36 Gedichte von Martin Greif

Song Cycle by Fritz Jürgens (1888 - 1915)

Word count: 1737

1. Frühlingsankunft [sung text not yet checked]

Der Himmel strahlend ausgespannt, 
Die Erde zu umfangen,
Und sie verjüngt ihm zugewandt 
Mit jubelndem Verlangen,

Allum zu blütenreicher Pracht 
Geschwellt die Knospentriebe,
Zum Leben jed' Gefühl erwacht --
O Lenz, dein Hauch ist Liebe!

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2. Hoher Mittag am Meer [sung text not yet checked]

Alles Meer und Gestade ruht in Stille, 
Nur die Sonne allein am Himmel wandert; 
Fern, dem Auge verborgen rückt sie tiefer 
In das einsame Blau des hohen Aethers. 
Rings unendliches Licht ergießt sie strahlend
Und die weite Natur bezwingt Ermüdung.
Alles Meer und Gestade ruht in Stille, 
Nur die Sonne allein am Himmel wandert.

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13. Juninächte [sung text not yet checked]

Juninächte, sternenlose,
In dem Blüthenmond der Rose!
Da das bange Herz dazu
Lieb' durchstürmte ohne Ruh',

Blitzgezuck und Wetterleuchten!
Und die Nachtigall im feuchten,
Thaubenetzten Busche tief
Wunderbare Laute rief.

Hatten uns so viel zu sagen,
Ließen hoch die Wolken jagen,
Blickten in den Flammenschein
Wie im tiefen Traum hinein.

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15?. Ort der Liebe [sung text not yet checked]

Ich stund auf hohem Berge 
Und sah hinab ins Land,
Den Ort wollt' ich erkunden,
Wo unser Herz sich fand.

Schon hatt' ich ihn erschauet
In seiner stillen Ruh' --
Da deckte eine Wolke
Ihn fern mir wieder zu.

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16?. Turmchoral [sung text not yet checked]

Die Stadt liegt noch im Werktagsrauche
Und spiegelt trüb im Fluß sich ab,
Da tönt uralt mit sanftem Hauche
Der Sonntagsgruß vom Thurm herab.

Des Erzes weitgetrag'ne Stimmen
Erschallen in den reinen Höh'n,
Die Sterne fangen an zu glimmen
Und fromm verstummet das Getön. 

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17?. Liebesnacht [sung text not yet checked]

Sie:
 O weile, süßer Geliebter!
 Es trügt dich nur,
 es hellt, nur wolkengetrübter,
 der Mond die Flur.

Er:
 Doch nimmer weilen und halten
 die Wolken dort,
 es führen sie wilde Gewalten
 von Ort zu Ort!

Sie:
 Ein Traum ist alle das Treiben
 in dunkler Höh,
 doch uns muß ewig verbleiben
 der Sehnsucht Weh.

Er:
 Ich seh nur Kommen und Scheiden
 am Himmelszelt,
 es zieht die Seele der Leiden
 durch alle Welt.

Sie:
 Die Wolken wandern so nächtig
 ohn Schmerz und Lust,
 ich aber ziehe dich mächtig
 an meine Brust.

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18?. Vor der Ernte [sung text not yet checked]

Nun [störet]1 die Ähren im Felde 
  Ein leiser Hauch,
Wenn eine sich beugt, so bebet 
  Die andre auch.

Es ist als ahnten sie alle
  Der Sichel Schnitt --
Die Blumen und fremden Halme
  Erzittern mit.

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1 Vietor: "rühret"

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19?. Bewölkter Abend [sung text not yet checked]

Der Klee hat sich gefaltet,
Die Sonne geht zur Ruh',
In Wolken wie erkaltet
Sinkt sie der Tiefe zu.

Noch ehe sie geschieden,
Ihr Blick sich schon verlor,
Der Seele selbst, der müden,
Legt sich ein Schleier vor. 

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20?. Die schöne Blumenverkäuferin [sung text not yet checked]

Am Marktplatz bei der Ecke
Da hab' ich niemals Eil',
Da sitzt ein schönes Mägdlein
Und bietet Blumen feil.

Im Frühjahr waren's Veilchen,
Jetzt Maienglöcklein fein,
Im Sommer werden's Rosen,
Im Herbste Nelken sein.

So nehm' ich jeden Morgen
Ein frisches Sträußlein mit,
Doch wann es Winter worden --
O weh, dran dacht' ich nit! 

