by (Karl) Wilhelm Osterwald (1820 - 1887)

Da die Stunde kam, daß ich Abschied nahm
Language: German (Deutsch) 
Da die Stunde kam, [daß]1 ich Abschied nahm,
  Sah ich nicht den wunderschönen Mai:
Hab' nur eins gewußt, als ich wandern mußt',
  Daß von dir, von dir ich ferne sei.

Sang und Blüthenduft schweben durch die Luft,
  Doch an mir flog alle Lust vorbei:
Hab nur eins gewußt, als ich wandern mußt',
  Daß von dir, von dir ich ferne sei.

Nun ich wiederkehr', fühl' ich nimmermehr,
  Daß die Geisel schon der Winter schwingt,
Denn ich weiß es ja, daß die Stunde nah,
  Die zu dir, zu dir mich wiederbringt.

Wenn mich wild umziehn Sturmes Melodien,
  Wie ein Maisang mir die Luft erklingt,
Denn ich weiß es ja, daß die Stunde nah,
  Die zu dir, zu dir mich wiederbringt.

O. Dresel sets stanzas 1-3

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Confirmed with Gedichte von Wilhelm Osterwald, Dritte umgearbeitete und vermehrte Auflage, Leipzig, Verlag von F. G. C. Leuckart (Constantin Sander), 1873, page 109.

Titled "Da die Stunde kam, daß ich Abschied nahm" in the 1873 edition.

1 Dresel: "Als"

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

Text added to the website: 2008-04-07 00:00:00
Last modified: 2014-06-16 10:02:28
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