar süßer Stund'.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Vull endinsar la meva ànima", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) (Jan Rot) , "Ik dompel dit liefdesliedje", copyright © 2000, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "In de kelk van de lelie wil 'k baden", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Paul Hindemith) , "I want to delve my soul", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (John Todhunter) , appears in Heine's Book of Songs, first published 1907
  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Charles Beltjens) , no title, appears in Intermezzo lyrique, no. 7, first published 1827
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2016, (re)printed on this website with kind permission
  • GRE Greek (Ελληνικά) (Effimia Gianniou) , "Θέλω να βουτήξω την ψυχή μου", copyright © 2013, (re)printed on this website with kind permission
  • HEB Hebrew (עברית) (Assaf Levitin) (Michal Levitin) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Voglio tuffare la mia anima", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
  • POL Polish (Polski) (Aleksander Kraushar) , no title, appears in Pieśni Heinego, in Intermezzo, no. 7, first published 1880
  • POL Polish (Polski) (Stanisław Budziński) , no title
  • SPA Spanish (Español) (Wilson Hidalgo) , "Quiero zambullir mi alma", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Heinrich Heine, Buch der Lieder, Hoffmann und Campe, Hamburg, 1827, page 115.


Research team for this text: René Slot , Pierre Mathé [Guest Editor]

37. Duo [sung text not yet checked]

Was vermeid' ich denn die Wege,
Wo die [andren]1 Wandrer gehn,
Suche mir versteckte Stege
Durch [verschneite]2 Felsenhöhn?

Habe ja doch nichts begangen,
Daß ich Menschen sollte scheun -
Welch ein thörichtes Verlangen
Treibt mich in die Wüstenein?

Weiser stehen auf den [Straßen]3,
Weisen auf die Städte zu,
Und ich wandre sonder Maßen,
Ohne Ruh', und suche Ruh'.

Einen Weiser seh' ich stehen
Unverrückt vor meinem Blick;
Eine Straße muß ich gehen,
Die noch Keiner ging zurück.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "L'indicador", copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) (Jelle Leistra) , "De wegwijzer", copyright © 2004, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "De wegwijzer", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Arthur Rishi) , "The signpost", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (Walter A. Aue) , "The signpost", copyright © 2007, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English [singable] (David Paley) , "The signpost", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Poteau indicateur", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRI Frisian [singable] (Pieter Wiersma) , "De Paadwizer", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • HEB Hebrew (עברית) (Max Mader) , "התמרור", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Il segnale stradale", copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • KOR Korean (한국어/조선말) [singable] (곽명규 Myung-Kew Kwack) , "이정표", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Saúl Botero Restrepo) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Gedichte aus den hinterlassenen Papieren eines reisenden Waldhornisten. Herausgegeben von Wilhelm Müller. Zweites Bändchen. Deßau 1824. Bei Christian Georg Ackermann, page 97; and with Deutsche Blätter für Poesie, Litteratur, Kunst und Theater. Herausgegeben von Karl Schall und Karl von Holtei. Breslau 1823, bei Graß, Barth und Comp. No. XLII. 14. März 1823, page 165.

First published in Deutsche Blätter (see above) as no. 7 of the installment of Die Winterreise. Lieder von Wilhelm Müller.

1 Müller (Deutsche Blätter), and Schubert: "andern"
2 Müller (Deutsche Blätter): "beschneite"
3 Schubert: "Wegen"

Research team for this text: Ofer Sheinberg , Peter Rastl [Guest Editor]

38. Herbstgedanken [sung text not yet checked]

Da fallen wieder die Blätter
Im Herbsteshauch herab:
Sie decken so manche Hoffnung,
Und decken so manches Grab.

Doch um die Todten im Grabe
Ist es mir nicht so leid,
Als um die vielen Träume,
Verwittert in dieses Zeit.

Die Todten sind ja gegangen
Zur ewig' sel'gen Ruh:
Die armen getäuschten Herzen,
Die leben noch immer zu.