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21?. Die Schnitterin [sung text not yet checked]

Vor einem grünen Walde,
Da liegt ein sanfter Rain,
Da sah ich auf der Halde
Ein rosig Mägdelein.

Das fährt mit ihrer blanken,
Geschliffnen Sichel 'rum
Und mähet in Gedanken
Die schönsten Blümlein um.

Kuckuck ruft immer weiter
Im Holz den ganzen Tag
Und alles prophezeit er,
Was ihr gefallen mag.

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  • ENG English (Sharon Krebs) , "The reaping girl", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission

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22?. Seufzer der Sehnsucht [sung text not yet checked]

Größer kein Herzeleid,
Als in der Rosenzeit
Einsam verkünunern.
Lieber von Menschen weit
Im Alter verwimmern,
Als in der Rosenzeit
Einsam verkümmern. 

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23?. Morgengang [sung text not yet checked]

Ich geh' auf stillen Wegen
Frühtags ins grüne Feld,
Wie lacht mir da entgegen
Die junge Morgenwelt!

Wohl tausend Blüthen schauen
Von Wald und Wiesen her,
Die alle tropfig thauen
Von edlen Perlen schwer.

Ich brech' mir ein Geschmeide
Von nassen Rosen ab:
Wärst du an meiner Seite,
Von der geträumt ich hab'!

Ich hing dir's in die Locken
Als deinen Hochzeitkranz --
Da geh'n die Morgenglocken,
Ich steh' in Thränen ganz.

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24?. Ihr Grab [sung text not yet checked]

Es blüht ein Grab in treuer Hut,
Das beste Herz darinnen ruht.

Zu oberst blühen Rosen rot-
Dein Mund so manchen Kuß mir bot.

Und weiter ab die Lilie blüht-
Dein Herz hat rein für mich geglüht.

Zu Füßen liegt ein grüner Kranz-
Ich schwang dich oft im Maientanz.

Die Leute gehen dran vorbei,
Mir aber bricht das Herz entzwei.

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25?. [No title] 

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3. Der Wanderer an der Bach [sung text not yet checked]

Wohin, o Bächlein, schnelle?
„Hinab ins Tal.”
Verhalte deine Welle!
„Ein andermal.”

Was treibt dich so von hinnen?
„Ei, hielt ich je?”
Willst du nicht ruh'n und sinnen?
„Ja, dort im See.”

Bist du schon gram der Erden?
„Ich eile zu.”
Du wirst schon still werden!
„Nicht minder du.”

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • FIN Finnish (Suomi) (Erkki Pullinen) , copyright © 2010, (re)printed on this website with kind permission

Confirmed with Gedichte von Martin Greif, Sechste, reich vermehrte Auflage, Leipzig, C. F. Amelangs Verlag, 1895, page 34.


Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Erkki Pullinen

4. Abend [sung text not yet checked]

Goldgewölk und Nachtgewölke,
Regenmüde still vereint!
Also lächelt eine welke
Seele, die sich satt geweint.

Doch die Sonne sinkt und ziehet
Nieder alle eitle Pracht,
Und das Goldgewölk verglühet
Und verbrüdert sich der Nacht.

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5. Fremd in der Fremde [sung text not yet checked]

Nirgend kann ich lange bleiben,
Ruhelos ist mir der Sinn,
Wolken, Wind und Wellen treiben
Ohne viel Erinnrung hin. 

Wenn im Herbst die letzten Schwalben
Fliehen, wird das Herz mir schwer,
Stimmen rufen allenthalben,
Allenthalben um mich her.

Ordnen sich die Wanderzüge,
Folgt mein Auge sehnsuchtsvoll,
Wenn ich mich an Menschen schmiege,
Fühl' ich, daß ich weiter soll --

Wieder weiter von der Stätte,
Die ich wandermüd ersehnt,
An der Liebe goldne Kette
Hat sich nie mein Herz gewöhnt.

Was mich fesselnd möcht' umschlingen,
Bebt mit mir in gleicher Pein,
Mag ich bangen, mag ich ringen,
Immer muß geschieden sein.

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6. Fremd in der Heimat [sung text not yet checked]

In der Heimat war ich wieder,
Alles hab ich mir besehn,
Als ein Fremder, auf und nieder,
Mußt ich in den Straßern gehn.

Nur im Friedhof fern alleine
Hab ich manchen Freund erkannt,
Und bei einem Leichensteine
Fühlt ich eine leise Hand.

