Da die Stunde kam, [daß]1 ich Abschied nahm, Sah ich nicht den wunderschönen Mai: Hab' nur eins gewußt, als ich wandern mußt', Daß von dir, von dir ich ferne sei. Sang und Blüthenduft [schweben]2 durch die Luft, Doch an mir [flog]3 alle Lust vorbei: Hab nur eins gewußt, als ich wandern mußt', Daß von dir, von dir ich ferne sei. Nun ich wiederkehr', fühl' ich nimmermehr, [Daß]4 die Geißel schon der Winter schwingt, Denn ich weiß es ja, daß die Stunde nah, Die zu dir, zu dir mich wiederbringt. Wenn mich wild umziehn Sturmes Melodien, Wie ein Maisang mir die Luft erklingt, Denn ich weiß es ja, daß die Stunde nah, Die zu dir, zu dir mich wiederbringt.
Fünf Männerchöre im Volkston , opus 66
by Carl Isenmann (1839 - 1889)
1. Wiederkehr  [sung text not yet checked]
Text Authorship:
- by (Karl) Wilhelm Osterwald (1820 - 1887), "Wiederkehr", appears in Gedichte, in 1. Erstes Buch: Lieder, no. 99, first published 1848
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View text without footnotesConfirmed with Gedichte von Wilhelm Osterwald, Dritte umgearbeitete und vermehrte Auflage, Leipzig, Verlag von F. G. C. Leuckart (Constantin Sander), 1873, no title, page 109. In later editions, the poem was given the title "Wiederkehr"
1 Dresel: "Als"2 Franz: "schwebten"
3 Franz: "zog"
4 Franz: "Ob"
2. Waldeinsamkeit  [sung text not yet checked]
Wie still, wie weit Waldeinsamkeit; Nur Rosenduft, Nur weiche Luft -- Wie still, wie weit, Waldeinsamkeit! Vom Stern beschaut, Vom Mond bethaut, Geküßt vom Wind So zart und lind -- Wie schön, wie weit Waldeinsamkeit! Hier ruh' ich aus Vom Weltgebraus, Hier schlaf' ich ein Beim [Wildröslein]1 -- Wie still, wie weit Waldeinsamkeit!
Text Authorship:
- by Franz Alfred Muth (1839 - 1890), no title, appears in Haideröslein ; Ein Liederstrauß, in 1. Naturklänge, in Waldlieder, no. 5, appears in Waldblumen, in 1. Naturstimmen [3rd edition], in Waldlieder, no. 4, first published 1870
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- ENG English (Sharon Krebs) , "Forest solitude", copyright © 2020, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Haideröslein. Ein Liederstrauß, Würzburg: Leo Wörl'sche Buch-, Kunst- und Verlagshandlung, 1870. Appears in Naturklänge, in Waldlieder, poem no. 5, pages 12 - 13.
Confirmed with Franz Alfred Muth, Waldblumen, Dritte, durchaus ausgewählte und reich vermehrte Auflage, Paderborn: Druck und Verlag von Ferdinand Schöningh, 1885, pages 20-21.
1 In the Waldblumen book: "Waldröslein"3. Die Erde braucht Regen  [sung text not yet checked]
Die Erde braucht Regen, Die Sonne braucht Licht, Der Himmel braucht Sternlein, Wenn die Nacht hereinbricht. Einen Ast brauchen d' Vöglein, Ihr Nest aufzubau'n; Der Mensch braucht ein Herzlein, Dem er Sein's kann vertrau'n! Und hat er eins gefunden, Wie kann er sich freu'n, Es kann ja ohne Liebe Kein Mensch glücklich sein. Er braucht nicht auf Reichthum, Auf Geld nicht zu schau'n, Wenn er nur ein Herz hat, Dem er Sein's kann vertrau'n. Ein Jüngling muß scheiden, Es fällt ihm so schwer, Da kommt noch beim Abschied Sein Liebchen daher. Wie freut er sich ihrer, In's Auge zu schau'n, Er hat ja ein Herzlein, Dem er Sein's kann vertrau'n.
Text Authorship:
- by Anonymous / Unidentified Author, "Das Menschenherz"
Based on:
- a text in Swabian (Schwäbisch) by Josef Kartsch (1811 - 1853), "Bedürfniß ", appears in Feldbleameln: Gedichte in österreichischer Mundart
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2023, (re)printed on this website with kind permission
Confirmed with Notizen zur Heimatskunde des Gerichtsbezirkes Plan, ed. by Dr. Michael Urban, Taschau: H. Holub, 1884, pages 307 - 308. Appears in Lieblings-Lieder unserer trauten Heimat, in Liebeslieder.
4. Frühling  [sung text not yet checked]
Leise [zieht]1 durch mein Gemüth Liebliches Geläute. Klinge, kleines Frühlingslied, Kling' hinaus in's Weite. [Kling']2 hinaus bis an das Haus, Wo die [Blumen]3 sprießen. Wenn du eine Rose schaust, Sag' ich lass' sie grüßen.
Text Authorship:
- by Heinrich Heine (1797 - 1856), no title, appears in Neue Gedichte, in Neuer Frühling, no. 6
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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):
- CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2015, (re)printed on this website with kind permission
- CAT Catalan (Català) (Manuel Capdevila i Font) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
- CAT Catalan (Català) (Manuel Capdevila i Font) , copyright © 2025, (re)printed on this website with kind permission
- CHI Chinese (中文) [singable] (Dr Huaixing Wang) , copyright © 2024, (re)printed on this website with kind permission
- DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , "Groet", copyright © 2014, (re)printed on this website with kind permission
- ENG English (Marty Lucas) , "Sweet chimes are softly filling my soul", copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
- FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Un charmant carillon", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
- GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
- GRE Greek (Ελληνικά) [singable] (Christakis Poumbouris) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission
- ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Saluto", copyright © 2006, (re)printed on this website with kind permission
- POL Polish (Polski) (Aleksander Kraushar) , "Cicho płynie", Warsaw, Gebethner i Wolff, first published 1880
Confirmed with Neue Gedichte von Heinrich Heine, Zehnte Auflage, Hamburg, Hoffmann und Campe, 1871, page 10.
Note: modern German would change the spelling "Gemüth" to "Gemüt"
1 Quiteria: "klingt"; further changes may exist not shown above.2 Grieg, Lachner: "Zieh"
3 Behrens, Gade, Grieg, Lachner, Urspruch, Zenger: "Veilchen"