Noch spür' ich ihren Atem auf den Wangen
Language: German (Deutsch) 
Available translation(s): FRE
Noch spür' ich ihren Atem auf den Wangen:
Wie kann das sein, daß diese nahen Tage 
Fort sind, für immer fort, und ganz vergangen?

Dies ist ein Ding, das keiner voll aussinnt,
Und viel zu grauenvoll, als daß man klage:
Daß alles gleitet und vorüberrinnt.

Und daß mein eignes Ich, durch nichts gehemmt,
Herüberglitt aus einem kleinen Kind
Mir wie ein Hund unheimlich stumm und fremd.

Dann: daß ich auch vor hundert Jahren war
Und meine Ahnen, die im Totenhemd,
Mit mir verwandt sind wie mein eignes Haar,

So eins mit mir als wie mein eignes Haar.

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Research team for this text: Peter Donderwinkel , Malcolm Wren [Guest Editor]

This text was added to the website between May 1995 and September 2003.
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