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7. Das treue Paar [sung text not yet checked]

Zwei Liebste waren so traurig
Uud gingen viel allein,
Sie sind zusammen ertrunken
Zu Nacht im tiefen Rhein.

Man hat sie beide gefunden
Weit unten im fremden Land,
Sie hielten sich noch umschlungen
Und Niemand hat sie erkannt. 

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8. Husarendurchmarsch [sung text not yet checked]

Es sprengen durch die Straßen
Rothe Husaren in hellem Galopp;
Sie wollen aus der Stadt hinaus
Und finden nicht das Thor.

Sie reiten in Winkelgäßlein,
Sie reiten wieder hinaus:
Sie reiten in Hof und Scheune
Und kommen wieder heraus.

Sie reiten in ein Kloster,
Sie reiten durch Thor und Thür,
Sie reiten zu zwei und einzeln
Und kommen wieder herfür.

Es reitet sogar ein Husar
In ein ganz kleines Kämmerlein,
In's Herze meiner Liebsten --
Der kam nicht mehr herfür. 

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9. Maienfrühe [sung text not yet checked]

Wenn am feuchten 
Maienmorgen 
Wälder leuchten
Und die Wiesen
Zwischen diesen
Sprühn im Tau:

Welche Wonne,
Eh' die Schatten 
Vor der Sonne 
Noch entweichen,
Sacht zu streichen 
Durch die Au.

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Confirmed with Gedichte von Martin Greif, Sechste, reich vermehrte Auflage, Leipzig, C. F. Amelangs Verlag, 1895, page 16.


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10. Abend im Tal [sung text not yet checked]

Tiefblau ist das Thal,
Ueber den Wäldern gehet
Die Sonne still zur Ruh',
Im sinkenden Strahl
Der Wipfel Regung wehet
Den leisen Sternen zu.

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11. Hochsommernacht [sung text not yet checked]

Stille ruht die weite Welt,
Schlummer füllt des Mondes Horn,
Das der Herr in Händen hält.

Nur am Berge rauscht der Born --
Zu der Ernte Hut bestellt,
Wallen Engel durch das Korn.

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Confirmed with Martin Greifs Gesammelte Werke. Erster Band. Gedichte. Sechste, reich vermehrte Auflage. C.F.Amelangs Verlag, Leipzig, 1895, pages 35-36.


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12. Liebe ein Quell [sung text not yet checked]

Quell, der nicht trocknet,
Quell, der nicht friert,
Aber oft stürmende
Fluthen führt!

Jung aus den Klüften
Dampft er fo heiß,
Selber am wenigsten
Von sich weiß.

Weiß nicht von wannen,
Noch, was er soll --
Herz der verlangenden
Liebe voll! 

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14. Im Walde [sung text not yet checked]

So einsam ist es um mich her,
So friedlich und so still,
Wenn nicht das Leid im Herzen wär',
Das nimmer schweigen will.

Die Vöglein singen dort und hier,
Im Wipfel lind es bebt,
Es steht ein fernes Grab vor mir --
Ist's wahr, daß ich's erlebt?

Zwei Falter fliegen ab und zu,
Wo eine Knospe sprang:
So schwärmten wir einst, ich und du, 
[Den]1 grünen Wald entlang.

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1 Hess: "Dem"

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26. Ritt zum Tajo [sung text not yet checked]

Kann Sennora mit uns reiten?
Sprach der Treiber früh,
Wo wir Abends überschreiten,
Wohnt am Tajo sie.

Auf das Maulthier schwangen Beide
Leicht die schönste Frau,
Kahl und brandig war die Haide,
Doch der Himmel blau.

Weiter ging die lange Reise
Fort den ganzen Tag,
Schweigsam war ich, bis ich leise
Abends zu ihr sprach:

"Wär' im Lande ich geboren,
Das der Tajo tränkt,
Hätt' ich Euer Herz beschworen,
Bis Ihr mir's geschenkt."

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27. Ausblick aufs Meer [sung text not yet checked]

So still ist mein Haus
Und menschenleer,
Durch Lauben und Buchten hinaus
Schau' ich in's Meer.

Ich schau' mich nicht satt
An seinem Glanz,
Sein Spiegel ist gleißend und glatt
Und ruhet ganz.

