Vier Lieder für 1 Singstimme mit Pianofortebegleitung

Song Cycle by Julius Stockhaus

Word count: 0

1. Herbstklage [sung text not yet checked]

Holder Lenz, du bist dahin!
Nirgends, nirgends darfst du bleiben!
Wo ich sah dein frohes Blühn,
Braust des Herbstes banges Treiben.

Wie der Wind so traurig fuhr
Durch [den Strauch]1, als ob er weine;
Sterbeseufzer der Natur
Schauern durch die welken Haine.

Wieder ist, wie bald! wie bald!
Mir ein Jahr dahingeschwunden.
Fragend rauscht es aus dem Wald:
"Hat dein Herz sein Glück gefunden?"

Waldesrauschen, wunderbar
Hast du mir das Herz getroffen!
Treulich bringt ein jedes Jahr
[Welkes Laub und welkes]2 Hoffen.

Authorship

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Available translations, adaptations or excerpts, and transliterations (if applicable):

  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , "Cançó de tardor", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (Emily Ezust) , "Autumn lament/song", copyright © 2004
  • ENG English (Walter A. Aue) , "Lovely Spring, you left so soon!", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Plainte d'automne", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

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1 Schoeck: "die Straßen" (streets)
2 Mendelssohn: "neues Laub wie neues" (new leaves like new)

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Frühlingsglaube [sung text not yet checked]

Die [linden]1 Lüfte sind erwacht,
Sie säuseln und [weben]2 Tag und Nacht,
Sie [schaffen]3 an allen Enden.
O frischer Duft, o neuer Klang!
Nun, armes Herze, sey nicht bang!
Nun muß sich Alles, [Alles]4 wenden.

Die Welt wird schöner [mit]4 jedem Tag,
Man weiß nicht, was noch werden mag,
Das Blühen will nicht enden.
Es blüht das fernste, tieffste Thal.
Nun, armes Herz, vergiß der Qual!
Nun muß sich Alles, [Alles]4 wenden.

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  • CAT Catalan (Català) (Salvador Pila) , copyright © 2017, (re)printed on this website with kind permission
  • DUT Dutch (Nederlands) [singable] (Lau Kanen) , copyright © 2005, (re)printed on this website with kind permission
  • ENG English (David Gordon) , no title, copyright ©, (re)printed on this website with kind permission
  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Credo printanier", copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission
  • ITA Italian (Italiano) (Amelia Maria Imbarrato) , "Fede di primavera", copyright © 2008, (re)printed on this website with kind permission
  • SPA Spanish (Español) (Elisa Rapado) , copyright © 2018, (re)printed on this website with kind permission

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Confirmed with Deutscher Dichterwald. von Justinus Kerner, Friedrich Baron de la Motte Fouqué, Ludwig Uhland und Andern. Tübingen in der J. F. Heerbrandt'schen Buchhandlung. 1813, page 5; and with Gedichte von Ludwig Uhland. Stuttgart und Tübingen in der J. G. Cotta'schen Buchhandlung. 1815, page 54.

1 Klein: "lauen"
2 some prints convey a read error: "wehen"
3 Hanslick: "schaff'n"
4 omitted by Hanslick

Research team for this text: David Gordon , Sharon Krebs [Guest Editor] , Peter Rastl [Guest Editor]

3. Das Hüttchen [sung text not yet checked]

Ich hab' ein kleines Hüttchen nur,
Steht vest auf einer Wiesenflur,
Die Wiesenflur, ist groß, ist schön!
Willst mit in's Hüttchen gehn?

Am Hüttchen klein, steht groß ein Baum,
Vor welchem siehst das Hüttchen kaum,
Schützt gegen Sonne, Kält' und Wind,
All' die darinnen sind!

Sitzt auf dem Baum' ein Nachtigall
Singt auf dem Baum so süßen Schall,
Daß jeder, der vorüber geht
Ihm horcht, und stille steht!

Fließt unterm Baume hell ein Bach
Schwatzt alles süß dem Vogel nach,
In diesem Hüttchen bin allein,
Mag's länger nicht mehr seyn!

O du, mein Liebstes auf der Welt!
Das Hüttchen dir gewiß gefällt;
Bist zärtlich! Rauhe Winde wehn,
Willst mit in's Hüttchen gehn?

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Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

4. Abendlied [sung text not yet checked]

Herz, und verlangst du nicht Ruhe?
Welt ist so still, wie das Grab.
Hinter die dunkele Fluhe
Sank schon die Sonne hinab.
Horch! und die Glocke sie läutet zum Ruh'n,
Ruhe, ruhe du nun!
Läutet [dir, dir auch]1 zum Ruh'n.

Flieht nicht die herrlichste Wonne,
Ehe der Morgen erwacht?
Sind nicht erloschen der Sonne
Strahlen in finsterer Nacht?
Horch! und die Glocke sie hallt und verhallt,
Hallt, verhallt, und wie bald
Schweigest auch du, o wie bald!

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , "Chant du soir", copyright © 2011, (re)printed on this website with kind permission

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1 Abt: "auch dir"

Researcher for this text: Sharon Krebs [Guest Editor]