by Rainer Maria Rilke (1875 - 1926)

Wolle, die Wandlung 
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG FRE
Wolle die Wandlung. O sei für die Flamme begeistert, 
drin sich ein Ding dir entzieht, das mit Verwandlungen prunkt;
jener entwerfende Geist, welcher das Irdische meistert, 
liebt in dem Schwung der Figur nichts wie den wendenden Punkt. 

Was sich ins Bleiben verschließt, schon ists das Erstarrte; 
wähnt es sich sicher im Schutz des unscheinbaren Grau's? 
Warte, ein Härtestes warnt aus der Ferne das Harte. 
Wehe -: abwesender Hammer holt aus! 

Wer sich als Quelle ergießt, den erkennt die Erkennung; 
und sie fuhrt ihn entzückt durch das heiter Geschaffne, 
das mit Anfang oft schließt und mit Ende beginnt. 

Jeder glückliche Raum ist Kind oder Enkel von Trennung, 
den sie staunend durchgehn. Und die verwandelte Daphne 
will, seit sie lorbeern fühlt, daß du dich wandelst in Wind.

E. Janson sets stanzas 1-2

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Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)


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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English [singable] (T. P. (Peter) Perrin) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Guy Laffaille) , "Désire la transformation", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Ferdinando Albeggiani

This text was added to the website: 2009-06-01
Line count: 14
Word count: 126