Sie fühlen zu jeder Stunde
Den bitter schweren Harm:
Wie einst so reich sie waren,
Und jetzt so unendlich arm.

Authorship

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

39. Unter'm weißen Baume sitzend [sung text not yet checked]

Unter'm weißen Baume sitzend,
Hörst du fern die Winde schrillen,
Siehst wie oben stumme Wolken
Sich in Nebeldecken hüllen;

Siehst, wie unten ausgestorben
Wald und Flur, wie kahl geschoren; --
Um dich Winter, in dir Winter,
Und dein Herz ist eingefroren.

Plötzlich fallen auf dich nieder
Weiße flocken, und verdrossen,
Meinst du schon mit Schneegestöber
Hab' der Baum dich übergossen.

Doch es ist kein Schneegestöber,
Merkst es bald mit freud'gem Schrecken;
Duft'ge Frühlingsblüten sind es,
Die dich necken und bedecken.

Welch ein schauersüßer Zauber!
Winter wandelt sich in Maie,
Schnee verwandelt sich in Blüten,
Und dein Herz es liebt aufs Neue.

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

40. Nun hat mein Stecken gute Rast [sung text not yet checked]

Nun hat mein Stecken gute Rast,
   Das Reisen hat ein Ende,
Seit du mein' Hand genommen hast
   In deine beiden Hände.

Du hast mir alle Wanderlust,
   Du liebes Kind, genommen,
Hatt' ich zuvor darum gewußt,
   [War' nicht so früh gekommen]1.

Den Stab pflanz' ich im Garten ein,
   Darin soll er verbleiben,
Vielleicht, er kann im Sonnenschein
   Noch einmal Blätter treiben.

[Und treibt er, Kind]2, nimm dich in Acht, - 
   Er ist im Mai geschnitten, -
Daß ich nicht einmal über Nacht
   Bin wieder ausgeschritten.

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1 Franz: "Wäre nie zu dir gekommen"
2 Franz: "Treibt er nur erst"

Research team for this text: Harry Joelson , Iain Sneddon [Guest Editor]

41. Im Walde [sung text not yet checked]

Der Wald wird dichter mit jedem Schritt;
Kein Pfad mehr, kein Steig!
Nur die Quelle rieselt mit
Durch Farrenkraut und Brombeergezweig;
Ach, und unter den Eichenbäumen
Das Gras wie hoch, wie weich das Moos!
Und die himmlische Tiefe wolkenlos,
Wie blaut sie durch die Wipfel hier.
Hier will ich rasten und träumen,
Träumen von dir.

Authorship

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

42. Verlass mich nicht [sung text not yet checked]

Die Schwalbe zieht, der Sommer flieht,
   Und Alles [muß]1 sich trennen,
Ich weiß nicht mehr, wie mir geschieht,
   Und meine Sinne brennen.
Verlaß mich nicht, verlaß mich nicht,
   Wenn alle Freuden eilen,
Und laß mein zagend Angesicht
   An deinem Herzen weilen.

O zieh nicht in die kalte Welt
   Nicht in die Welt voll Schlangen,
So lang' ein warmer Arm dich hält
   Mit [treuem]2 Druck umfangen.
Verlaß mich nicht, verlaß mich nicht,
   [Lieb, laß mich]3 nicht verderben,
Dich sehn ist Leben, [Lust]4 und Licht 
   Und dich verlieren Sterben.

[O Liebster bleib, nie kehrt zurück]5,
   Was einmal dir entschwunden,
Denn leichte Schwingen hat das Glück
   Und weilet kurze Stunden. 
Verlaß mich nicht, verlaß mich nicht,
   [Um]6 Gott! in diesen Tagen,
[Wo]7 kalter Tod die Blumen bricht
   Im Herzen und im Hagen.

