Deine süßen, süßen Schauer,
O Waldesruh',
In meine Seele hauche
Und träufle du!
Laß mich träumen die Träume
Der Jugendzeit!
O Frieden, o Ruh'! komm' über mich!
Wie lieb' ich dich, lieb' ich dich,
Waldeinsamkeit!
Märzveilchen [blühen]1, [es treibt in den Bäumen]2,
Der Frühling kam;
Es zwitschern die [Vögel, die Wipfel rauschen]3
So wundersam;
O Schöpfungsodem, der die [Brust mir]4
Bezaubert und feit!
O Frieden, o Ruh', komm' über mich!
Wie lieb' ich dich, lieb' ich dich,
Waldeinsamkeit!
[Feierlich sonntägliche Stille
Und Frühlingszeit;
Kein Laut, keine Seele]5
Weit und breit!
[Nur ein leiser, leiser Kummer
Ist mein Geleit; --]2
O Frieden, o Ruh'! komm' über mich!
Wie lieb' ich dich, lieb' ich dich,
Waldeinsamkeit!
Drei Lieder für Mezzo-Sopran (oder Bariton) mit Pianofortebegleitung , opus 20
by Benjamin Hamma (1831 - 1911)
1. Waldeinsamkeit  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Text Authorship:
- by Heinrich Leuthold (1827 - 1879), "Waldeinsamkeit"
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , "Solitude of the forest", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Solitude de la forêt", copyright © 2012, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Heinrich Leuthold, Gedichte, Frauenfeld, Verlag von J.Huber: 1879. Note: there exists an earlier version of this poem.
1 Thuille: "blüh'n"2 omitted by Pache.
3 Geiger: "Vögel"; Pache: "Vöglein"
4 Geiger: "Brust"
5 Pache: "Kein Laut sonst, Ruhe"
2. O trockne diese Thräne nicht  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
O trockne diese Thräne nicht, Die dir im Auge schimmert, Der Perle gleich, die rein und licht Im Kelch der Rose flimmert! Die Liebe war's, die sie gebar. Der sel'ge Schmerz der Liebe; D'rum schimmert sie so wunderbar -- Ach, daß sie ewig bliebe! Sie glänzt so rein, sie glänzt so hell Mich rührt ihr flüchtig Leben; Ach, daß, was aus so heil'gem Quell Geflossen, muß verschweben, Daß, was der reinsten Seele Schacht Entblühte, schmerzumwittert, Mit seines Glanzes Wunderpracht Verschwindet und verzittert! Sie glänzt so rein, sie glänzt so klar, In deinem Aug', dem blauen, Und immer lockt mich's wunderbar, In ihren Glanz zu schauen! Du schonst der Perle sonst, die licht Im Kelch der Rose flimmert -- O trockne diese Thräne nicht, Die dir im Auge schimmert!
Text Authorship:
- by Robert Hamerling (1830 - 1889), "O trockne diese Thräne nicht", appears in Sinnen und Minnen: Ein Jugendleben in Liedern, in Lieder, first published 1870
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3. Du bist mein  [sung text not yet checked]
Language: German (Deutsch)
Du bist mein,
Ich bin dein!
Welt, bist du verschwunden,
Seit ich dich,
Und du mich,
Liebste, hast gefunden?
Du bist mein,
Ich bin dein!
Eins nur Allebeide!
Hand in Hand
Unverwandt,
Eins in Glück und Leide!
Du bist mein,
Ich bin dein!
Nichts mehr kann uns trennen!
Wo doch, wo
Sind so froh
Zwei wie wir zu nennen?
Du bist mein,
Ich bin dein!
Was noch soll ich sagen?
Flügel her!
Kann nicht mehr
Sonst mein Glück ertragen!
Text Authorship:
- by Friedrich Heinrich Oser (1820 - 1891), "Du bist mein, ich bin dein!", appears in Liederbuch, in 2. Liebeslieder, no. 168
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , "You are mine, I am yours!", copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Liederbuch von Friedrich Oser, 1842-1874. Mit einem biographischen Verzeichnis der Componisten, Basel: Benno Schwabe, Verlagsbuchhandlung, 1875, page 149.