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28. Herbstgefühl [sung text not yet checked]

Wie ferne Tritte hörst du 's schallen,
Doch weit umher ist nichts zu sehn,
Als wie die Blätter träumend fallen
Und rauschend mit dem Wind verwehn.

Es dringt hervor wie leise Klagen,
Die immer neuem Schmerz entstehn,
Wie Wehruf aus entschwundnen Tagen,
Wie stetes Kommen und Vergehn.

Du hörst, wie durch der Bäume Gipfel
Die Stunden unaufhaltsam gehn,
Der Nebel regnet in die Wipfel,
Du weinst und kannst es nicht verstehn.

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • ENG English (John H. Campbell) , "Autumn feelings", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission

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29. Frühlingswunsch [sung text not yet checked]

O Sonnenstrahl in blauer Luft,
Was schaffest du für Leben?
Zur Wiege wandelst du die Gruft
In deinem Wunderweben.

Die abgestorb'nen Sträucher blühn,
Verzagte Knospen springen,
O, könnte mit dem ersten Grün
Sich auch das Herz verjüngen!

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30. Vertauschte Liebhaber [sung text not yet checked]

Bergwasser rauscht voll Wildgetos' --
Ein Holzknecht steht darin,
Wo's stockt, macht er die Scheiter los,
Die tanzen wirr dahin.

Wohl aus den Bergen hoch und frei
Der Regen schwoll die Fluth,
Vorbei geht aus der Jägerei
Ein Bursch mit grünem Hut.

Der sieht hinab voll Pfiffigkeit:
"Die Sennerin ist mein;
Du laß dein Edelweiß bei Seit'
Und bild' dir ja nix ein!"

Der Holzknecht denkt im Donner tief:
"Die Förstersmagd ist mein;
Setz' deinen Hut nit gar so schief
Und bild' dir ja nir ein!" 

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31. Tannicht im Feld 

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32. Die einsame Wolke [sung text not yet checked]

Sonne warf den letzten Schein
Müd im Niedersinken,
Eine Wolke noch allein
Schien mir nachzuwinken.

Lange sie wie sehnend hing,
Ferne den Genossen.
Als die Sonne unterging,
War auch sie zerflossen.

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33. Seelied 

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Note: this is a placeholder until it is discovered which of the many Seelieder was set by Jürgens.

34. Hymnus an den Mond [sung text not yet checked]

Auch Du bist wirkendes Licht,
Prangender Mond,
Und Deinen Nächten gebietest Du
Froh als unbestrittener Herrscher.

Wauu Du voll heraufsteigst
Ueber die Kuppen des Gebirgs
Hoch in den kühlenden Aether,
Schwindet die Nacht vor Dir

Und Deine Strahlen reichen
Mächtigen Umfangs hinaus
Ueber alles Gesilde.

Fühlsames Leben durchschauerst Du;
Trunken schwärmet die Seele
Einsam dem Wandrer.
Vögel erweckst Du aus wiegendem Schlaf,
Freudenreich singt die Nachtigall
Aus den silbernen Zweigen.

Pflanzen hauchen stärker in Dir,
Ja selbst Felsen und todte Steine
Fühlen Dein athmendes Weben,
Leise zu schwingen dann
Scheint ihr starres Inn're
Und wir erkennen erstaunt,
Daß edlerer Abkunft
Ihrer Ordnungen Sinn.

Tempel erbaust Du aus ihnen
Welche machtvoll bestehen,
Während Du das Scepter führst,
Herrlicher nächtlicher Gott,
Bis sie des Morgens
Größere Helle
Wieder entführet. 

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35. Ahnung im Mai [sung text not yet checked]

Es kommt, o Herz, ein Maientag --
Wer weiß, wie bald er dämmern mag! 
Der Blüten streut rings um dich her,
Doch wird dir keine duften mehr,
Der Strahlen sendet durch die Welt,
Doch dir ins Aug kein Schimmer fällt,
Der Lieder weckt im Jubelton,
Doch dir erklang das letzte schon.
Es kommt, es kommt ein solcher Tag --
Wer weiß wie bald er dämmern mag! 

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36. Drang zur Heimat [sung text not yet checked]

Meine Heimat liegt im Blauen
Fern und doch nicht allzuweit
Und ich hoffe sie zu schauen
Nach dem Traum der Endlichkeit.

Wenn der Tag schon im Versinken
Und sein letztes Rot erbleicht,
Will es manchmal mit bedünken,
Daß mein Blick sie schon erreicht.

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