Authorship

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1 Franz: "will"
2 Franz: "sanftem"
3 Franz: "Und lass' mich"
4 Franz: "Lieb' "
5 Franz: "Ach! nimmer rufest Du zurück"
6 Franz: "O"
7 Franz: "Da"

Researcher for this text: Harry Joelson

43. Du liebes Auge, willst dich tauchen [sung text not yet checked]

Du liebes Auge, willst dich tauchen,
In meines [Augs]1 [geheimste]2 Tiefe,
Zu [spähen]3, wo in blauen Gründen
Verborgen eine Perle schliefe?

Du liebes Auge, tauche nieder,
Und in die klare Tiefe dringe
Und lächle, wenn ich dir [dein Bildniß]4
Als schönste Perle wiederbringe.

Authorship

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Pêcheur de perles", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta’scher Verlag, 1852, page 59

1 Franz, Reger: "Aug's"
2 Wolf: "geheimster"
3 Wolf: "späh'n"
4 Wolf: "dies Bild"

Research team for this text: Alberto Pedrotti , Sharon Krebs [Guest Editor]

44. Du dunkles Auge [sung text not yet checked]

Weil' auf mir, du dunkles Auge,
Übe deine ganze Macht,
Ernste, milde [träumerische]1,
Unergründlich süße Nacht.
Nimm mit deinem Zauberdunkel
Diese Welt von hinnen mir,
Daß du über meinem Leben
Einsam schwebest für und für.

Authorship

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Linger on me, dark eyes", copyright ©
  • ENG English [singable] (Walter A. Aue) , "Stay with me, endarkened vision", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "S'il te plait", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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1 Sjögren: "träumereiche"

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

45. Wir sassen auf der kleinen Bank [sung text not yet checked]

Wir sassen auf der kleinen Bank
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

46. Wenn in dunkler Sturmesnacht [sung text not yet checked]

Wenn in dunkler Sturmesnacht
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

47. Hast mir dein Herz geschenkt [sung text not yet checked]

Hast mir dein Herz geschenkt
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

48. Abschied [sung text not yet checked]

Nun heisst's ade
 . . . . . . . . . .

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  • by Anonymous / Unidentified Author

49. Zu deinen Füssen will ich ruh'n [sung text not yet checked]

Zu deinen Füßen will ich ruhn,
Und dir in's Auge schaun,
Die blaue Nacht mag leise nun
Auf uns herniederthaun,
Schon tauchet aus dem stillen See
Des Mondes Bild empor,
Und kühner streift das scheue Reh
Durch Wald und Wiesenmoor.

Mein Haupt laß ruhn auf deinem Schooß,
Da ruht es sanft und weich.
Wie ist der Himmel weit und groß,
Wie ist die Erde reich!
Der schönste Stern in blauer Nacht,
Der schönste Stern bist du,
In deines Lichtes sanfter Pracht
O gönne mir die Ruh!

An deinem Herzen laß mich ruhn
Nur kurze, seelge Zeit!
Kein Lauscher kündet unser Thun,
Die Welt ist traumgefeit.
An deinen Lippen laß mich ruhn,
Eh noch die Nacht verglimmt,
Bis unsre Seele träumend nun
In Seeligkeit verschwimmt!

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  • ENG English (Sharon Krebs) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Otto Roquette, Liederbuch, Stuttgart und Tübingen: J.G. Cotta’scher Verlag, 1852, pages 65-66


Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]

50. Am Bache [sung text not yet checked]

Ich saß im Grünen,
Am klaren Bach
Und blickte träumend
Den Wellen nach.
Und Blumen schauten
So tief hinein:
Wie muß es selig
Dort unten sein!

Und Strahlen glänzten
Durch Wipfelgrün,
Ich sah am Himmel
Die Wölkchen ziehn.
Sie zogen freundlich
Im Sonnenschein:
Wie muß es selig
Dort oben sein!

Da stand er vor mir
So morgenschön!
Kaum wagt' ich bebend
Ihn anzusehn.
Sein Auge strahlte
So tief und rein: --
Wie könnt' ich selig
Auf Erden sein!

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