Sechs Lieder für 1 Singstimme mit Pianoforte

Song Cycle by Konrad Haffter (1837 - 1914)

Word count: 372

1. Wohl waren es Tage der Sonne [sung text not yet checked]

Wohl waren es Tage der Sonne,
Die Bäume blühten im Mai,
Dein Blick sprach Liebeswonne -
Das ist vorbei.

Verblüht sind lange die Bäume,
Der Herbst ist kommen geschwind;
Die Träume, die schönen Träume
Verweht der Wind.

Authorship

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  • FRE French (Français) (Pierre Mathé) , copyright © 2009, (re)printed on this website with kind permission

Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]

2. Träumerei 

Ich sass am Weiher stille
 . . . . . . . . . .

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Authorship

  • by Anonymous / Unidentified Author

3. Abendlied [sung text not yet checked]

Sorgenvolle, wetterschwüle 
Mädchenstirne, geh' zur Ruh!
Lieblich weht des Abends Kühle,
Werde kühl auch Du!
Träume, daß der Hauch der Nacht
Dir ein Palmenblatt gebracht,
    [Geh]1 zur Ruh!
 
Laß Dein Hangen, laß Dein Bangen,
Irrend Auge, schließ' Dich zu!
Sieh der Tag ist schlafen gangen,
Schlafen geh auch Du!
[Ach]2 das süßerlebte Glück
Spiegelt Dir der Traum zurück,
    [Geh]3 zur Ruh!

Authorship

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Confirmed with Gedichte von Karl Beck. Der neuen, durchaus umgearbeiteten und vermehrten Ausgage zweite unveränderte Auflage, Berlin, Verlag der Vossischen Buchhandlung, 1845, page 212.

1 Kirchner: "Träume, geh"
2 Kirchner: "O"
3 Kirchner: "Schließ' dich, geh"

Research team for this text: Emily Ezust [Administrator] , Harry Joelson , Johann Winkler

4. Die Mühle [sung text not yet checked]

Ich weiß eine Mühle
Dort drüben im Hain,
Da möcht' ich wohl gerne
Die Müllerin sein,

Da wohnet mein Liebster,
Ein schüchterner Knab',  
Ach, könnt' er nur wißen,
Wie lieb ich ihn hab'!

Ich weiß ein Mühle,
Kein Müller ihr naht.
D'rin rauschet das Bächlein,
D'rin dreht sich das Rad,

D'rin klopft es beständig,
Hat Rast nicht und Ruh';
Mein Herz ist die Mühle,
Der Müller sei Du!  

Authorship

Confirmed with Konstantin Julius Becker, Der Neuromantiker, erster Band, erster Theil, Leipzig: J. J. Weber, 1840, Page 60.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

5. Vom Bächlein [sung text not yet checked]

Bächlein, sag', was drängt dich fort
Nach ersehntem Ziele? 
Hast wohl auch was Liebe dort,
In der Lieben Mühle?
Ach, es drängt auch mich dahin,
Wenn ich gleich kein Bächlein bin. 

Bächlein, kosest zart und kühn
Mit den Blumen allen,
Die an deinem Ufer blüh'n,
Lassen sich's gefallen:
Wär' der Bach der Liebste mein,
Möcht' ich wohl die Blume sein! 

Weiß gewiß, er ist Dir traut,
Mag Dich gerne leiden,
Wenn er Dir in's Auge schaut,
Könnt' ich Dich beneiden!
Und er schaut so gern hinein,

Weiß gewiß, du plauderst viel,
Ihm von Kuß und Scherzen,
Badend in der Wellen Spiel
Ruht er dir am Herzen. 
Bitte, stell' das Plaudern ein!
Kann ja nie das Bächlein sein!

Bächlein achtet nicht das Wehr,
Rauschet kräftig drüber.
Wenn mein Herz das Bächlein wär',
Flöß es sicher über.
Bächlein ohne Rast und Ruh',
Meiner Liebe Bild bist du! 

Authorship

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Confirmed with Konstantin Julius Becker, Der Neuromantiker, erster Band, erster Theil, Leipzig: J. J. Weber, 1840, pages 61 - 62.


Researcher for this text: Melanie Trumbull

6. Die Erwartung [sung text not yet checked]

"Du bist so still und trübe, 
Und solltest fröhlich sein. 
Blick auf!  am rothen Himmel, 
Das ist der Morgenschein."  

Und ist's der rothe Morgen, 
Doch bin ich trüb' und still; 
Ich kann es nicht begreifen, 
Wie Alles werden will.  

Mir banget vor dem Glücke, 
Als wär' es gar ein Leid; 
Und doch,  --  steig' auf, o Sonne! 
Es ist ja Steigens Zeit.

Authorship

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Confirmed with Franz Theodor Kugler, Gedichte, Stuttgart und Tübingen: J. G. Cotta'scher Verlag, 1840. Appears in Dichterleben, page 58.


Researcher for this text: Emily Ezust [Administrator]