by Friedrich Hermann Frey (1839 - 1911), as Martin Greif

Herbstgefühl
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): ENG
Wie ferne Tritte hörst du 's schallen,
Doch weit umher ist nichts zu sehn,
Als wie die Blätter träumend fallen
Und rauschend mit dem Wind verwehn.

Es dringt hervor wie leise Klagen,
Die immer neuem Schmerz entstehn,
Wie Wehruf aus entschwundnen Tagen,
Wie stetes Kommen und Vergehn.

Du hörst, wie durch der Bäume Gipfel
Die Stunden unaufhaltsam gehn,
Der Nebel regnet in die Wipfel,
Du weinst und kannst es nicht verstehn.

Authorship

Musical settings (art songs, Lieder, mélodies, (etc.), choral pieces, and other vocal works set to this text), listed by composer (not necessarily exhaustive)

Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (John H. Campbell) , "Autumn feelings", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission


Researcher for this text: Jakob Kellner

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
Line count: 12
Word count: 71